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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Düsseldorfs erste Umweltspur soll Fahrverbote verhindern

15. April 2019 | Mobilität, Saubere Luft

BUND: Erster wichtiger Schritt für saubere Luft

Seit dem 15. April hat Düsseldorf seine erste Umweltspur. (Foto: Dirk Jansen)

Auf der Merowingerstraße in Düsseldorf gibt es seit heute (15. April) eine erste Umweltspur. Morgen folgt dann Prinz-Georg-Straße. Damit will die Stadt die wegen der anhaltend hohen Luftbelastung drohenden Fahrverbote vermeiden. Mit 56 µg/m3 Stickstoffdioxid wird der zulässige Grenzwert von 40 Mikrogramm in der Merowingerstraße deutlich überschritten.

"Weder Stadt noch Bezirksregierung haben sich wegen des Drucks aus der Landesregierung getraut, ein Fahrverbot für Diesel-Pkw durchzusetzen. Mit den Umweltspuren, die ja nichts anderes als eine halbes Fahrverbot sind, hoffen die Verantwortlichen, die Stickstoffdioxid-Werte in den hoch belasteten Straßenzügen zu senken. Die Umweltspuren sind ein erster Schritt, werden dazu aber allein nicht reichen. Wir brauchen eine umfassende Mobilitätswende", so Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND in NRW.

Auf der Sonderfahrspur sind nur Fahrräder, Busse, Taxen und elektrisch betriebene Fahrzeuge zugelassen. Der BUND hatte im Rahmen der Fortschreibung des Luftreinhalteplans Düsseldorf die Einführung der Umweltspuren angeregt. Trotzdem wurde sie erst nach einer Intervention bei der Landesumweltministerin nachträglich in den Plan  integriert. Am 9. Januar hatte der zuständige Ordnungs- und Verkehrsausschuss der Stadt die Einrichtung der Umweltspuren dann beschlossen.

Der BUND fordert, jetzt konsequent die weitere Aufteilung des knappen Straßenraums zugunsten des Rad- und Fußverkehrs und den zügigen Bau von Radschnellwegen anzugehen. Dazu gehöre auch, Parkplätze für Pkw zu reduzieren und die verbliebenen Parkflächen restriktiv zu bewirtschaften. Für den Radverkehr müssten dann "geschützte Radwege" zum Standard werden. Auch Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit und die Einführung einer City-Maut seien zielführend. Neben solchen Maßnahmen käme aber der Schaffung umweltfreundlicher Mobilitäts-Alternativen die größte Bedeutung zu. Nur durch die Verkehrsverlagerung weg vom Auto und hin zum ÖPNV könnten die Pendlerströme umweltfreundlich kanalisiert werden.

 

 

 

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