BUNDcache – Regeln für ein naturschutzverträgliches Geocaching

Geocaching, eine Mischung aus Geländespiel, Stadt-Rallye und Schatzsuche, hat sich in den letzten Jahren zu einem bei allen Altersgruppen beliebten Hobby entwickelt.

Als Methode sind Geocaching und seine betreute Variante, die GPS-Bildungsrouten, sowohl für die Kinder- und Jugendarbeit als auch für die Vermittlung von Umwelt- und Naturschutzthemen geeignet. Denn hierbei wird Geocaching als Instrument eingesetzt, um junge Menschen nach draußen in die Natur zu locken, für Themen des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes zu sensibilisieren und zu einer weitergehenden Beschäftigung mit dem Themenbereich zu motivieren.

Dabei sind jedoch Konflikte mit dem Naturschutz möglich. Um diese zu vermeiden ist die Einhaltung nachfolgender, dem BUNDcaching entsprechender Regeln erforderlich:

  • Generell gilt, dass man zum Schutze von Flora und Fauna nur Wege oder zumindest ihre Nahbereiche nutzen sollte.
  • Schutzgebiete wie bspw. Naturschutzgebiete, Naturdenkmäler oder Nationalparks sind wertvolle Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen, in welchen die ausgewiesenen Wege nicht verlassen werden dürfen. Caches werden hier daher ausschließlich auf oder unmittelbar am Weg platziert!
  • Achtung auch bei gesetzlich geschützten Biotoptypen wie Gewässerufern, Mooren, Heiden, Magerwiesen und –weiden, Trocken- und Halbtrockenrasen, Dünen, Quellbereichen, Nass- und Feuchtgrünland, Bruch- und Sumpfwäldern, Auwäldern, Schluchtwäldern, Felsen, Höhlen und Stollen, Schutt- und Geröllhalden, die oft nicht im Gelände kenntlich gemacht sind: Hier ist Suchen und Verstecken abseits ausgewiesener Wege natürlich absolut tabu!
  • Baum-, Fels- und Erdhöhlen sowie Nistkästen sind gute Verstecke – aber als Ruhe- und Fortpflanzungsstätten für teilweise bedrohte Tierarten kommen sie zum Geocachen nicht in Frage.
  • Das Vergraben von Behältern aus nicht natürlichen Stoffen wie z.B. Dosen ist gegen die allgemeinen Geocaching-Spielregeln.
  • Potenziell gefährliche Stoffe, Lebensmittel und stark riechende Gegenstände gehören generell nicht ins Cache. Dies gilt in jedem Fall für dauerhaft angelegte Caches – bei luftdicht verschlossenen Schätzen von Bildungsrouten, die erst unmittelbar vor der Begehung versteckt und anschließend wieder entfernt werden, können wir Ausnahmen machen.
  • Alle Orte, die gefährlich sind, sind logischerweise vom Geocachen ausgeschlossen. Dazu zählen u.a. stillgelegte Industrieanlagen, Gleisanlagen, Schleusen, Autobahnen, Flughäfen, Schießanlagen oder explosions- bzw. einsturzgefährdete Gebäude. Geocaches müssen frei zugänglich und legal erreichbar sein. Privatgrundstücke oder Orte, bei denen erst Eintritt bezahlt werden muss, scheiden also auch aus.
  • Da viele Geocacher/innen minderjährig sind, weisen die allgemeinen Geocachin-Regeln auch auf das Verbot von Artikeln ohne Jugendfreigabe hin, u. a. Alkohol, Tabak, Waffen.
  • Im Interesse der Natur und Erholungssuchenden ist ruhiges Verhalten angesagt.
  • Mitgeführte Hunde sind anzuleinen.
  • GeocacherInnen hüten sich insbesondere vor „Muggeln“ (Unbeteiligten) und davor, diese auf Verstecke oder eine Geocaching-Route aufmerksam zu machen, es sei denn diese entsprechen nicht den BUNDcache-Regeln.
  • BUNDcacher/innen wirken darauf hin, dass sich andere Geocacher an die naturschutzverträglichen Regeln halten und nicht diesen Regeln entsprechende Caches unverzüglich löschen.


  • Direkt zur Online-Spende, Foto: eyewire / fotolia.com
  • Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Was ist Geocaching?

Geocaching, auch GPS-Schnitzeljagd genannt, ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Die Verstecke („Geocaches“, kurz „Caches“) werden anhand geografischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Mit genauen Landkarten ist auch die Suche ohne GPS-Empfänger möglich. Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene kleine Tauschgegenstände befinden. Der Besucher kann sich in ein Logbuch eintragen, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. Der Fund kann im Internet auf der zugehörigen Seite vermerkt und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt werden. So können auch andere Personen – insbesondere der Verstecker oder „Owner“  – die Geschehnisse rund um den Geocache verfolgen. Wesentlich beim gesamten Such- und Tauschvorgang ist, dass von anderen anwesenden Personen das Vorhaben nicht erkannt wird und so der Cache Uneingeweihten verborgen bleibt. [Quelle: Wikipedia]

Suche