Artgerechte Tierhaltung, gentechnikfreie Landwirtschaft, gesunde Lebensmittel

 

Ob auf der Straße, am Ackerrand, in Ministerien und Behörden, bei Veranstaltungen, in Projekten, Gremien und Netzwerken oder notfalls auch vor Gericht: Der Einsatz für eine umwelt- und tierschutzgerechte, bäuerliche Landwirtschaft ist seit je her eines der Kernthemen des BUND in Nordrhein-Westfalen. Fast die Hälfte der Landesfläche wird landwirtschaftlich genutzt, und das hat maßgeblichen Einfluss auf die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt, den Zustand unserer Gewässer und des Grundwassers, den Boden und das Landschaftsbild. Die BUND-Aktivitäten haben viele Facetten und umfassen ein breites Themenspektrum von Tierhaltung über Gentechnik bis hin zu Agrarsubventionen, Gülle, Biogasanlagen, Ökolandbau, Streuobstwiesenschutz u.v.m.

Wir haben es satt! - 21.01.2017: Gemeinsam mit dem BUND aus Nordrhein-Westfalen nach Berlin!

Demonstration, Treckerzug und Kundgebung am Samstag, den 21. Januar 2017 in Berlin

  • Ab 11.00 Uhr Eintreffen am BUND-Infostand am Potsdamer Platz
  • Auftakt um 12.00 Uhr / anschließend Demonstrationszug mit Treckerkonvoi
  • ab 14 Uhr Kundgebung mit Konzert vor dem Brandenburger Tor
  • Gemeinsame Anreise aus NRW mit BUND-Bussen und der Bahn

 

Einmal mehr gehen wir im Januar 2017 während der Internationalen Grünen Woche in Berlin auf die Straße: Gemeinsam mit vielen Bäuerinnen und Bauern, Tier-, Umwelt- und Naturschützer*innen, dem Lebensmittelhandwerk, Imker*innen, Gärtner*innen, Aktiven der Entwicklungszusammenarbeit, kritischen Verbraucher*innen und vielen engagierten Jugendlichen. Bunt und laut fordern wir eine umfassende Wende der Agrarpolitik:

  • Für eine bäuerliche, umweltgerechte Landwirtschaft
  • Für artgerechte Tierhaltung und eine gentechnikfreie Landwirtschaft
  • Für eine vielfältige, handwerkliche Lebensmittelwirtschaft
  • Für starke regionale Märkte, faire Preise und einen fairen Handel
  • Für einen Stopp von TTIP und CETA - Für Demokratie statt ungebändigte Konzernmacht!

BUND-Busse und BUND-Bahnfahrten aus NRW

Die BUND-Kreisgruppe Lippe organisiert eine gemeinsame Busanreise ab Detmold, Lage, Lemgo und Kalletal. Alle Abfahrzeiten und weitere Informationen gibt es hier.. Die Rückfahrt startet um 16.30 Uhr. Anmeldung und Rückfragen bitte an berlin@bund-lippe.de.

Die BUND-Kreisgruppe Minden-Lübbecke fährt mit dem Zug ab Minden Bhf. nach Berlin. Der Fahrpreis (Gruppenticket) beträgt 28 €, Ermäßigungen gibt es für Schüler*innen, Studierende u.a. Weitere Informationen bei Kornelia Fieselmann, kornelia.fieselmann@bund.net.

Die BUND-Kreisgruppe Paderborn bietet eine Gruppenanreise mit dem Zug ab Paderborn Hbf. an. Rückfragen und Anmeldungen bitte bei Markus Müller, bund.paderborn@bund.net.

Die BUND-Kreisgruppe Gütersloh fährt mit einem Bus von Werther über Bielefeld und Herford nach Berlin. Abfahrtszeiten: 5.45 Uhr Werther ZOB, Bielefeld Hbf. 6.10 Uhr und Herford Bhf. 6.35 Uhr. Die Abfahrt an Bielefeld Hbf. ist so angesetzt, dass auch Interessierte z.B. aus Bochum, Hamm, Dortmund oder Unna in den Bus zusteigen könnten. Der Fahrpreis beträgt 25 € (ermäßigt 12 €, Förderpreis 30 €). Rückfragen und Anmeldung bitte bei Jens Korff, info@korfftext.de.

Die BUND Kreisgruppe Bonn organisiert erneut eine Anreise mit dem ICE. Abfahrt in Bonn Hbf. ist um 6.22 Uhr. Am späten Nachmittag geht es zurück. Wichtig: Früh buchen lohnt sich! Die Kosten variieren mit dem Buchungszeitpunkt. Weitere Informationen und Anmeldung bitte bei Diethelm Schneider, diethelms@web.de.

Und auch die BUNDjugend NRW hat es satt! Sie fährt mit dem Bus vom 20.-22. Januar nach Berlin. Dort gibt es ein BUNDjugend Aktionswochenende mit spannenden Workshops und der Möglichkeit, BUNDjugendliche aus ganz Deutschland kennenzulernen. Die Fahrt beginnt am 20.1. in Köln, weitere Zustiege sind in Dortmund und Bielefeld möglich. Der Preis für Hin- und Rückfahrt sowie für Schlafplatz und biovegane Verpflegung beträgt 35 € (30 € für Mitglieder). Weitere Infos hier..

Stets aktuelle Informationen rund um die Demo, zu Mitfahrmöglichkeiten, Materialpaketen, Bannern und vieles mehr gibt es hier.., eine bundesweite Mitfahrbörse hier.. Bei Rückfragen hilft die BUND-Landesgeschäftsstelle gerne weiter.

Keine Glyphosat-Wiederzulassung!

