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Bündnis für den Erhalt der gentechnikfreien Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen

BUND-Demo gegen Gentechnik in der Landwirtschaft 2008; Foto: P. Kröfges

Hintergrund

Im Dezember 2003 gründete sich auf Initiative der nordrhein-westfälischen Landesverbände von Bioland, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Naturschutzbund Deutschland (NABU) ein breites Bündnis für den Erhalt der gentechnikfreien Landwirtschaft. Gemeinsame Ziele der Vertreter aus Anbauverbänden, Umwelt- und Naturschutz, Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Lebensmittel-verarbeitern und Lebensmittelhandel sind die langfristige Sicherung einer gentechnikfreien Landwirtschaft und gentechnikfreier Lebensmittel, die Stärkung des Verbraucherschutzes und der Erhalt gentechnikfreien Saatguts. Die Eckpunkte hierfür hat das Bündnis mit seinen  27 Mitgliedsorganisationen und Unternehmen seiner Grundsatzerklärung zusammengefasst.

 

Aktivitäten

Der Auftaktaktion des Bündnisses folgte in den Jahren 2004/2005 u.a. die Teilnahme an mehreren hochrangig besetzten Podiumsdiskussionen mit Landwirtschaftsministerin Höhn und Vertretern des Rheinischen bzw. Westfälisch-Lippischen Landwirtschafts-verbandes, dem landesweiten Bioerlebnistag in Köln (Infostand, Luftballon-wettbewerb), ein Brief an das NRW-Umweltministerium (Kein genmanipuliertes Saatgut auf landeseigene Flächen!), die Beteiligung an einer Aktion vor der Zentrale der Raiffeisen in Bonn (Thema: Verkauf von gentechnikfreien Futtermitteln sicherstellen) sowie ein Gespräch mit Landwirtschaftminister Uhlenberg zur künftigen Gentechnik-politik der Landesregierung.

 

Mit einer gemeinsamen Presseerklärung zu Haftungsregelung und Informationspflicht bei Gentech-Anbau mischte sich das Bündnis am 1. Februar 2006 in die öffentliche Diskussion über die geplanten Änderungen des Gentechnikgesetzes ein. Am 3. März 2006 zeigten wir vor Ort Flagge: Mit einer einer Überraschungsaktion vor dem Saatgutunternehmen Limagrain in Greven beteiligten wir uns am bundesweiten Aktionstag der Bündnisse für gentechnikfreie Landwirtschaft in Deutschland.

Unter dem Motto 'Kein Genmais auf unsere Äcker' das Bündnis am 25.06.06 und am 24.09.06 zu öffentlichen Sonntagsspaziergängen zum Genmais-Acker in Greven ein, denen jeweils rd. 80- 100 Teilnehmer/innen folgten.

Vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung geplanten Novellierung des Gentechnikgesetzes und der damit zu befürchtenden Aufweichungen der gesetzlichen Bestimmungen zugunsten der Agroindustrie führten wir im November 2006 Gespräche mit NRW-Landwirtschaftsminister Uhlenberg sowie dem Westfälisch-Lippischen und dem Rheinischen Landwirtschaftsverband.

Im Februar 2007 luden wir den Minister zu einer Betriebsführung in eine westfälische Ölmühle ein und erläuterten die gravierenden Auswirkungen der geplanten Aufweichung des Gentechnikgesetzes auf die Betriebe sowie die anliefernden Bauern. Weitere Gespräche mit dem Minister und anderen VertreterInnen von Politik und Wirtschaft folgten. Am 12.5.08 beteiligten sich zahlreiche Bündnismitglieder anlässlich der UN-Biodiversitäts-Konferenz in Bonn an der Demonstration und dem Festival "Für biologische Vielfalt - regional, fair, gentechnikfrei!" 

Tausende demonstrierten am 12. Mai in Bonn:

Gentechnik-Demo und Festival „Für biologische Vielfalt – regional, fair, gentechnikfrei!“

Am 12. Mai 2008 begannen in Bonn zwei wichtige Konferenzen der Vereinten Nationen (UN). Regierungsdelegationen aus aller Welt werden dort über die globale Biodiversität, über die Kontrolle des Saatgutes und der genetischen Ressourcen verhandeln. Es wird auch diskutiert werden, weltweite Mindeststandards für den Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) und die Haftung für Gentechnik-Schäden aufzustellen. Jetzt geht es um unsere Äcker! Gemeinsam mit anderen Organisationen und Verbänden rief der BUND deshalb zu einer internationalen Kundgebung und dem anschließenden Festival der Artenvielfalt auf. Mehrere tausend Menschen folgten der Einladung und demonstrierten gegen die "grüne Gentecnik" und den Erhalt der Biodiversität.

Alle Fotos: D. Jansen


Sprecher/innen des Bündnisses sind:

 

Mit dem BUND-Garten-Schild können Sie an Ihrem Gartenzaun demonstrieren, dass Sie auch in Zukunft beim Gärtnern auf Agro-Gentechnik verzichten. Mehr beim BUND Mecklenburg-Vorpommern

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