BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


BUND-Kampagne: Keine Gentechnik auf kommunalen Flächen!

Gentechnikfreie Zone Hilden; Foto: BUND-Archiv

Viele Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen sind Eigentümer landwirtschaftlich genutzter Flächen, die sie an örtliche Landwirte verpachten. Sie haben somit über die Pachtverträge unmittelbar Einfluss darauf, ob auf ihren eigenen Flächen genmanipuliertes Saat- oder Pflanzgut ausgebracht wird oder nicht. Der BUND appelliert an die Kommunen, ihren Gestaltungsspielraum konsequent für den Erhalt einer gentechnikfreien Landwirtschaft und gentechnikfreier Lebensmittel zu nutzen und den Anbau genmanipulierter Pflanzen auf den eigenen Flächen pachtvertraglich auszuschließen.

Aktiv vor Ort – mit Erfolg!

Der BUND NRW hat hierfür einen Musterbrief an die Kommunen erstellt, in dem diese aufgerufen werden, bei der Neuverpachtung landwirtschaftlicher Flächen und der Verlängerung auslaufender Pachtverträge den Gentech-Anbau auf den eigenen Flächen zu untersagen.

Mit Erfolg: viele BUND-Gruppen, aber auch andere Initiativen sowie Parteien haben diese Idee bereits aufgegriffen und landauf landab das Anliegen in die Stadt- / Gemeinderäte und Kreistage eingebracht und die genkritische Diskussion vor Ort belebt. Abhängig von den politischen Mehrheiten in den Räten gibt es Zustimmung und Ablehnung, in jedem Fall wird jedoch das Bewusstsein für das Thema geschärft. Bereits 235 Kommunen (Stand: Juli 2010) haben bislang derlei vorbildliche Beschlüsse gefasst, davon 24 in Nordrhein-Westfalen (u.a. die Städte Bochum, Dortmund, Herdecke, Kamen, Mechernich, Münster, Nettetal, Wetter, der Ennepe-Ruhr-Kreis und der Kreis Unna).

Die Kampagne geht weiter!

Die Landesgeschäftsstelle hält den fortlaufend aktualisierten Musterantrag auch als Word-Datei bereit. Ansprechpartner ist Ralf Bilke, Tel. 0211 / 302005-20, ralf.bilke@bund.net

 

Quelle: http://www.bund-nrw.de/themen_und_projekte/landwirtschaft_gentechnik/gentechnik/keine_gentechnik_auf_kommunalen_flaechen/