Im Juni 2016 läuft die EU-weite Genehmigung für das Pestizid Glyphosat aus. Nachdem bei einer Probeabstimmung Anfang März nicht genügend Stimmen für die Wiederzulassung für weitere 15 Jahre zusammen gekommen sind, hat die EU-Kommission die Entscheidung auf den 18./19. Mai vertagt

Helfen Sie uns, Mensch und Umwelt vor diesem gefährlichen Pestizid zu schützen! Schreiben Sie jetzt hier an die Bundesregierung!

Jetzt mitmachen | Glyphosat-FAQ | Studien & Fakten

Protest bei Bayer-Hauptversammlung gegen Gift im Honig

„Bayer boxt Gewinninteressen knallhart durch“

29.04.2016 | Anlässlich der heutigen Hauptversammlung der Bayer AG hat der BUND vor dem Kongresszentrum in Köln mit Schildern „Bienenhonig enthält Bayer-Pestizide“ gegen die von dem Chemieunternehmen hergestellten bienengefährdenden Gifte protestiert. Auf Flugblättern riefen BUND-Aktivisten die Bayer-Aktionäre dazu auf, sich gegen die Verunreinigung des Honigs mit Pestiziden und für den Ausstieg des Konzerns aus bienengefährlichen Chemikalien einzusetzen. mehr

BUND fordert gesetzlichen Schutz für Obstwiesen

Regierung berät über Landesnaturschutzgesetz

15.02.2016 |Anlässlich der aktuellen Beratungen der Landesregierung zum Landesnaturschutzgesetz bekräftigte der BUND die Notwendigkeit, Streuobstwiesen gesetzlich zu schützen. Es sei wichtig, dass Streuobstwiesen als geschützter Lebensraum in das Landesnaturschutzgesetz aufgenommen werden und diese Regelung nicht der Lobby der Agrarindustrie zum Opfer falle. mehr

"Wir haben es satt!" 2016; Fotos: D. Jansen/BUND

 

 

"Wir haben die Agrarindustrie satt!"

Die Massentierhaltung belastet das Grundwasser in NRW.

Trotz Umweltbelastung, Überproduktion und Defiziten beim Tierschutz: Boom in der NRW-Tiermast hält an

16.01.2016 | Für die Stärkung der ökologischen Landwirtschaft, eine artgerechte Tierhaltung und für fairen Handel demonstrierten rund 23.000 TeilnehmerInnen am 16.1.2016 in Berlin unter dem Motto "Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern". Viele der Demonstrierenden kamen aus Nordrhein-Westfalen, einem Kernland der Massentierhaltung.

BUND-Recherchen zeigen, dass im Zeitraum 2012 -2015 in Nordrhein-Westfalen allein 730.000 Mastplätze für Masthühner, mehr als 51.000 Mastplätze für Puten und knapp 50.000 für Schweine beantragt und teils bereits genehmigt wurden.  Der Schwerpunkt liegt mit den Kreisen Steinfurt, Warendorf und Coesfeld im Münsterland, das damit immer stärker zu einem Schwerpunkt der agrarindustriellen Tierhaltung wird. Schwerpunkt der Putenhaltung in NRW ist der Kreis Kleve am Niederrhein.

Da bei Masthühnern mit einer Lebensdauer von 5-6 Wochen jeder Mastplatz im Jahresverlauf gleich mehrfach belegt wird, bedeutet der Stallneubau unterm Strich eine Zunahme von mehreren Mio. zusätzlich gemästeten Tieren im Jahr. 

Die tatsächliche Zunahme an Mastplätzen ist voraussichtlich noch viel höher: Die vom BUND erfassten Anträge auf Errichtung neuer Ställe listen allein solche Vorhaben auf, die ihrer Größe nach gem. Bundes-Immissionsschutzgesetz zu prüfen sind. Stallneubauten unterhalb dieser Schwelle, z.B. unterhalb von 30.000 Mastgeflügelplätzen bzw. 15.000 Putenmastplätzen oder unterhalb der Schwelle von 1.500 Mastschweinen sind in hierin noch nicht einmal enthalten.

„Diese Entwicklung führt Landwirtschaft und Umwelt immer weiter in die Sackgasse“, sagte Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW. „Der Selbstversorgungsgrad von Geflügel- und  Schweinefleisch liegt zwischen 110 – 120%, die Erzeugerpreise sind im Keller. Die Überproduktion und der ruinöse Preiskampf der Supermärkte drücken viele bäuerliche Betriebe in NRW ins wirtschaftliche Aus. Die Umweltbelastungen der Intensivtierhaltung sind massiv: So weisen rd. 40% der Grundwassermesspunkte in NRW zu hohe Nitratkonzentration in Folge übermäßiger Gülleausbringung auf. Der anhaltend hohe Antibiotikaeinsatz in der Tiermast und das Kürzen von Ringelschwänzen und Schnäbeln zeigen, dass dieses System der Tierhaltung komplett umgebaut werden muss.“  

Wir haben die Agrarindustrie satt! - Gemeinsam mit dem BUND aus Nordrhein-Westfalen nach Berlin!

Demonstration, Treckerzug und Kundgebung am Samstag, den 16. Januar 2016 in Berlin

12 Uhr Auftakt am Potsdamer Platz

12.30 - 14 Uhr Demonstrationszug

14 - 15 Uhr Kundgebung vor dem Kanzleramt

Gemeinsame Anreise mit BUND-Bussen und der Bahn

 

Zum nunmehr sechsten mal seit 2011 gehen wir während der Internationalen Grünen Woche in Berlin mit Zehntausenden gemeinsam auf die Straße, um für eine andere Agrarpolitik zu demonstrieren. Auch im Januar 2016 sagen wir: Wir haben es satt!

  • Für eine bäuerliche, nachhaltige Landwirtschaft
  • Für artgerechte Tierhaltung und eine gentechnikfreie Landwirtschaft
  • Für faire Preise und fairen Handel
  • Für ein Stopp der Verhandlungen über TTIP und CETA

 

Wir brauchen eine Agrar- und Ernährungswende!

