BUND-Bürgerversammlung zu geplanten Putenmastanlagen im Kreis Euskirchen - Mitdiskutieren ausdrücklich erwünscht!

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland bietet allen Interessierten am Dienstag, den 1. März 2011 um 19.30 Uhr in der „Alten Schule“ im Weißdornweg in Antweiler ein Diskussionsforum zu den geplanten Puten-mastanlagen im Kreis Euskirchen. Anlass sind die bekannt gewordenen Vorhaben in Mechernich–Antweiler, in Euskirchen in der Monikastraße und an einem Standort in Zülpich.

Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW und Autor zweier Studien zur Putenhaltung, berichtet über die Haltungs-bedingungen in Putenmastanlagen; ebenso sollen die bisher vorliegenden Informationen zu den einzelnen Vorhaben im Kreisgebiet zusammentragen werden. Dazu sind ein Antrag-steller einer neuen Mastanlage und ein Vertreter der Genehmigungsbehörde eingeladen. Anschließend kommen alle Interessierten und Anwohner zu Wort und sollen gemeinsame Aktivitäten gegen neue Agrarfabriken geplant werden.

BUND: Keine Putenmast in Mechernich – Vorrang für Tierschutz

Düsseldorf / Mechernich, den 11.01.2011 - Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft dazu auf, die Planung einer neuen Putenmastanlage in Mechernich zurückzuziehen. „Egal an welchem Standort: Die Intensivmast von Puten ist in keiner Weise tierschutzgerecht“, so Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW. Umfassende Studien des BUND-Landesverbandes in den Jahren 2003 und zuletzt 2008 haben gezeigt, dass landesweit in fast allen Ställen drangvolle Enge herrscht, es den Tieren an Auslauf fehlt und ihnen die Schnäbel gekürzt werden.

Besonders problematisch sind aus BUND-Sicht die hohe Besatzdichte und die
auf unnatürlich schnelles Wachstum ausgerichtete ‚Extremzucht’. Viel zu viele Tiere auf engem Raum und die schnelle Gewichtszunahme führen in der Praxis dazu, dass die an sich lauffreudigen Tiere in der Endphase der Mast immer länger und dicht beieinander am Boden liegen. Die Einstreu im Stall kann dann kaum noch gewechselt werden und verkotet. Die Tiere bepicken sich in Folge der Monotonie oft gegenseitig und fügen sich dabei Verletzungen zu. Weitere Folge derartig intensiver Haltungsbedingungen sind u.a. schmerzhafte Skelettkrankheiten.

Der der Landesverband und die Kreisgruppe Euskirchen des BUND lehnen diese
Art der Tierhaltung deshalb aus grundsätzlichen Erwägungen ab.

Die Studie zur Putenhaltung in NRW finden sie hier..

Putenhaltung in NRW: „Extremzucht verbieten – Kontrollen verbessern

Foto: K.-B. Jansen

BUND-Recherche zeigt anhaltende Missstände in der Putenhaltung

13.01.2009 - „Der Großteil der mehr als 1,3 Mio. Puten in NRW wird nicht tiergerecht in Intensivmast gehalten. Dies bedeutet durchweg zu enge Ställe, fehlender Auslauf für die Tiere und ein Kürzen der Schnäbel”, so das Ergebnis einer Recherche des NRW-Landesverbandes des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) zur Situation in den Putenmastanlagen im Lande. Anlässlich des Beginns der ‚Grünen Woche’ am kommenden Donnerstag in Berlin kritisiert der BUND, mit welcher ‚Schönfärberei’ dort Tierhaltung dargestellt wird und wie trist die Realität in den heimischen Ställen aussieht. mehr

BUNDhintergrund „Putenhaltung in NRW - Ergebnisse einer BUND-Recherche 2009“

 



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