Diclofenac – ein beliebtes Schmerzgel – kann in winzigen Mengen enorme Schäden anrichten. Schon ein einziger Tropfen macht bis zu 230 000 Liter Trinkwasser unbrauchbar. Diese Menge entspricht dem Tagesverbrauch von 1 825 Menschen. Doch kaum jemand weiß das. Genau hier setzt eine kreative Kampagne an, die von Studierenden der Diploma Hochschule entwickelt wurde.
Studierende setzen ein starkes Zeichen für sauberes Wasser
Mathias Knopek, Jessica Hensel und Matthias Strobl sind angehende Informationsdesigner*innen: Sie konzipierten auf Basis von Fachvorträgen durch BUND-Expert*innen eine Social Media-Kampagne, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Vor allem ältere Menschen sollen dadurch für die Gefahren von Diclofenac im Abwasser sensibilisiert werden. Denn gelangt das Medikament über Hände und Wasserhahn in die Kanalisation, hat das Folgen für unsere Ökosysteme. Die Kampagne vermittelt eine einfache Botschaft: Statt die Hände nach dem Einreiben zu waschen, sie mit einem Tuch abwischen und den Rest im Müll entsorgen. So wird das Wasser geschützt.
Kreativität trifft Wissenschaft
Die Studierenden beschränkten sich nicht nur auf eine ansprechende Gestaltung – sie untermauerten ihre Arbeit mit fundierten wissenschaftlichen Theorien und ausführlichen Berechnungen zum Einfluss von Diclofenac auf Gewässer und Trinkwasserressourcen. So entstand eine Kampagne, die sowohl optisch überzeugt als auch faktenbasiert ist.
Die Umsetzung umfasst:
- Einen Slider für Social Media, der die wichtigsten Fakten visuell aufbereitet.
- Ein Video, das die Botschaft emotional transportiert.
- Ein Lesezeichen als nachhaltiges Give-away, um die Erinnerung im Alltag zu verankern.
Mit diesem Projekt haben die Studierenden gezeigt, wie sich Kreativität, Nachhaltigkeit und Wissenschaft wirkungsvoll verbinden lassen – für ein Ziel, das uns alle betrifft: den Schutz unseres Wassers.