Auch in NRW fristen Millionen von Tieren in drangvoller Enge und unter massivem Antibiotikaeinsatz ein kurzes tristes Dasein. Schnabelspitzen und Schwänze werden durchweg amputiert. Auslauf ins Freie? Fehlanzeige! Die Belastung vieler Gewässer, der Böden und unseres Grundwassers hält an, Bienen sterben und Biodiversität geht verloren - bei uns wie auch in anderen Kontinenten, wo Futter für unsere Tierfabriken angebaut wird.

Zwischen Eifel und Weserbergland vollzieht sich ein rasantes 'Höfesterben'. Supermärkte und Discounter führen einen ruinösen Preiskampf auf dem Rücken der Bauern, Lebensmittel wie Milch und Schweinefleisch werden verramscht und in den Weltmarkt gedrückt, immer mehr bäuerlich geführte Betriebe geraten ins wirtschaftliche Aus. Mit dem geplanten Handelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA drohen Verbraucherschutz- und Umweltstandards zu schrumpfen und die Demokratie geschwächt zu werden. Ob private Schiedsgerichte, eine Angleichung der Standards auf kleinstem gemeinsamen Nenner oder mehr Mitsprache der Industrie bei Gesetzen: Die Verhandlungen erfolgen geheim und unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit und selbst der Parlamente. 

Deshalb: Kommen Sie mit nach Berlin! Mobilisieren Sie zur Demo!

Auch in diesem Jahr organisieren wieder viele BUND-Gruppen und die BUNDjugend NRW gemeinsame Anreisen mit Bussen und Bahn. Aktuelle Informationen rund um die Demo und zu Mitfahrmöglichkeiten gibt es auch unter 'Wir haben es satt' und in der BUND-Landesgeschäftsstelle.

BUND verurteilt Einsatz von verbotenem Mäusegift

Foto: Katanski/wikimedia.org

Gefahr auch für Feldhamster und Greifvögel

02.09.2015 |Der BUND verurteilt die Erlaubnis zum offenen Ausstreuen des Mäusegiftes Chlorphacinon auf landwirtschaftlichen Flächen. Die Anwendung des auch für Vögel und alle Säugetiere einschließlich des Menschen lebensgefährlichen Wirkstoffs wurde genehmigt, obwohl er in der EU seit 2007 verboten ist. Hintergrund ist der Antrag u.a. des Landes NRW auf eine Notfallzulassung wegen angeblich zu hoher Feldmausaufkommen. mehr

BUND-Aktivisten demonstrieren vor Bayer-Hauptversammlung in Köln

27.05.2015 - "Bayer muss sämtliche bienengefähr-denden Pestizide vom Markt nehmen. Der Schutz der Bienen und der Umwelt muss Vorrang haben vor den Profitinteressen eines Chemieunternehmens" - mit dieser Botschaft empfingen BUND-Aktive die Aktionäre bei der heutigen Bayer-Hauptversammlung in Köln. Der BUND stützt sich dabei auf wissenschaftliche Studien, die eine Schädigung von Bienen und weiteren Bestäuber-Insekten, Wasserorganismen und Vögeln durch Neonikotinoide belegen, zu denen auch das von Bayer hergestellte Pestizid Thiacloprid gehört. Thiacloprid wird im Obst- und im Rapsanbau sowie im Hobbygarten eingesetzt. Es steht auch im Verdacht, bei Menschen Krebs zu erzeugen.

Wegen ihrer hohen Gefährlichkeit hatte die EU-Kommission 2013 den Einsatz von zwei Neonikotinoiden von Bayer für zwei Jahre für bienenrelevante Kulturen eingeschränkt. Dagegen klagt die Bayer AG derzeit vor dem Europäischen Gerichtshof. Der BUND fordert von Bayer, seine Klage zurückzuziehen: "Die EU muss sämtliche Neonikotinoide ohne Einschränkung verbieten, auch das noch immer zugelassene höchst bedenkliche Thiacloprid". Auch in der Aussprache der Bayer-Hauptversammlung hat sich der BUND zu Wort gemeldet. Mehr..

Fordern Sie Bayer zum Handeln auf - Helfen Sie unseren Bienen!

Schreiben Sie an Bayer und fordern Sie gemeinsam mit uns den Konzern auf, Thiacloprid vom Markt zu nehmen: Stoppt bienengefährdende Pestizide!

Zur online-Aktion..

BUND gewinnt vor Gericht gegen Bayer im Streit um Bienengefährlichkeit von Pestiziden

Erfolg für die Meinungsfreiheit

11.03.2015 | Der BUND hat seinen Rechtsstreit gegen die Bayer CropScience Deutschland GmbH, einer Tochter der Bayer AG, gewonnen. Nach dem heute verkündeten Urteil des Landgerichts Düsseldorf darf der BUND wieder ohne Einschränkung sagen, dass zwei von Bayer hergestellte Pestizid-Produkte für Bienen gefährlich sind und es sich bei dem darauf abgebildeten Logo mit dem Aufdruck „nicht bienengefährlich“ um eine Irreführung von Verbrauchern handelt. mehr

Wir haben die Agrarindustrie satt! - Gemeinsam mit dem BUND aus Nordrhein-Westfalen nach Berlin!

Demonstration, Treckerzug und Kundgebung am Samstag, den 17. Januar 2015 in Berlin

  • 12 Uhr Auftakt am Potsdamer Platz
  • 12.30 - 14 Uhr Demonstrationszug
  • 14 - 15 Uhr Kundgebung vor dem Kanzleramt, anschließend 'Rock for nature'
  • Gemeinsame Anreise mit BUND-Bussen und der Bahn

In den Jahren 2011, 2012, 2013 und 2014 gingen während der Internationalen Grünen Woche in Berlin zehntausende Menschen auf die Straße, um gemeinsam für eine andere Agrarpolitik zu demonstrieren. Auch im Januar 2015 sagen wir: Wir haben es satt!

