"Ochideenschutz ist Biotopschutz"

Orchidee des Jahres 2008 ist das "Übersehene Knabenkraut". Foto: Szepanski

Die Orchideen sind nicht nur die am besten untersuchte Familie des Pflanzenreiches, sie besitzen auch für den Naturschutz einen hohen Stellenwert. Denn ganz überwiegend sind sie gute Indikatoren für den ökologischen Zustand unserer Wälder. Gebüsche, Magerrasen, Heiden, Sümpfe und Moore, Wiesen und Weiden.

Zu ihrer Erhaltung ist nicht nur der Schutz der z.T. sehr empfindlichen Biotope erforderlich, ebenso wichtig ist deren naturschutzorientierte Nutzung und Pflege. Grundlage hierfür ist natürlich die detaillierte Kenntnis über Verbreitung, Vorkommen und Populationsgröße der heimischen Orchideen. Seit fast 25 Jahren ist der BUND hierbei an herausragender Stelle aktiv.

Arbeitskreis heimische Orchideen

 

Der Arbeitskreises Heimische Orchideen (AHO) im BUND NRW engagiert sich in ganz Nordrhein-Westfalen beim Schutz und bei der Pflege von Lebensräumen der heimischen Orchideenarten. Daneben werden für jeden offene Exkursionen angeboten, Vorträge gehalten, Bilderausstellungen organisiert. Der AHO steht als Ansprechpartner für Biologische Stationen, Untere Landschaftsbehörden etc. zur Verfügung und arbeitet vor Ort eng mit den anderen Akteuren im lokalen Naturschutz zusammen. 

 

Der AHO NRW wurde 1983 als landesweiter Arbeitskreis des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. gegründet. Der Arbeitskreis umfasst zur Zeit etwa 220 ehrenamtliche Mitarbeiter. Regionale Gruppen des AHO NRW existieren derzeit in der Eifel und in Westfalen und sorgen für eine effektive Arbeit vor Ort.

 

Der AHO NRW betreibt aktiven Naturschutz in Form von Pflegearbeiten.
Orchideen in unseren Breiten sind meist Pflanzen in einer Kulturlandschaft, die sich ihren Lebensraum mit vielen anderen (seltenen) Pflanzen und Tieren teilen. Nur eine extensive Nutzung sichert ihr Überleben. Ökologisch wertvolle Gebiete, die durch das Fehlen extensiver Nutzung verbuscht oder verkrautet sind, werden in einer sog. Erstpflege entbuscht, gemäht und freigeräumt. Gebiete, die nicht in Nutzung genommen werden können, werden regelmäßig gepflegt.

 

Der AHO NRW sieht seine Aufgaben in der Erforschung, dem Schutz und der Erhaltung der heimischen Orchideen-Flora. In diesem Zusammenhang geben die AHO’s in Deutschland eine zweimal jährlich erscheinende Zeitschrift als gemeinsames Mitteilungsblatt heraus, in der Beiträge zur Erhaltung, Erforschung und Verbreitung europäischer Orchideen veröffentlicht werden.

 

Der AHO NRW betreibt intensive Öffentlichkeitsarbeit im Sinne des Natur- und Artenschutzes. Es werden Regionaltreffen veranstaltet, Diavorträge gehalten, Seminare ausgerichtet und Exkursionen angeboten. Eine mobile Stellwand- Ausstellung sowie rahmenlose Bildträger mit Fotos und Kurztexten zum Thema „Heimische Orchideen“ stehen auf Anfrage zur Verfügung.      

 

Der AHO NRW versucht möglichst alle Vorkommen der Orchideen in NRW – aktuell und historisch – zu erfassen. Mitarbeiter und Freunde des AHO NRW kartieren Fundorte nach einer speziellen Kartierungsanleitung. Alle an den AHO gemeldeten Fundortdaten werden vertraulich behandelt! Gleichzeitig werden jährlich Kartierungsexkursionen durchgeführt und Literaturangaben zur Verbreitung der heimischen Orchideenarten wird gesichtet und ausgewertet.

 

Der AHO NRW arbeitet mit Naturschutzverbänden und Behörden zusammen.
Der AHO spricht mit ortsansässigen Naturschutzverbänden, Behörden und Biologischen Stationen Schutzmaßnahmen für Orchideen-Biotope ab. Er bietet fachlichen Rat und praktische Hilfe an. 

 

 

Kontakt

Arbeitskreis heimische Orchideen

Geschäftsstelle
Wilfried Kuhn
Am Zuckerloch 12
42111 Wuppertal

Telefon: 02 02/ 77 23 55

E-Mail: info@aho-nrw.de

www.aho-nrw.de

 



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BUNDpositionen: 13 Punkte-Programm für ein ökologisches Jagdgesetz

SPD und Grüne haben mit ihrem Koalitionsvertrag den „Paradigmenwechsel“ bei der Jagd angekündigt. Doch die bisherigen Anzeichen deuten nicht darauf hin, dass man Anschauung und Ausrichtung wirklich ändern möchte. Dabei ist das einer der Schlüssel zum Erhalt der Biodiversität in NRW. Daher hat der BUND das „13-Punkte-Programm für ein ökologisches Jagdgesetz“ vorgelegt, das aufzeigt, welche Veränderungen tatsächlich notwendig sind.

 

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