Neues Buch übers Siebengebirge
Bad Honnef, 21.07.2011 – Bücher über das Siebengebirge gibt es schon viele. Dabei stand bisher meistens die besondere Geologie, die Geschichte der antiken Steinbrüche oder der mittelalterlichen Burgen im Mittelpunkt. Ein neues Buch behandelt all dies auch, setzt aber mit der natürlichen Vielfalt einen besonderen Schwerpunkt.
„Die Bedeutung der Vulkanruinen für Flora und Fauna standen bisher vergleichsweise selten im Fokus, dabei ist das Siebengebirge das älteste und größte Naturschutzgebiet Nordrhein-Westfalens“, so Holger Sticht. Und seiner Beschreibungen nach auch eines der wertvollsten. Er hat den 180 Seiten starken Natur- und Kulturführer Siebengebirge innerhalb mehrerer Jahre zusammen getragen. Ein Gemeinschaftsprojekt des Düsseldorfer Gaasterland-Verlags und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Und so hat sich auch der Bundesvorsitzende des größten deutschen Umweltverbands, Professor Hubert Weiger aus Bayern, nicht nehmen lassen, das Vorwort zu verfassen.
„Wir zeigen, dass das Siebengebirge auch nach einer naturschutzverträglichen Überarbeitung des Wegenetzes eines der schönsten Wandergebiete überhaupt bleiben wird“, sagt der BUND-Landeschef aus Nordrhein-Westfalen, Paul Kröfges. Denn diese Überarbeitung wird zwangläufig kommen, ganz ohne Nationalpark. Die acht Rundwanderungen, die im Natur- und Kulturführer in Wort und Bild beschrieben werden, orientieren sich bereits daran.
Ob die Spanische Flagge am Himmerich oder das Weinhähnchen am Ulanen-Denkmal, das Nelkenköpfchen auf dem Stenzelberg oder der Riesen-Schachtelhalm im Tretschbachtal – alles Wissenswerte ist an den Rundwanderwegen ausgerichtet, und die lassen keine der schönsten Stellen des Naturschutzgebiets aus. Dabei dürften selbst eingefleischte Siebengebirgsfans noch jede Menge entdecken, was ihnen am Wegesrand bislang verborgen blieb.
Schützen könne man nur, was man kennen und schätzen gelernt hat.
„Daher wollen wir keinen großen Zaun um dieses tolle Naturschutzgebiet, mit diesem Buch laden wir im Gegenteil dazu ein, es intensiv und bewusst zu erleben“, so Kröfges.