  • Für eine bäuerliche, nachhaltige Landwirtschaft
  • Für eine artgerechte Tierhaltung
  • Für eine gentechnikfreie Landwirtschaft
  • Für ein Ende der Exportsubventionen und der Spekulation mit Lebensmitteln
  • Gegen TTIP

 

Kommen Sie mit nach Berlin! Mobilisieren Sie zur Demo!

Auch der BUND vor Ort organisiert wieder Anreisen mit Bus und Bahn, so die BUND- Kreisgruppe Bonn (mehr..), die BUND-Kreisgruppe Minden-Lübbecke (Bahnfahrt mit Zustieg in Bad Oeynhausen und Minden, mehr..), die BUND-Kreisgruppe Lippe (Busanreise ab Detmold, Lage und Lemgo, mehr...), die BUND-Kreisgruppe Gütersloh (Busfahrt mit Zustieg in Werther, Bielefeld und Herford; mehr...) und die BUND- Kreisgruppe Steinfurt (Busfahrt ab Emsdetten, Greven und Ladbergen; Anmeldung bei brigitte.meibeck@gmx.de). Die BUNDjugend NRW fährt gemeinsam mit dem Zug vom 16.-18. Januar nach Berlin. Die Fahrt beginnt in Dortmund, Zustiege sind in Hamm, Bielefeld und Minden möglich (mehr..)

Aktuelle Informationen rund um die Demo und zu Mitfahrmöglichkeiten gibt es auch unter 'Wir haben es satt' und in der BUND-Landesgeschäftsstelle.

Stoppt TTIP: Keine Schwächung des Tier- und Verbraucherschutzes!

Der BUND setzt sich seit Jahrzehnten für eine umwelt- und tierschutzgerechte Landwirtschaft ein. Auch viele Verbraucher/innen wünschen strenge Lebensmittel-standards und eine bessere Tierhaltung. Die übergroße Mehrheit lehnt den Anbau genmanipulierter Pflanzen ab. Das geplante Freihandelsabkommen TTIP bedroht nun all dieses. Ob Kennzeichnung von Lebensmitteln, Hormone in der Fleisch- und Milchproduktion, Pestizide oder Gentechnik: TTIP berührt uns ganz unmittelbar. Unter dem Deckmantel der 'Harmonisierung' unterschiedlicher Standards in den USA und der EU droht eine massive Aufweichung dessen, was wir in Deutschland und Europa beharrlich errungen haben.

In den USA sind u.a. erlaubt:

  • Der Einsatz von Hormonen und die Gabe von Antibiotika zur Wachstums-beschleunigung, obwohl damit gesundheitliche Risiken einhergehen
  • Die Desinfektion von Hühnerfleisch mit Chlordioxid ('Chlorhähnchen')
  • Kälberboxen, konventionelle Legebatterien und die Kastenhaltung von Sauen - Formen der Tierhaltung, die in der EU aus Gründen des Tierschutzes verboten sind
  • Der Einsatz von Pestiziden, die in der EU nicht erlaubt sind, und z.B. bei Obst höhere Rückstandswerte

Der BUND fordert: Die Verhandlungen der EU zu TTIP sind sofort abzubrechen! Die Bundesregierung muss hier klar Farbe bekennen! Die Standards im Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sind zu stärken, nicht zu schwächen!

Mehr zu den Auswirkungen auf Landwirtschaft, Lebensmittel und Verbraucherschutz finden Sie ...hier

Bitte unterstützen Sie die selbstorganisierte europäische Bürgerinitiative gegen das TTIP. Gemeinsam mit europaweit 250 anderen Organisationen sammelt der BUND auf der Straße und im Internet Unterschriften. Unser Ziel war: 1 Million Unterschriften. Dieses ist erreicht - doch wir sammeln weiter! Nur gemeinsam können wir Druck machen! Bitte machen Sie mit. Mehr..

BUND: Massiven Antibiotikaeinsatz in NRW-Putenställen stoppen - Bankrotterklärung der Geflügelmast

25.11.2014 - Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht sich durch eine Studie des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in seiner langjährigen Kritik an der industriellen Putenmast bestätigt: "Wenn in neun von zehn Mastdurchgängen (92,8%) den Tieren Antibiotika verabreicht werden, dabei durchweg auch für den Menschen wirksame 'Reserveantibiotika' zum Einsatz kommen und zugleich in 1/3 der untersuchten Fälle ein in Deutschland für Puten nicht zugelassenes Präparat verabreicht wird, ist das eine Bankrotterklärung der Geflügelwirtschaft", so Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND NRW.

Das LANUV hatte im Auftrag des NRW-Landwirtschaftsministeriums im Jahr 2013 den Antibiotikaeinsatz in nordrhein-westfälischen Putenställen untersucht und dabei 516 Durchgänge von der Aufzucht und Mast der Puten bis hin zu deren Schlachtung und insgesamt 2764 Wirkstoffeinsätze ausgewertet. "Die Intensivmast von Puten wie auch die von Hähnchen funktioniert offenkundig nur mit regelmäßigen Antibiotika-Gaben. Sie missachtet den Tierschutz, fördert die Bildung resistenter Keime und nimmt inakzeptable Risiken für Mensch und Umwelt in Kauf", so Sticht. mehr..

Hier geht es zum LANUV-Fachbericht 58 'Evaluierung des Einsatzes von Antibiotika in der Putenmast'

BUND: Keine neuen Putenfabriken in Meschede!

28.08.2014  -  Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die BUND-Ortsgruppe Arnsberg rufen den Landwirt Karl-Johannes Heinemann dazu auf, den Antrag für eine neue Putenmastanlage in Meschede-Schederberge zurückzuziehen. "BUND-Studien belegen seit mehr als 10 Jahren: In den herkömm-lichen Ställen herrscht drangvolle Enge, es fehlt den Tieren an Auslauf und ihnen werden allesamt die Schnäbel gekürzt. Diese Intensivmast ist in keiner Weise tierschutzgerecht."

