BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


BUND-Obstwiesenschutz vor Ort

Apfelsaftprojekte – Obstbaumpflanzungen – Beratung - Schnittkurse

 

Von Heinsberg und Nettetal an der niederländischen Grenze bis hin nach Ostwestfalen engagieren sich fast 20 BUND-Gruppen in Nordrhein-Westfalen im Streuobstwiesenschutz.

 

 

Sie...

 

... legen neue Obstwiesen an und pflanzen in alten Streuobstbeständen junge Bäume nach,

... schneiden regelmäßig die Gehölze und ‚erziehen’ sie beim Kronenaufbau,

... pflegen und schützen die Bäume durch das Anbringen eines Verbissschutzes, das Offenhalten von Baumscheiben und viele andere praktische Arbeiten, mähen die Wiesen oder lassen sie mit Schafen beweiden,

... sammeln Jahr für Jahr tonnenweise Streuobstäpfel und richten zur Erntezeit Sammelstellen ein; dabei belohnen sie die Obstwiesenbesitzer mit einem höheren Preis als allgemein üblich und lassen die Früchte zehntausenden Flaschen naturtrüben Safts vermosten,

... kartieren die heimischen Obstwiesen und erarbeiten Vorschläge, die Flächen langfristig zu sichern und zu erhalten,

... bieten Schnittkurse und Führungen an, organisieren Sortenbestimmungen, Apfelfeste und Vorträge, beraten die Öffentlichkeit bei vielen praktischen Fragen rund um den Obstwiesenschutz.

 

Die Arbeit zeigt Erfolge und macht Freude! Wir möchten deshalb steckbriefartig die Vielfalt der Streuobstaktivitäten im BUND NRW vorstellen. Ebenso erfahren Sie, wo in Ihrer Region BUND-Streuobstapfelsaft erworben werden kann und Schnittkurse angeboten werden.

 

 

Für alle Projekte gilt:

Wer mitmachen möchte, ist herzlich willkommen! Ob beim praktischen Einsatz auf der Obstwiese oder der Mithilfe bei der Annahme der Streuobstäpfel: Viel Bewegung an frischer Luft ist garantiert, ebenso erfahren Sie vieles Neues über den Lebensraum Obstwiese, Gehölzschnitt etc. Bitte einfach mit den jeweiligen AnsprechpartnerInnen Kontakt aufnehmen.

 

 

Altenberge (Kreis Steinfurt)

Foto: D. Jansen

Apfelsaftprojekt:

Seit 1996 sammelt der BUND Altenberge Streuobstäpfel und richtet eine Sammelstelle hierfür ein. Er lässt die Früchte vermosten und vermarktet den Saft in der Region.

 

Weitere Aktivitäten:

Beratung und Hilfe bei der Pflege von Obstwiesen und Obstbaumschnitt sowie der Vermarktung von Tafelobst, Organisation von Apfelfesten (teilweise mit mobiler Saftpresse), Schnittkurse.

 

Ansprechpartnerin:
Rose Heilmann, rose.heilmann@web.de; weitere Informationen unter http://www.bund-altenberge.de/ 

Bochum

Unverzichtbar: Der richtige Obstbaumschnitt; Foto: D. Jansen

Apfelsaftprojekt Bochum / Ennepe:

Seit 1995 sammelt der BUND in Bochum, Witten, Hattingen und Sprockhövel Streuobstäpfel und richtet Sammelstellen hierfür ein. Die Früchte werde vermostet und in mehreren Verkaufsstellen und Einrichtungen in den genannten Kommunen angeboten.

 

Weitere Aktivitäten:

Der BUND Bochum hat die Obstwiesen im Stadtgebiet in den Jahren 1994-96 systematisch kartiert und bewertet und ein Obstwiesenschutzkonzept erstellt. In mehreren alten Obstwiesen wurden Bäume nachgepflanzt und geschnitten, um die Bestände langfristig zu erhalten. Zweimal jährlich wird ein Schnittkurs angeboten. Bei Bedarf organisiert der BUND Sammelbestellungen für altbewährte, hochstämmige Obstbäume.

