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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

"Fukushima mahnt"-Demonstration in Düsseldorf am 14. März anlässlich des vierten Jahrestages der Atomkatastrophe von Fukushima

12. März 2015 | Atomkraft, Energiewende

"Atomausstieg - auch in NRW"

Atomkraftgegnerinnen und -gegner aus Nordrhein-Westfalen rufen gemeinsam mit der japanischen Gemeinde Düsseldorf unter dem Motto "Fukushima mahnt – Atomausstieg weltweit, auch in NRW" zur Demonstration in Düsseldorf auf. Die Atomkatastrophe von Fukushima jährt sich in diesem Jahr zum vierten Mal. Beginn der Demonstration ist am Samstag, den 14. März um 13.00 Uhr an der Zentrale des E.ON-Konzerns, E.ON-Platz 1. Danach wird auf dem Burgplatz den Opfern der Atomkatastrophe gedacht. Die Demonstration endet gegen 16.00 Uhr vor dem Wirtschaftsministerium.

Die Atomkraftgegner erinnern an das unermessliche Leid der japanischen Bevölkerung aufgrund des Erbebens und des nachfolgenden Tsunamis am 11. März 2011. Infolge dieser Naturkatastrophe, der zehntausende Menschen zum Opfer fielen, havarierte das Atomkraftwerk Fukushima. Die Folgen dieser Atomkatastrophe für Mensch und Umwelt sind bis heute nicht im Griff, ganze Landstriche sind unbewohnbar. Immer noch wird Radioaktivität in hohem Maße freigesetzt. Aus Sicht der Atomkraftgegner ist und bleibt die Atomkraft mit unverantwortlichen Risiken behaftet und sie fordern den weltweiten sofortigen Ausstieg.

Dabei richten die nordrhein-westfälischen Initiativen den Blick auch auf die atomaren Probleme in unmittelbarer Nähe. Zum einen weisen sie auf die zweifelhaften Versuche der Atomkonzerne hin, sich mittels Konzernumstrukturierungen aus der Verantwortung für die Entsorgung ihrer atomaren Hinterlassenschaften zu ziehen. Dabei spielt der in Düsseldorf ansässige E.ON-Konzern eine Vorreiterrolle.

Zum anderen machen die Veranstalter auf die vollkommen ungelöste Problematik der Entsorgung von Atommüll aufmerksam. Aktuell steht hier der Versuch, 152 Castoren mit Brennelementen aus dem havarierten Reaktor in Jülich in die USA zu exportieren, besonders in der Kritik. Einen dritten Fokus stellt die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau dar. Dort produziert die einzige Anlage dieser Art in Deutschland mit einer unbefristeten Betriebsgenehmigung ca. 10 Prozent des weltweit benötigten nuklearen Brennstoffes. Nebenbei fallen dort zehntausende Tonnen radioaktiver Uranmüll an, für die es genau wie für Brennelemente keine Entsorgung gibt. Zudem soll der Betreiber-Konzern Urenco verkauft werden. Anteilseigner sind Eon, RWE sowie die Niederlande und Großbritannien. Damit wird Atomwaffentechnologie auf dem Weltmarkt und möglicherweise sogar an der Börse angeboten. Dies passt nach Ansicht der Atomkraftgegner*innen nicht zu einem konsequenten Atomausstieg.

Die Demonstrationsroute greift diese Aspekte gezielt auf. Die Auftaktkundgebung findet vor der Konzernzentrale von Eon mit der Forderung statt, die Konzerne nicht aus ihrer Verantwortung für Atommüll und Rückbau der Atomkraftwerke zu entlassen. Die Abschlusskundgebung vor dem Wirtschaftsministerium unterstreicht den Anspruch der Antiatom-Initiativen an die die NRW-Landespolitik, sich aktiver in die Diskussion in die ungelöste Entsorgungsproblematik einzubringen und umweltverträgliche Lösungen von den Verursachern einzufordern.

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