Ob und wie viele Bäuerinnen und Bauern im Einklang mit Umwelt, Natur und Tierschutz gesunde und regional typische Lebensmittel erzeugen, hängt maßgeblich davon ab, wie in Brüssel und in den Staaten der Europäischen Union die Subventionen für die Landwirtschaft verteilt werden. Aktuell fließen pro Jahr fast 60 Milliarden Euro an EU-Geldern in die Agrarwirtschaft. Den größten Anteil machen dabei Direkt-zahlungen aus, die anhand der Betriebsgröße bemessen werden, ohne dass dafür besondere Leistungen für Umwelt- und Tierschutz eingefordert werden. Es profitieren daher vor allem Betriebe mit großen Flächen und wenigen Arbeitskräften. Und es profitieren die Empfänger von Exportsubventionen, die mit ihren Produkten in regionale Märkte des Südens drängen und mit den Dumpingpreisen heimische Märkte zerstören.
Gemeinsam mit vielen anderen Verbänden sagt der BUND: Es muss umgesteuert und umverteilt werden! Die Vergabe von öffentlichen Mitteln muss an verbindliche Umwelt- und Tierschutzstandards, an den Klimaschutz und soziale Aspekte wie Ausbildungs- und Arbeitsplätze gekoppelt werden. Die fatale Subventionierung z.B. von Milchexporten ist zu beenden.
Bis spätestens 2013 entscheiden die EU-Kommission, das Europäische Parlament und die EU-Staaten, wie viel und wofür künftig die Agrarsubventionen gezahlt werden.
Wichtige Informationen hierzu gibt es in der Broschüre "Agrarreform statt Massentierhaltung"