 

Ansprechpartnerin:

Annette Hoffstiepel, annette.hoffstiepel@bund-bochum.de; weitere Informationen unter http://www.bund-bochum.de/index.php/streuobstwiesen

Dortmund

Apfelsaftprojekt:

Seit dem Projektstart im Jahr 2005 sammelt die BUND-Kreisgruppe Dortmund Streuobstäpfel. Sie lässt die Früchte vermosten und vermarktet den Saft in der Region.

 

Weitere Aktivitäten:

Der BUND pflegt eine Obstwiese mit rd. 40 Obstbäumen und schneidet diese regelmäßig. Je nach Bedarf wird ein Schnittkurs angeboten.

 

Ansprechpartner:

Birger Dunsche, b.dunsche@bund-dortmund.de

Freckenhorst (Kreis Warendorf)

Anlage einer Obstwiese; Foto: A. Baumgartner

Aktivitäten:

Die BUND Kreisgruppe Warendorf legte 1998 gemeinsam mit dem örtlichen Naturschutzbund in Freckenhorst eine Streuobstwiese neu an und pflegt sie seitdem.

 

Ansprechpartnerin:

Hiltrud Brüggemann, Tel. 02583 / 3239; weitere Informationen unter http://bund-waf.de/

Geilenkirchen / Übach-Palenberg (Kreis Heinsberg)

Apfelsaftprojekt:

Seit 1990 sammelt der BUND Streuobstäpfel und richtet Sammelstellen hierfür ein. Viele Jahre hat er die Früchte mit einer eigenen Presse vermostet, seit 2006 wird das Obst an eine Kelterei geliefert.

 

Weitere Aktivitäten:

Der BUND hat im Kreis Heinsberg - insbesondere in Geilenkirchen / Übach-Palenberg - bislang fünf neue Obstwiesen angelegt. Er pflanzte in vorhandenen alten Streuobstbeständen rd. 200 Bäume nach und pflegt und bewirtschaftet einige Obstwiesen, um diese dauerhaft zu erhalten. Ebenso setzt er sich bei der Aufstellung von Landschaftsplänen durch den Kreis Heinsberg für Schutz und Erhalt dieser Lebensräume ein.

 

Ansprechpartner:

Heiner Molz, heiner.molz@web.de

Grevenbroich

Pflege und Entwicklung der 2,4 ha großen, alten Streuobstwiese auf der Stadtparkinsel mit ca. 100 Obstbäumen.

Projekte:

Versaftung der Äpfel mit dem Neusser Saftmobil, Obstbaumschnitt-Seminare mit der Biologischen Station, Kartierung der Wiese und Nachpflanzung mit regionalen Sorten.

Kontakt:

Rolf Behrens, Schillerstr. 42, 41515 Grevenbroich, Tel 02181-43040, rolf.behrens@bund.net

Weitere Informationen unter http://www.bund-kreis-neuss.de/ortsgruppen/grevenbroich_rommerskirchen/obstwiese_im_stadtpark/

Herne

Foto: D. Jansen

Aktivitäten:

In Herne hat der BUND bislang gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern wie z.B. Schulen und der Biologischen Station sechs Obstwiesen neu angelegt. Insgesamt wurden dabei rund 230 Bäume gepflanzt. Nachpflanzungen, Pflegeschnitte und die Mahd der Wiesen sind nun die selbstverständlichen Folgeaufgaben, um den langfristigen Bestand der Wiesen und die wohlwollende Akzeptanz in der Bevölkerung zu sichern. Gerne werden Beratungen zu Standort und Sortenwahl und anderen Fragen der Obstbaupflanzung durchgeführt. Interessierte können sich nach Absprache die Obstwiesen gerne gemeinsam mit dem BUND anschauen.

 

Ansprechpartnerin:

Hiltrud Buddemeier, hi.buddemeier@t-online.de

 

Hürth

Aktivitäten:

Der BUND Hürth betreut und pflegt mehrere Obstwiesen, schneidet jährlich rd. 50 Obstbäume und bietet seit vielen Jahren allen Interessierten einen Schnittkurs an. Zudem pflanzt die Stadt Hürth ‚BUND-Hochzeitsbäume’.

 

Ansprechpartner:

Sebastian Schöne, sebastian.schoene@bund.net

 

Inden / Langerwehe (Kreis Düren)

Aktivitäten:

Die BUND Ortsgruppe Inden / Langerwehe schneidet gemeinsam mit den Eigentümern von Privatgärten Obstbäume, bietet jährlich drei Schnittkurse an, berät rund um den Obstwiesenschutz und presst bei der herbstlichen Pflanzentauschbörse Äpfel von Streuobstwiesen.

