Der Bau von Massentierhaltungsanlagen boomt. In Nordrhein-Westfalen gilt dies derzeit vor allem für die Hähnchenmast. Es entstehen riesige Anlagen mit vielen zehntausenden Tieren. Entsprechend groß ist der Anfall an Kot und Gülle und der damit einhergehende Gestank. Für die Anwohner kann dies zu einer großen Belastung werden. Geruch, Lärm und zunehmende Transporte können zudem den Wert ihrer Grundstücke mindern.
Genehmigungsverfahren stark vereinfacht
Im Juni 2007 wurde u.a. auf Initiative der damaligen schwarz-gelben Landesregierung die Genehmigung von Massentierhaltungsanlagen durch ein „Beschleunigungsgesetz“ erheblich vereinfacht. Seitdem muss erst ab 60.000 Hennen eine Umweltverträglichkeits-prüfung (UVP) durchgeführt werden, statt wie zuvor ab 42.000 Tieren. Dieselbe Änderung wurde für die Haltung von Puten eingeführt. Für Ferkel wurde die Grenze von 6.000 auf 9.000 Tiere angehoben.
Betroffene wehren sich
Viele BUND-Gruppen wehren sich vor Ort gegen diese Entwicklung, betroffene Bürgerinnen und Bürger schließen sich zu Initiativen zusammen und versuchen, die Genehmigung industrieller Tierfabriken zu verhindern.
Zur Unterstützung des Widerstandes hat der BUND-Bundesverband nachfolgende Materialien erstellt (Hinweis: Die Leitfäden werden in Kürze aktualisiert!):
BUND-Leitfaden für betroffene Bürger und Bürgerinitiativen (Argumentationshilfe, Recht)
BUND-Leitfaden (Erfahrungen und Empfehlungen aus der Praxis
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