Wasser ist Leben

Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Anders als in vielen Regionen der Erde fehlt es hierzulande kaum an unserem "Lebensmittel Nr. 1". So könnte man meinen. Doch auch bei uns ist sauberes Wasser kostbar: Bergbau, Industrie, intensive Landwirtschaft, der Verkehr und private Haushalte verbrauchen – und das heißt auch häufig: verschmutzen – enorme Mengen, die dann aufwendig gereinigt werden müssen. Inzwischen ist Wasser weltweit gefährdet: durch Gifte, Überdüngung, Verbauungen, rücksichtslose Geschäftemacherei und durch übermäßigen Verbrauch.

Und die natürliche Selbstreinigung ist fast überall gestört: Zu viele Moore wurden trockengelegt, zu viele Bäche und Flüsse kanalisiert und Seen überdüngt. Darunter leiden die Menschen und auch viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten, deren Lebensraum schwindet.

Auch in Europa geht es um besseres Wasser. Hier schreibt die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) einen guten Gewässerzustand bis 2015 vor – zum Wohl von Mensch und Natur.

 

Die Realität sind aber leider anders aus. Noch immer herrschen gravierende Vollzugsdefizite beim Gewässerschutz vor. Ein Großteil unserer heimischen Gewässer ist nach wie vor weit vom gesetzlich gefordertem "guten Zustand" entfernt.

Viele unserer BUND-Gruppen und der Landesarbeitskreis Wasser sorgen dafür, dass den Worten Taten folgen und setzen sich dafür ein, dass die Wasserrahmenrichtlinie auf hohem Niveau umgesetzt wird. Beispielhaft dafür ist auch das Verbände-Projekt "Wassernetz NRW". 

Wir informieren, packen an, begeistern, bieten Mitmach-Aktionen und bleiben standhaft, zum Beispiel an Rhein und Weser. Der BUND engagiert sich für den Erhalt der Grundwasserökosysteme, für unverbaute Flüsse mit ihren Auen als „ökologisches Rückgrat“ der Landschaft und des Hochwasserschutzes und für nachhaltig genutzte Meere.

Weltwassertag 2016: BUND fordert besseren Grundwasserschutz

Wichtige Ressource und unterschätzter Lebensraum

Anlässlich desWeltwassertags 2016 am 22. März fordert der BUND einen verstärkten Einsatz der Landesregierung für den Schutz des Grundwassers. Das Grundwasser bleibe ein Stiefkind des Gewässerschutzes, dabei erfülle es wichtige Funktionen zur Trinkwassergewinnung und als Ökosystem. mehr

BUND begrüßt geplante Novelle des Landeswassergesetzes

CC-BY-SA 3.0 Michael Gartz

Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt die geplante Novelle des Landeswassergesetzes und erwartet, dass mit der seit 2010 überfälligen Rechtsbereinigung eine grundlegende Verbesserung der wasserrechtlichen Instrumente geschaffen wird.

Die Stellungnahme zum Gesetzesentwurf der Landesregierung vom 23. Juni 2015 zur Änderung wasser- und wasserverbandlicher Vorschriften wurde von den nordrhein-westfälischen Naturschutzverbänden BUND, NABU und LNU am 08. September vorgelegt.

Das geplante Verbot der Rohstoffgewinnung in Wasserschutzgebieten, die Einführung eines Vorkaufsrechts sowie die gesetzliche Verpflichtung der Akteure zur Koordinierung ihrer Maßnahmen zu Unterhaltung, Ausbau und Wasserführung werden als wichtige Schritte erkannt. Der BUND fordert weitreichende Vorgaben um die Belastung durch Stoffeinträge zu minimieren und um die Bewirtschaftungsziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen.

Die Naturschutzberbände sehen gesetzlichen Regelungsbedarf u. a. zur Gewährleistung der Durchgängigkeit der Fließgewässer, zur Schaffung und Sicherung der Entwicklungskorridore sowie im Bereich des ökologischen Hochwasserschutzes.

PCB aus Steinkohlebergwerken: BUND erstattet Strafanzeige

„Besonders schwerer Fall einer Umweltstraftat“

25.08.2015 | Wegen der Einleitung hochgiftiger Polychlorierter Biphenyle (PCB)  in verschiedene Oberflächengewässer hat der BUND bei der Staatsanwaltschaft Bochum Strafanzeige gegen die RAG Deutsche Steinkohle AG und weitere Verantwortliche erstattet. Der Umweltverband wirft der RAG unbefugte Gewässerverunreinigung, den besonders schweren Fall einer Umweltstraftat sowie weitere Verstöße vor. mehr 

Umweltverbände fordern mehr Einsatz für bedrohte Bäche, Flüsse und Trinkwasserquellen

Der 12. Juli ist Europaweiter Flussbadetag „Big Jump“

10.07.2015 | Anlässlich des europaweiten Flussbadetages „Big Jump“ am 12. Juli schlagen die  nordrhein-westfälischen Naturschutzverbände BUND, LNU und NABU Alarm: Die meisten Flüsse und Grundwasservorkommen in NRW befänden sich in einem kritischen Zustand. Nahezu flächendeckend würden die EU-weit verbindlichen Anforderungen an einen „guten Zustand“ der Gewässer verfehlt. mehr