Zusätzlich zu den vorhandenen 70.000 Mastplätzen im Hochsauerlandkreis wurden im April 2014 weitere knapp 10.000 Mastplätze in Horbach genehmigt und werden aktuell nochmals knapp 10.000 Mastplätze in Schederberge beantragt. Weniger als 9 Meter beträgt dort der Abstand zwischen dem geplanten Maststall und einem benachbarten Wohnhaus.

Wie sehr die Menschen die neuen Putenmastanlagen bewegt, zeigte der heutige Info-Abend des BUND zur Putenhaltung in Meschede: Mehr als 80 Zuhörer aus Meschede, Arnsberg und anderen Orten des Hochsauerlandkreises füllten den Gemeindesaal an der Christuskirche. Die Botschaft ist eindeutig: Diese Art der Tierhaltung findet auch im Sauerland keine Akzeptanz mehr!

BUND-Recherche zeigt anhaltende Missstände in der NRW-Putenhaltung

10 Jahre Stillstand beim Tierschutz – Schnabelkürzen ist ‚Normalfall‘ – Fragwürdiges Behördenhandeln

17.03.2014 |  „Fast alle Puten in NRW werden in nicht tiergerechter Intensivmast gehalten. Dies bedeutet durchweg zu enge Ställe, fehlender Auslauf für die Tiere und ein Kürzen der Schnäbel”, so das Ergebnis einer erneuten  Recherche des NRW-Landesverbandes des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) zur Situation in den Putenmastanlagen im Lande. Bereits in den Jahren 2003 und 2008 hatten BUND-Recherchen gravierende Missstände aufgezeigt. mehr

BUNDhintergrund "Putenhaltung in NRW- Ergebnisse einer BUND-Recherche 2013 / 2014"

Genmanipulierter Mais 1507 – Anbau verhindern!

Seit vielen Jahren kämpfen der BUND und andere Umweltverbände gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern, ImkerInnen, VerbraucherschützerInnen, Aktiven aus der Eine-Welt-Arbeit, PolitikerInnen und vielen anderen für eine gentechnikfreie Landwirt-schaft und für Lebensmittel ohne Gentechnik. In NRW protestierten wir vor einigen Jahren u.a. an Genmais-feldern in Borken, Greven und Werne (Kreis Unna).

Nun steht einmal mehr viel auf dem Spiel: In Kürze fällt in der EU die Entscheidung für oder gegen die Anbauzulassung des genmanipulierten Maises 1507. Weitere Zulassungsanträge für andere Genmais-Sorten sind in der pipeline.

Der Mais 1507 produziert permanent in jedem Teil der Pflanze Insektengifte, die den Hauptschädling des Maises, den Maiszünsler, töten sollen. Doch nicht allein der Maiszünsler, auch viele weitere Insekten wie Schmetterlinge und Motten sind hierdurch bedroht. Weiterhin wurde das Erbgut der Pflanze derart geändert, dass sie gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glufosinat resistent ist. Glufosinat gilt als hochgradig toxisch. Die erforderliche Sicherheitsbewertung für die Kombination Glufosinat und Gentech-Mais hat die EFSA nie durchgeführt, was gegen geltendes EU-Recht verstößt.

Die EU-Mitgliedstaaten müssen dazu ihr Votum abgeben. Der BUND fordert: Deutschland muss mit 'Nein' stimmen! Die Bundesregierung muss Farbe bekennen, ob sie auf der Seite der großen Mehrheit der Bevölkerung steht, die Gentech-Anbau ablehnt, oder ob sie den Konzerninteressen folgt!

Der BUND hat dazu gemeinsam mit Friends of the Earth auf der Seite "StoptheCrop" eine Protestmail an Bundeslandwirtschaftsminister Friedrich, Umweltministerin Hendricks und Justizminister Maas vorbereitet.

Wir bitten herzlich: Machen Sie mit!

Zur Protestmail

Agrarwende-Demo Berlin, 18.01.2014; Fotos: D. Jansen/BUND

 

Wir haben es satt! 30.000 Menschen fordern: Stoppt Agrarindustrie!

Angeführt von hunderten Bäuerinnen und Bauern und 70 Traktoren zogen am 18. Januar 2014 bei strahlendem Sonnenschein über 30.000 Menschen vor das Kanzleramt in Berlin. Die DemonstrantInnen - unter ihnen viele BUND-Aktive aus NRW - forderten von Bundes-kanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel einen Kurswechsel in der Agrarpolitik hin zu einer umwelt- und tierschutzgerechten, bäuerlichen Landwirtschaft. Der BUND war wie in den vergangenen Jahren Mitinitiator der "Wir haben es satt!"-Demo.

Wir haben die Agrarindustrie satt! - Gemeinsam mit dem BUND nach Berlin!

  • Auftakt am Samstag, den 18. Januar 2014, um 11.00 Uhr am Potsdamer Platz, von dort Treckerzug und Demo zum Kanzleramt
  • Gemeinsame Anreise aus NRW mit Bussen und Bahn

In den Jahren 2011, 2012 und 2013 gingen während der Internationalen Grünen Woche in Berlin zehntausende Menschen auf die Straße, um gemeinsam für eine andere Agrar-politik zu demonstrieren. Auch im Januar 2014 sagen wir: Wir haben es satt! Gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern, ImkerInnen, vielen anderen Umwelt- und Naturschützer-Innen, Aktiven aus der Eine-Welt-Arbeit und dem fairen Handel, dem Tierschutz u.v.m. wollen wir erneut ein Zeichen setzen!

