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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Ein gelbes Kreuz des Widerstandes

15. Juli 2018 | Braunkohle, Hambach, Kohle

Aktion auf dem BUND-Grundstück im Tagebau Hambach

[Foto: Hubert Perschke]

Knapp 300 Menschen machten sich bei blauem Himmel und großer Hitze am Sonntag von Kerpen-Manheim auf den Weg, um sich von Waldführer Michael Zobel im Rahmen des 51. "Waldspaziergangs" die Situation im Vorfeld des Braunkohlentagebaus Hambach zeigen zu lassen. Erster Stopp war auf dem BUND-Widerstandsacker im Angesicht des näher rückenden Braunkohlenbaggers. Der BUND hatte das Grundstück 1997 erworben. Es liegt noch nördlich der alten Trasse der Autobahn A4. Auf dem Grundstück befindet sich ein Bodendenkmal, in Gestalt eines römischen Grabmals aus dem 2./3. Jahrhundert.

BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen erläuterte den Exkursionsteilnehmer*innen die aktuelle rechtliche Situation. Erst unlängst hatte das Land NRW den BUND auf Antrag der RWE Power AG enteignet. "Dagegen haben wir Klage eingereicht und wir sind entschlossen, unser Grundstück mit allen rechtsstaatlichen Mitteln und in aller Konsequenz gegen die Braunkohlenbagger zu verteidigen. Bergrecht darf nicht länger Grundrecht brechen", so Jansen. Eine Enteignung sei selbst nach dem Bundesberggesetz nicht zulässig, da eine solche heute nicht mehr dem Wohl der Allgemeinheit dient. Dies sei aber die Voraussetzung für einen solch massiven Eingriff in das grundgesetzlich geschützte Eigentumsrecht. Es gebe heute keine öffentliches Interesse mehr an der Förderung und Nutzung von Braunkohle - im Gegenteil. Braunkohle ist der klimaschädlichste Energieträger, zur Sicherung der heimischen Energieversorgung ist sie nicht notwendig, und ihre Gewinnung ist mit massiven Eingriffen in Natur, Umwelt, Gewässer und soziale Strukturen verbunden.

Gemeinsam mit Michael Zobel und Andreas Büttgen sowie Antje Grothus von der Bürgerinitiative Buirer für Buir errichteten die BUND-Aktiven ein gelbes Kreuz des Widerstandes. Solche Kreuze stehen auch vor den von der Devastierung durch die Braunkohle bedrohten Ortschaften. Sie symbolisieren: "Wir lassen uns nicht vertreiben! Baggern verboten!"

Ansprache von BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen (aufgezeichnet von MutbürgerDokus)

Bilder von der Aktion und mehr Infos

 

 

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