Düsseldorf, 06.02.2008 Volker Hoffmann vom Förderverein Nationalpark Eifel e.V. stellt seinen Vorstandsposten zur Verfügung
Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bedauert, dass der BUND-Beauftragte für den Nationalpark Eifel, Volker Hoffmann, von seinen Ämtern im Förderverein zurücktritt und auch das Nationalparkbusprojekt FAGABUNDUS nicht weiterführen wird. Volker Hoffmann, Vater des ersten Nationalparks in Nordrhein-Westfalen, hat sich große Verdienste um den Naturschutz in der Region erworben, ohne ihn würde es heute keinen Nationalpark Eifel geben.
Gleichzeitig äußert der BUND NRW aber auch großes Verständnis für die Motive von Volker Hoffmann, da eine ganze Reihe von aktuellen Entwicklungen im Nationalpark Eifel aus Sicht des Naturschutzes nicht toleriert werden können. Beispielsweise ist der Wegeplan im Nationalpark aus naturschutzfachlicher Sicht nicht akzeptabel und entspricht nicht dem Verschlechterungsverbot. Auch ist die im Nationalpark stattfindende Wildregulierung und die damit verbundene jagdliche Praxis mit dem Nationalparkgedanken unvereinbar und Wisente in einem gegatterten Gebiet sind etwas für ein Wildgehege und gehören in dieser Form nicht in einen Nationalpark.
Der Landesvorsitzende Paul Kröfges erklärt hierzu: „Der BUND hat großen Respekt vor der Geradlinigkeit von Volker Hoffmann, dessen jahrelanger Einsatz für diese gute Idee sehr viel bewirkt hat. Offensichtlich wird dem Naturschutz im Nationalpark Eifel, der dort absolute Priorität haben muss, derzeit deutlich zu viel zugemutet, so dass für Volker Hoffmann das Maß voll ist. Kein gutes Omen für den geplanten Nationalpark Siebengebirge, da die Erfahrungen in der Eifel die Diskussion und die Position des Landesverbandes prägen wird!“
Volker Hoffmann bleibt für den BUND in der Region und für den Nationalpark weiter aktiv, worüber wir uns sehr freuen. Für seine Funktion als BUND-Abgeordneter in der Nationalpark-Arbeitsgemeinschaft schlägt der BUND Landesverband jetzt Marietta Schmitz aus Hellenthal vor.