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Tierschutz in der Landwirtschaft

Wer Tiere hält, hat Verantwortung! Für den BUND heißt das: Artgerechte Tierhaltung gemäß den Kriterien des Öko-Landbaus und von NEULAND.

 

Im Jahr 2009 wurden auf in den landwirtschaftlichen Betrieben in Nordrhein-Westfalen allein 1,4 Mio Rinder, 6,5 Mio Schweine und mehr als 10 Mio. Legenhennen, Masthähnchen und Puten gehalten. Artgerechte Tierhaltung erfolgt dabei nur in einer geringen Anzahl von Betrieben. Gackernde und scharrende Hennen und grasende Kühe auf der Weide zieren gerne die Verpackungen unserer Lebensmittel, draußen in der Landschaft sucht man sie allerdings immer öfter.

 

 

Auch die Konzentration der Tierhaltung schreitet ungebremst voran: Während die Anzahl der viehhaltenden Betriebe in NRW bei allen Tierarten seit vielen Jahren stark rückläufig ist, wachsen zugleich die Bestände von Schweinen, Enten und Puten weiter an. Beim Rindvieh ist ein Rückgang der Betriebe vor allem in unseren Mittelgebirgs-regionen zu verzeichnen, also ausgerechnet dort, wo Kühe extensiv auf Grünland gehalten werden und die zumeist noch bäuerlich geprägten Betriebe damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft und zum Naturschutz leisten.

 

 

Kein weiteres Einknicken vor den Tierfabrikanten!

Der Tierschutz hat nicht nur in den Betrieben, sondern auch in der Politik einen schweren Stand. So wehrte die schwarz-gelbe NRW-Landesregierung 5 Jahre lang jegliche Verbesserungen bei der landwirtschaftlichen Tierhaltung ab und senkte vielfach die Standards: Der Schweinehaltungserlass der Vorgängerregierung wurde als ‚Kuschelerlass’ diffamiert und unmittelbar nach Amtsübernahme aufgehoben, das längst beschlossene Verbot der Käfighaltung für Legehennen auf (Bundesrats-)Initiative der Landesregierung wieder gekippt sowie eine weitere Initiative gegen das Schnäbelkurzen bei Mastputen ‚kassiert’. Der sowohl im Grundgesetz als auch in der NRW-Landesverfassung verankerte Tierschutz wurde regelmäßig als ‚Wettbewerbs-hindernis’ bezeichnet, die Genehmigung von Massentierhaltungsanlagen unterdessen auf Initiative der NRW-Landesregierung und anderer Bundesländer 2007 durch ein „Beschleunigungsgesetz“ erheblich vereinfacht. Die Regierung folgte damit einträchtig der Lobby der Geflügelzüchter und Schweineproduzenten.

Der BUND erwartet, dass die neue Landesregierung die getroffenen Fehlentscheidungen ihrer Vorgänger zügig revidiert und neue Impulse zur Stärkung des Tierschutzes setzt.

 

 

Missstände aufdecken, Alternativen aufzeigen, Macht als VerbraucherInnen nutzen

Der BUND tritt an vielen Stellen aktiv für Verbesserungen des Tierschutz ein. In zwei umfangreichen Studien haben wir eindrucksvoll die Missstände in der Haltung von Mastputen in NRW belegt, an denen sich bis heute nicht geändert hat. Mit der Kampagne ‚Kein Ei mit der 3’ rufen wir zum Boykott von Käfigeiern auf. Mit Einkaufsführern für Bio-Lebensmittel unterstützen BUND-Gruppen die umwelt- und tierschutzgerechte Erzeugung in der Region. Und gleich mehrere BUND-Gruppen wehren sich derzeit gegen geplante Hähnchenmastanlagen im Rheinland und Westfalen.  

 



Direkt zur Online-Spende, Foto: eyewire / fotolia.com
Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Wer bekommt mein Geld?

Wussten Sie, dass Sie jedes Jahr weit über 100 Euro an Steuern zahlen, die Brüssel für die Landwirtschaft ausgibt? So kommen jährlich über 50 Milliarden Euro zusammen.

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