 

Ansprechpartnerin:

Kerstin Delahaye, thermomix@web.de; weitere Informationen unter http://vorort.bund.net/luna/willkommen.html

Lemgo (Kreis Lippe)

Streuobstwiese n Lemgo; Foto: BUND Lemgo

Aktivitäten:

Der BUND Lemgo hat zwischen 1988 und 1996 drei Obstwiesen in Welstorf, Brake-Lindenhaus und Kirchheide mit insgesamt rd. 500 Obstbäumen kartiert und pflegt und schneidet seit 1988 diese Streuobstbestände. Insgesamt wurde bis heute rund 250 Apfel-, Birnen-, Süßkirschen-, Pflaumen-, Zwetschgen- und Walnussbäume nachgepflanzt. Die gewonnen Früchte bzw. der Apfelmost werden nicht vermarktet, sondern an die engagierten BUND-Mitglieder abgegeben. Der BUND Lemgo bietet jährlich Demonstrationsschnitte an und informiert über Veredlungsmethoden. Hinzu kommen Apfelprobierexkursionen und Vorträge mit der VHS Lemgo, Sortenbestimmungen und Informationsstände. Hervorzuheben sind der von der Ortsgruppe Lemgo im Jahr 2010 errichtete Obstsortenlehrpfad mit über 30 Sortentafeln, eine umfangreiche Obstortendatenbank und das Literaturverzeichnis ‚Pomologie und Obstbau’.

 

Ansprechpartner:

Willi Hennebrüder, kontakt@bund-lemgo.de; weitere Informationen unter http://www.bund-lemgo.de/

 

Lüdinghausen (Kreis Coesfeld)

Apfelsaftprojekt:

Seit 1995 sammelt der BUND Lüdinghausen Streuobstäpfel und richtet Sammelstellen hierfür ein. Er lässt die Früchte vermosten und vermarktet den Saft in der Region.

 

Weitere Aktivitäten:

Der BUND hat die Obstwiesen in / um Lüdinghausen systematisch kartiert, mehrere Obstwiesen neu angelegt, pflanzt in vorhandenen Beständen nach und pflegt diese, um sie langfristig zu erhalten. Seit 2006 Bewirtschaftung und Pflege einer 2 ha große Streuobstwiese mit Blänke.

 

Ansprechpartnerin:

Ilse Evertz, ilsebille@web.de

Mülheim/Ruhr

Streuobstwiesen sind Lebensraum zahlreicher Tierarten; Foto: BUND-Lemgo

Aktivitäten:

Die BUND-Kreisgruppe Mülheim hat seit 1985 rd. 15 neue Obstwiesen angelegt und in vorhandenen alten Streuobstbeständen weit über 100 Bäume nachgepflanzt. Sie pflegt und bewirtschaftet einige Obstwiesen und informiert die Öffentlichkeit zu vielen praktischen Fragen rund um den Obstwiesenschutz. Gelegentlich sammelt der BUND auch Streuobstäpfel bzw. richtet Sammelstellen hierfür ein; die Früchte werden anschließend in einer regionalen Mosterei versaftet.

 

Ansprechpartner:

Thorald vom Berg, bund.muelheim@bund.net

Nettetal (Kreis Viersen)

Aktivitäten:

Der BUND Nettetal hat in Anschluss an einen vorhandenen alten Streuobstbestand eine Obstwiese mit Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäumen neu angelegt und schneidet die Bäume. Die hier gereiften Äpfel werden im Rahmen eines NABU-Projektes gepflückt bzw. aufgesammelt und anschließend verkauft bzw. vermostet. Um den Obstbongert zu schützen und weitere wertvolle Kleinstrukturen zu schaffen, pflanzte der BUND entlang einer Seite zusätzlich eine Buchenhecke, die er seitdem mitpflegt.

 

Ansprechpartner:

Guido Gahlings, guidogahlings@web.de

Neuss

Das Neusasser Saftmobil im Einsatz; Foto: BUND Neuss

Apfelsaftprojekt:

Seit 2002 sammelt die BUND Ortsgruppe Neuss-Kaarst Streuobstäpfel bzw. richtet Sammelstellen hierfür ein und lässt die Früchte zum ‚Nüsser Appel’ vermosten. Seit der Erntesaison 2007 werden die Äpfel mit einer mobilen Saftpresse (www.neusser-saftmobil.de) direkt an den Sammelstellen verarbeitet  und wird der Streuobstsaft in 5-Liter-Gebinden abgefüllt.