Gewässerschutz am Rhein in Gefahr

Ziele der Wasserrahmenrichtlinie werden verfehlt

24.06.2015 | Mit dem Ende der Stellungnahme-Frist zum Bewirtschaftungsplan und zum Maßnahmenprogramm zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmen-richtlinie (WRRL) in Nordrhein-Westfalen befürchtet der BUND ein Scheitern der Gewässerschutzpolitik. „Nordrhein-Westfalen wird die europäischen Gewässerschutzziele im Rheineinzugsgebiet in großem Umfang verfehlen“, sagte Paul Kröfges, Gewässerschutzexperte des BUND. mehr

Umweltverbände warnen: NRW-Kommunen im Gewässerschutz nicht zukunftsfähig

Bestandsaufnahme zum Weltwassertag 2015   

20.03.2015 |Anlässlich des Weltwassertages  am 22.3.2015  beanstanden der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND), der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) in NRW e.V. die erheblichen Mängel bei der Umsetzung des Gewässerschutzes auf kommunaler Ebene. Statt wie 1992 global vereinbart und seit 2000 EU-weit mit der Wasserrahmenrichtlinie verbindlich geregelt ist, werden die meisten Gemeinden, Städte und Kreise zwischen Rur und Weser die für 2015 gesetzten Gewässerschutz-Ziele deutlich verfehlen. Vor allem, weil sie  weniger als 15% ihrer Pflichtaufgaben fristgerecht erfüllt haben. mehr

PCB-Altlasten im Bergbau

Gift im Schacht - Rag leugnet Problem

12.01.2015 - 2018 ist endgültig Schicht im Schacht. Dann macht auch die letzte Steinkohlenzeche im Ruhrgebiet dicht. Doch die Ewigkeitslasten werden noch alle nachfolgenden Generationen beschäftigen. Dazu gehört auch das Altlastenproblem. Nach dem Skandal um die „Verklappung" von 600.000 Tonnen Sondermüll schlug der BUND jetzt erneut Alarm: Bis in die 1980er Jahre wurden bis zu 10.000 Tonnen PCB-haltiger Hydrauliköle im Bergbau eingesetzt. Der Großteil davon wird immer noch untertage vermutet, eine umweltgerechte Entsorgung dieser mit dem Utragift belasteten Flüssigkeiten fand nicht statt. Reduziert die Ruhrkohle AG nach 2018 die Wasserhaltung, saufen die Stollen mit den PCB-Altlasten ab. Mit den steigenden Wasserständen könnten die Schadstoffe dann über Wasserwegsamkeiten, z.B. Klüfte und Störungen, in oberflächennahe Grundwasserströme gelangen. Die Risiken für die Umwelt wären immens.

Während die RAG und die Bergbehörde die Gefahr schlichtweg leugnen, will das Umweltministerium handeln. Ein Gutachten soll klären, wie groß die Gefahr durch PCB ist. Ein Problem dabei ist, dass noch nicht einmal die RAG beziffern kann, welche Mengen der giftigen Flüssigkeiten untertage schlummern. Offenbar wurden alte Unterlagen geschreddert. Das kann in der Konsequenz nur heißen, dass bis zur Klärung des Sachverhalts die Wasserhaltung ohne Einschränkungen fortgeführt wird; eine Flutung der Stollen muss verhindert werden.

Zwischenbericht der Landesregierung vom 21.01.2015

Experten fordern Kurswechsel zum Schutz des Rheins

„Naturschutztage am Rhein 2014“ für mehr Gewässerschutz

04.08.2014 | Experten aus Verbänden, Behörden, Wissenschaft und Politik fordern einen Kurswechsel  für einen besseren Schutz des  Rheins. Anlässlich der am Wochenende vom BUND ausgerichteten „1. Naturschutztage am Rhein“ in Königwinter verabschiedeten die Gewässerschützer ein Memorandum mit wesentlichen Forderungen für eine verbesserte Gewässerschutzpolitik. Der Rhein sei noch weit von dem gesetzlich geforderten ökologischen Zustand entfernt, so das Fazit der Tagungsteilnehmer. mehr

Kalibergbau gefährdet Weser - BUND favorisiert Nordseepipeline

Gewässerversalzung durch den Kalibergbau muss beendet werden / Keine Einleitung in die Oberweser

23.05.2014 | Der BUND favorisiert zur Beendigung der Gewässerversalzung durch den Kalibergbau den Bau einer Nordseepipeline. Dies haben die fünf betroffenen Landesverbände Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen im Zusammenhang mit den Vorbereitungen der Raumordnungsverfahren zum Bau der Nordseepipeline  bekräftigt. mehr



  • Direkt zur Online-Spende, Foto: eyewire / fotolia.com
  • Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

„Steter Tropfen höhlt den Stein“ – unter diesem Titel haben BUND-Aktive aus verschiedenen Regionen NRWs eine gemeinsame Broschüre zu Fragen rund um unser größtes Binnengewässer im Land für Interessierte ins Leben gerufen. Die Broschüre bietet einen ersten Überblick zu den Besonderheiten des Grundwassers sowie zu Regelungen,  Handlungsfelder, Lösungsmöglichkeiten und Aktionsbeispiele.

Das Projekt der NRW-Naturschutzverbände zur Begleitung der EU-Wasserrahmenrichtlinie www.wassernetz-nrw.de

Europas Gewässer am Scheideweg

Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie stößt in ganz Europa auf ähnliche Herausforderungen. Daher haben die Umweltverbände in einer europaweit gültigen Broschüre („Europas Gewässer am Scheideweg“) fünf Kernthesen aufgestellt, an denen sich auch die Umsetzung in Nordrhein-Westfalen messen lassen muss.

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