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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Neues Projekt zum Thema Gartenschläfer gestartet

07. Januar 2019 | Gartenschläfer, Naturschutz, Tiere und Pflanzen

Der kleine Verwandte des Siebenschläfers ist durch seine Zorro-Maske direkt zu erkennen. Doch in Nordrhein-Westfalen ist der Gartenschläfer ein seltener Gast in unseren Gärten und Wäldern geworden. Und auch europaweit gehen seine Bestände dramatisch zurück. Woran das liegen könnte, wird der BUND in den nächsten sechs Jahren untersuchen.

Schlafmaus mit Zorro-Maske: der Gartenschläfer. [Foto: Jiri Bodahl]

Zum 1. Oktober 2018 startete der BUND Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit fünf BUND-Landesverbänden (Bayern, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen), der Bundesgeschäftsstelle des BUND sowie der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ein neues Projekt "Gartenschläfer in Deutschland", in dessen Zentrum die Erarbeitung eines bundesweiten Schutzkonzepts für den Gartenschläfer steht. Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert und hat ein Gesamt-Finanzvolumen von 4,3 Mio. Euro.

Der Gartenschläfer (Eliomys quercinus) gehört zu der Familie der Bilche oder auch Schlafmäuse. Er unterscheidet sich von den anderen heimischen Bilchen (Siebenschläfer und Haselmaus) vor allem durch seine auffallend schwarze Kopfzeichnung. Sogenannte Schlafmäuse ruhen mehr als die Hälfte des Jahres –von etwa Oktober bis April.

Zu finden ist dieser kleine Nager einerseits in Gärten und Streuobstwiesen, also oft in der Nähe des Menschen, sowie andererseits in Nadel- und Laubholzwäldern oder Blockschutthalden. In Nordrhein-Westfalen sind allerdings neuere Belege nur in städtischen Gebieten zwischen Köln und Bonn gemeldet. Ältere Nachweise gibt es auch aus den bewaldeten Bereichen von Ostwestfalen-Lippe über das Sauerland bis hin ins Siegener Land. Warum diese possierliche Schlafmaus in den letzten 50 Jahren immer seltener zu finden ist, ist das neue Rätsel, welches der BUND NRW nun lösen will.

Machen Sie mit!

Werden Sie ein "Spurenleser" – helfen Sie dem BUND das Vorkommen des Gartenschläfers in Nordrhein-Westfalen zu erforschen. Von Anfang an sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Melden Sie Gartenschläfer! Egal wo diese Tiere Ihnen begegnen, jeder Fund ist ein wichtiger Mosaikstein. www.bund-nrw.de/gartenschlaefer

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