Unsere Stimme ist nötiger denn je: Allein in den letzten 4 Jahren sind in NRW mehrere Millionen neuer Mastplätze für Hähnchen, Puten und Schweine entstanden. In den Ställen fristen die Tiere in drangvoller Enge und unter massiven Antibiotikaeinsatz ein kurzes tristes Dasein. Schnabelspitzen und Schwänze werden fast durchweg amputiert. Auslauf? Fehlanzeige! Die Belastung vieler Gewässer, der Böden und unseres Grund-wassers hält an, Bienen sterben und Biodiversität geht verloren - bei uns und in anderen Kontinenten, wo Futter für unsere Tierfabriken angebaut wird. Die EU-bereitet derweil die Neuzulassung von Gentech-Mais vor.

Kommen Sie mit nach Berlin! Mobilisieren Sie zur Demo!

Mehrere BUND-Gruppen organisieren wieder gemeinschaftliche Anreisen mit Bussen.

Rasanter Anstieg der Hähnchenmast in NRW - Millionen zusätzlicher Mastplätze innerhalb weniger Jahre

Die Hühnermast boomt - bundesweit und auch in Nordrhein-Westfalen vollzieht sich ein rasanter Zuwachs an neuen Mastplätzen. Allein im Zeitraum 2009 - 2012 wurden in NRW 4,7 Mio. neue Tierplätze beantragt bzw. genehmigt. (Quelle: Behördenauskünfte an B. Höhn, MdB, und F. Ostendorff, MdB). Die Zahlen beruhen auf den Auskünften von 18 Kreisen, die tatsächliche Zahl neu geplanter Mastplätze liegt damit vermutlich noch höher. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 gab es laut Statischem Bundesamt in NRW insgesamt rd. 4,5 Mio. Hühnchenmastplätze.

'Spitzenreiter' mit jeweils mehreren hunderttausend geplanten, zusätzlichen Mastplätzen sind die Kreise Soest, Borken, Steinfurt, Warendorf, Coesfeld und Kleve sowie die Kreise Minden-Lübbecke und Gütersloh in Ostwestfalen.

Mit dieser Entwicklung gehen gravierende Probleme für Tier, Mensch und Umwelt einher: Massiver Antibiotikaeinsatz in der Mast, das Auftreten gesundheitsgefährdender resistenter Keime, drangvolle Enge in den Ställen und Haltung ohne Auslauf, Gerüche und andere Emissionen, enorme Mengen an Kot, Flächenverbrauch für den Anbau der Futtermittel u.v.m.

Der BUND tritt für eine bäuerliche Landwirtschaft und eine artgerechte, flächengebundene Tierhaltung und den Stopp neuer Agrarfabriken ein und hat die KandidatInnen zur Bundestagswahl 2013 gefragt, wie sie zum Thema 'Massentierhaltung" stehen.

Nehmen Sie die BewerberInnen zur Bundestagswahl in Ihrem Wahlkreis unter die Lupe - im NRW-KandidatInnencheck.

Mastställe in NRW: Immissionsschutz stärken – Tierhaltung verbessern – Vorrang für den Gesundheitsschutz!

BUND begrüßt Filtererlass

20.02.2013 - Der Schutz von Mensch und Natur vor Schadstoffen in der Abluft von Intensivtierhaltungen mit tausenden von Tieren sollte eine Selbstverständ-lichkeit und ungeachtet aller grundsätzlichen Fragen im Zusammenhang mit einer derartigen Tierhaltung Voraussetzung jeglicher behördlicher Genehmigung sein. Die Praxis hingegen zeigt: Erst 1% der Anlagen zur Schweine- und Geflügelhaltung in Deutschland sind mit Abluftreinigungsanlagen ausgestattet.

Der BUND NRW begrüßt daher den Filtererlass des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums zur Verminderung der Emissionen von Tierhaltungsanlagen. Wenngleich mit Blick auf Staub, Ammoniak und Gerüche nur ein kleiner Teil der Schweinehaltungen tatsächlich einbezogen wird, ist er ein wichtiger Schritt, dem vor allem auf Bundesebene weitere folgen müssen. Hervorzuheben ist, dass ab sofort in Genehmigungsverfahren für Schweine- und Geflügelställe erstmals verbindlich die Problematik gesundheitsgefährdender resistenter Keime in der Stallabluft in den Blick genommen wird - eine langjährige Forderung des BUND, die lange Zeit kein Gehör fand.

Der BUND und die anderen anerkannten NRW-Naturschutzverbände hatten zuvor in einer gemeinsamen Stellungnahme zum Erlass-Entwurf ihre Argumente vorgetragen und deutlichen Nachbesserungsbedarf aufgezeigt.

Festzuhalten bleibt auch: Die Installation von Abluftanlagen vermag im Einzelfall negative Auswirkungen auf empfindliche Vegetation und die menschliche Gesundheit zu mindern, sie kann aber nicht die vielfältigen ethischen und ökologischen Probleme lösen, die aus der Intensivtierhaltung resultieren. Der BUND sieht die Notwendigkeit, die Tierhaltung in Deutschland insgesamt 'umzubauen' - mehr Platz für die Tiere, Einstreu und Auslauf, kein Amputieren von Schnäbeln und Schweineschwänzen, Ausstieg aus der Turbomast und Verbot von Qualzuchten wie die Putenrasse BIG 6, ausschließliche Behandlung erkrankter Tiere mit Antibiotika u.v.m. Die Entstehung vieler umwelt- und gesundheitsgefährdender Stoffe und Bioaerosole und die Belastung der Stall(ab)luft könnte so bereits an der Quelle eingedämmt werden. Hier ist vielfach Bundesrecht betroffen und ein Bundeslandwirtschaftministerium, das durchgreifende Verbesserungen bislang ablehnt.