 

Weitere Aktivitäten:

Im Jahr 1999 hat die BUND Ortgruppe Neuss eine Obstwiese neu angelegt, die sie seitdem pflegt.

 

Ansprechpartnerin:

Ingeborg Arndt, ingeborg.arndt@bund.net

Olfen (Kreis Coesfeld)

Apfelsaftprojekt:

Seit mehr als zehn Jahren sammelt der BUND Olfen Streuobstäpfel und richtet eine Sammelstelle hierfür ein. Er lässt die Früchte vermosten und vermarktet den Saft in der Region.

 

Weitere Aktivitäten:

Der BUND Olfen pflegt zwei angepachtete Obstwiesen, schneidet die Bäume regelmäßig, berät alle Interessierten rund um den Obstwiesenschutz und richtet jährlich ein BUND-Apfelfest aus.

 

Ansprechpartnerin:

Elisabeth Hatebur, lhatebur@gmx.de

Rhein-Sieg-Kreis

Obstwiese mit Schafbeweidung; Foto: D. Jansen

Aktivitäten:

Die BUND Kreisgruppe Rhein-Sieg hat in Lohmar und Alfter zwei Obstwiesen neu angelegt. Sie pflanzt in vorhandenen alten Obstwiesen Bäume nach und pflegt und bewirtschaftet drei Obstwiesen in Bornheim, Niederpleis und Niederkassel, um diese dauerhaft zu erhalten. Eine Fläche wird mit Schafen (Schäfer) beweidet, der Rest gemäht (Biostation, Kommunen). Die Gruppe verfügt über Erfahrungen im Sommerschnitt bei Jungbäumen und der kleinteiligen Mosaikmahd sowie Infotafeln zur Obstsortenvielfalt. Besondere Tierarten im Gebiet der Obstwiesen: Waldohreule, Steinkauz, Grünspecht, Ringelnatter, Zauneidechse.

 

Ansprechpartnerin:

Ute Köhler, ute.koehler@bund-rsk.de; weitere Informationen unter www.bund-rsk.de/streuobstwiesen.html

Schwerte / Fröndenberg (Kreis Unna)

Apfelsaftprojekt:

Seit 2006 sammelt und erntet der BUND Schwerte / Fröndenberg Äpfel auf einer von ihm bewirtschafteten Streuobstwiese, lässt die Früchte vermosten und vermarktet den Saft in der Region.

 

Weitere Aktivitäten:

Der BUND pflegt eine angepachtet Obstwiese und schneidet dort regelmäßig die Bäume. Er berät mit Infoständen zu vielen praktischen Fragen rund um den Obstwiesenschutz und wird in Kürze auch Schnittkurse anzubieten.

 

Ansprechpartner:

Frank Weissenberg, frank.weissenberg(@)bund.net; weitere Informationen unter www.bund-schwerte.de/streuobstwiese.php

Waltrop (Kreis Recklinghausen)

Foto: D. Jansen

Apfelsaftprojekt:

Seit 1997 sammelt der BUND Waltrop Streuobstäpfel und richtet Sammelstellen hierfür ein. Die Vermarktung des Saftes erfolgt regional.<//font>

 

Weitere Aktivitäten:

Die BUND Ortsgruppe Waltrop pflegt eine von der Stadt angelegte Streuobstwiese und schneidet bei Bedarf bzw. auf Anfrage Obstbäume. Sie pflanzt in bestehenden Obstwiesen gelegentlich Bäume nach und berät an den Obstsammelstellen, aber auch an Infoständen in der Stadt, auf Hoffesten, Apfelfesten sowie bei anderen Anlässen zu vielen Fragen rund um den Obstwiesenschutz.

 

Ansprechpartnerin:

Dorothee Schomberg, heidecrew@aol.com

 

Quelle: http://www.bund-nrw.de/themen_und_projekte/landwirtschaft_gentechnik/obstwiesenschutz_streuobstvermarktung/bund_streuobstprojekte_in_nrw/