BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Wald und Wasser

26. Juli 2021 | Flüsse & Gewässer, Klimawandel, Wälder, Wasser

Inhalt

Positionspapier des BUND zum Thema nachhaltige Wasserbewirtschaftung - Teil II: Wald

Der menschgemachte Klimawandel beschert uns extremeres Wetter. Auf der einen Seite Dürren wie in den letzten Jahren. Auf der anderen Seite aber auch sintflutartige Regenfälle, die im Juli mit katastrophalen Folgen verbunden waren. Beides sind zwei Seiten einer Medaille. Dabei spielen intakte Wälder eine wichtige Rolle.
Wälder beeinflussen den Landschaftswasserhaushalt massiv. Bäume verdunsten Wasser und reduzieren den Abfluss: Laubwald fast ausschließlich während der Vegetationsperiode, Nadelbäume ganzjährig. Unter Laubwald bildet sich mehr Grundwasser. Lockerer, belebter und durchwurzelter Waldboden speichert bis zu 200 Liter Wasser pro Kubikmeter Boden - Hochwasserprävention pur! Von dieser Speicherwirkung profitieren die Bäume in längeren Trockenperioden. Waldbäche leben von der Schwammwirkung des Waldbodens. Sie schwellen in Niederschlagsperioden nur langsam an und zehren in Trockenzeiten von dem gespeicherten Wasser.
Toter Wald verdunstet nichts. Wenn die abgestorbenen Bäume dann noch mit Harvestern „geerntet“ und die Waldböden massiv verdichtet werden, fließt viel zu viel Niederschlag ab. Steil ansteigende Hochwasser wie zuletzt in Hagen sind die Folge. Werden die Hänge auch noch gerodet, besteht bei Starkregen die Gefahr von Hangrutschungen und Muren.  
Der BUND hat in seinem Positionspapier zahlreiche Forderungen zum Thema Wald und Wasserhaushalt gestellt.

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