Agrarwende-Demo Berlin, 19.01.2013; Fotos: D. Jansen/BUND

 

Großdemonstration in Berlin fordert Abkehr von Agrarindustrie. 25.000 Demonstranten erwarten von Kanzlerin Merkel ökologische und soziale Reformen in der Landwirtschaft

Berlin, 19.01.2013: Zu Beginn der weltweit größten Landwirtschaftsmesse, der "Internationalen Grünen Woche" in Berlin, haben 25.000 Menschen in der Hauptstadt mit einer Großdemonstration grundsätzliche Reformen in der Agrarpolitik gefordert. Unter dem Motto "Wir haben es satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!" zogen bereits im dritten Jahr in Folge die Teilnehmer mit Transparenten und in teils phantasievollen Kostümen vom Berliner Hauptbahnhof durch das Regierungsviertel zum Bundeskanzleramt. 70 Traktoren und Imkerfahrzeuge aus dem ganzen Bundesgebiet begleiteten den Protest. Bauern, Verbraucher und Imker demonstrierten gemeinsam dafür, nicht die Interessen der Industrie in den Mittelpunkt der Politik zu stellen sondern die Interessen von Verbrauchern und Landwirten, der Tiere sowie des Natur- und Umweltschutzes. Mit Sprechchören wie "Wer Bauern, Tiere, Bienen quält, der wird nicht gewählt!" bekundeten sie ihre Ablehnung der gegenwärtigen Tendenz zu einer immer stärkeren Industrialisierung der Landwirtschaft. Auf ihren Transparenten kritisierten die Demonstranten unter anderem Tierfabriken, Umweltschäden durch den Einsatz giftiger Pestizide, zunehmenden Preisdruck auf die Erzeuger und die negativen Auswirkungen auf die kleinbäuerlichen Strukturen in den Ländern des Südens.

Antibiotikareste in Tränken von Mastställen

BUND: Antibiotika allgegenwärtig - Zunahme resistenter Keime befürchtet

03.07.2012 - Der BUND sieht in den heute vorgestellten Untersuchungsergebnissen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz zu Antibiotikarückständen im Tränkwasser von Geflügelställen eine weitere Mahnung, den massiven Einsatz dieser Medikamente in der Tierhaltung drastisch zu reduzieren. „Die Untersuchungen zeigen eine weitere Gefahrenquelle für die menschliche Gesundheit: Wenn neben den ohnehin viel zu hohen und missbräuchlichen Antibiotikagaben in der Geflügelmast sogar in Zeiten der Nichtbehandlung Antibiotikareste in den Tränken von Puten- und Hähnchenställen auftreten, fördert dieses noch zusätzlich die Bildung resistenter Keime“, so Paul Kröfges, Landesvorsitzender des BUND NRW. mehr

Keine Putenfabrik in Antweiler und Wachendorf - Demonstration am 27.04.2012

Jetzt erst recht! - Unter diesem Motto demonstrierten mehr als 300 Menschen trotz stömenden Regens mit Trillerpfeifen, Rasseln und bunten Plakaten gegen die geplante und nunmehr auch beantragte Putenmastanlage in Antweiler. Knapp 27.000 Puten sollen hier künftig in Turbomast ihr kurzes Leben fristen - ohne Auslauf, in großer Enge in den Ställen und mit gekürzten Schnäbeln, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohnbebauung und ohne Vorlage eines Keimverbreitungsgutachtens, das eine Gefährdung der Bevölkerung durch antibiotkaresistente Keime etc. nachweislich ausschließt. Zur Demonstration aufgerufen hatten die "Bürgerinitiative gegen industrielle Massen-tierhaltung", die Kreisgruppe Euskirchen und der NRW-Landesverband des BUND und der Förderverein Naturschutzstation Bad Münstereifel.

BUND reicht Klage gegen "Eierfabrik" ein

Umweltbelastungen und Gesundheitsgefährdungen unzureichend geprüft – NRW muss Motor für eine verbesserte Tierhaltung werden

25.04.2012 - Die Auseinandersetzung um die Ausweitung des Legehennenbetriebs der Ruhrtaler Frisch-Ei GmbH in Fröndenberg-Frohnhausen geht nun vor Gericht. Der BUND hat jetzt beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen Klage gegen den Kreis Unna eingereicht. Dieser hatte dem Antragsteller am 12. März 2012 eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Erweiterung des Stalles um weitere 19.600 Tiere auf dann insgesamt 59.400 Legehennen erteilt. Der BUND hält die Genehmigung in mehrfacher Hinsicht für fehlerhaft und hat beantragt, diese aufzuheben. Gleichzeitig forderten die Umweltschützer die Landespolitik auf, die Intensivtierhaltung besser zu regulieren. mehr

"Wir haben es satt!" - Bauernhöfe statt Agrarindustrie!

Demonstration am Samstag, 21.01.2012, in Berlin  

  • 11 Uhr Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof
  • Abschlusskundgebung am Bundestag / Reichstagsgebäude 

Während der "Grünen Woche" in Berlin demonstrierten im Januar 2011 mehr als 22.000 Menschen für eine andere Agrarpolitik. Doch ob Gentechnik, Intensivtierhaltung oder EU-Agrarsubventionen: Die Bundesregierung blockiert weiterhin jegliche Neuausrichtung der Agrarpolitik zugunsten einer nachhaltigen, bäuerlichen Landwirtschaft!

 

Das haben wir satt! Im Januar 2012 gehen deshalb erneut VerbraucherInnen, Bäuerinnen und Bauern, Umwelt- und  TierschützerInnen, ImkerInnen und viele andere gemeinsam auf die Straße. Für eine andere Agrarpolitik!

 

  • Für eine bäuerliche, nachhaltige Landwirtschaft
  • Für eine artgerechte Tierhaltung
  • Für eine gentechnikfreie Landwirtschaft
  • Für ein Ende der Exportsubventionen
  • Für ein Ende der Spekulation mit Lebensmitteln

Kommen Sie mit nach Berlin! Mobilisieren Sie zur Demo! Organisieren Sie eigene Sonderbusse! Gerne unterstützen wir Sie dabei. Mehr Infos..

