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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Klimawandel erfordert Waldökosysteme statt Holzplantagen

20. März 2019 | Klimawandel, Lebensräume, Naturschutz, Wälder

BUND zum Internationalen Tag der Wälder am 21. März

Naturnahe Waldökosysteme sind klimawandelresistent.  (Dirk Jansen)

Anlässlich des Internationalen Tags der Wälder am 21. März fordert der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein Umdenken in der Forstwirtschaft und in der Waldpolitik. Dieses sei gerade auch vor dem Hintergrund der bereits spürbaren Klimaveränderungen eine ökologische, aber auch wirtschaftliche Notwendigkeit.

„Windwürfe und so genannte Borkenkäferkalamitäten sind keine Waldschäden, sondern Zeugnis verfehlter Forstwirtschaft und Waldpolitik“, sagte Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND.

Das größte Problem der nordrhein-westfälischen Wälder sei, dass diese kaum noch aus Waldökosystemen, sondern überwiegend aus Baumplantagen bestünden. Diese künstlichen Kulturen seien tatsächlich anfällig für die vom Menschen induzierten Klimaveränderungen. So resultierte auch die Massenentwicklung von Borkenkäfern ausschließlich aus dem flächigen Anbau der Fichte. Diese Baumart käme aber von Natur aus nicht in NRW vor, das Problem sei also hausgemacht. 

Das von Ministerin Heinen-Esser beworbene Waldbaukonzept führe leider wieder auf den Holzweg. „Wir müssen Förderprogramme an Waldwirtschaft und nicht an Forstwirtschaft, an die selbstständige Entwicklung von Wald und eben nicht an Anbaukonzepten mit der Förderung nicht standortheimischer Sippen oder gar nordamerikanischer Baumarten wie Douglasie oder Küstentanne ausrichten“, so Sticht.

Nur möglichst naturnahe, am Standort selbstständig gewachsene Waldökosysteme würden zukünftig in der Lage sein, sich dem Klimawandel anzupassen, dauerhaft den Rohstoff Holz zu liefern und alle Gemeinwohlfunktionen wie Erholung und Naturschutz zu erfüllen.

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