Antibiotika im Stall: BUND fordert Abkehr von Intensivmast und rechtliche Konsequenzen für Hähnchenmäster

15.11.2011 - Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hält es angesichts des heute bestätigten, massiven Antibiotikaeinsatzes in der Hähnchenmast für unabdingbar, die Hähnchenhaltung grundlegend neu auszurichten und ab sofort den Medikamenteneinsatz noch engmaschiger zu kontrollieren. Ferner müsse Betrieben, die wiederholt missbräuchlich z.B. nur ein bis zwei Tage lang Antibiotika einsetzen, die Erlaubnis zur Tierhaltung entzogen werden. "Die Studie des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) zum Antibiotikaeinsatz bei Masthähnchen ist eine Bankrotterklärung der Geflügelindustrie", so Paul Kröfges, Landesvorsitzender des BUND. "Wenn in vier von fünf Mastdurchgängen den Tieren Antibiotika verabreicht werden, läuft hier die Tierhaltung völlig aus dem Ruder und gefährdet auch die Gesundheit der Verbraucher." Als weitere Konsequenz aus der Studie ruft der BUND Landwirtschaftsminister Johannes Remmel dazu auf, nun ebenso den Einsatz von Antibiotika in der Putenmast systematisch unter die Lupe zu nehmen. mehr..

Die Studie "Antibiotika in der Geflügelmast" des LANUV NRW finden Sie hier...

Intensivtierhaltung in NRW - BUND sieht gravierenden Handlungsbedarf

BUND-Stellungnahme zur Anhörung des Agrarausschusses des Landtags am 09.11.2011

Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) be­grüßt die parlamentarische Debatte über die Intensivtierhaltung in Nordrhein-Westfalen sowie den zugrunde liegenden Antrag von SPD und Grünen im Landtag (Drucksache 15/2357). Der BUND hofft und erwartet von der Landesregierung, dass nach jahrelangem Stillstand der Tier- schutz in den NRW-Ställen künftig endlich den Stellenwert erhält, den auch Artikel 29a der Landesverfassung vorgibt. Angesichts gravierender Fehlentwicklungen in der so genannten ‚landwirtschaftlichen’ Tierhaltung sieht der BUND einen erheblichen politisch-rechtlichen Handlungsbedarf auf Landes- wie Bundesebene, der über die im Antrag vorgese­henen bau-, immissions- schutz- und düngerechtlichen Änderungen deutlich hinausgeht und insbe­sondere das Tierschutzrecht und die Haltungsverordnungen mit einbezieht.

In der Anhörung des Agrarausschusses des Landtags am 09.11.2011 bezog der BUND Stellung und legte konkrete Vorschläge u.a. für eine stärkere Öffentlichkeitsbeteiligung bei Stallneubauten, Steuerungsmöglichkeiten für Kommunen sowie Verbesserungen für die Tierhaltung vor.

Zur BUND-Stellungnahme..

Putenfabrik? Nein danke!

10. August 2011 - Der Widerstand gegen die geplante Putenmastanlage in Antweiler (Kreis Euskirchen) wächst sichtbar an: Immer mehr Bürgerinnen und Bürger bekennen  'Farbe' und auf mittlerweile 200 Privatgrundstücken in den Orten Antweiler und Wachendorf geben sie dem örtlichen Bauherrn mit großen Plakaten das klare Signal, dass sein Vorhaben unerwünscht ist.

Der NRW-Landesverband und die Kreisgruppe Euskirchen des BUND unterstützen die Plakataktion der Bürgerinitiative, die sich im Anschluss an die Bürgerversammlung konstituiert hat. Allen denen, die sich hieran beteiligen und offen Flagge zeigen, ein großer Dank!

BUND-Bürgerversammlung zu geplanten Putenmastanlagen im Kreis Euskirchen - Klares Votum: Keine Putenfabriken im Kreisgebiet!

Die Pute - Die Gute? Der NRW-Landesverband und die Kreisgruppe Euskirchen des BUND luden am 1. März 2011 zu einer Bürgerversammlung in die 'Alte Schule' nach Antweiler ein, um in breiter Öffentlichkeit über geplante Putenmast- anlagen im Kreis Euskirchen zu diskutieren. Anlass waren die bekannt gewordenen Vorhaben in Mechernich–Antweiler, in Euskirchen in der Monikastraße und an einem Standort in Zülpich. Die Resonanz und das Informationsbedürfnis waren enorm: Mehr als 100 Interessierte überwiegend aus Antweiler, Wachendorf und den Nachbarorten folgten der Einladung. Viele von ihnen beteiligten sich an der lebhaften Diskussion, darunter auch mehrere Lokalpolitiker/innen.

Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW, stellte die Ergebnisse zweier BUND-Studien zu den Haltungsbedingungen in der Putenmast vor. Herr Rudolf Monnet und weitere Anwohner trugen die vorliegenden Informationen zu den einzelnen Vorhaben im Kreisgebiet zusammen und berichteten über die bisherigen Aktivitäten. Die Vorhabensträger für die geplanten Mastanlagen waren ebenfalls eingeladen, Stellung zu beziehen, nahmen jedoch nicht teil.

Die Diskusssion zeigte klar: Wir wollen keine Putenfabriken, weder in Antweiler noch an anderen Standorten. Artgerechte Tierhaltung und bäuerliche Landwirtschaft: Ja! Intensivtierhaltung: Nein! Die Ausführungen der anwesenden Politiker/innen von SPD, Grünen, UWG und Linke, sich im Stadtrat gegen die Putenmastanlagen auszusprechen, fand große Zustimmung. Diesem müssen nun Taten folgen! Derzeit ist die Gründung einer Bürgerinitiative in Vorbereitung, in der gemeinsame Aktivitäten gegen die Vorhaben geplant werden.

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"Wir haben es satt!" - Stoppt Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte!

Demonstration am Samstag, 22.1. 2011 in Berlin

  • 11 Uhr Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof
  • 13 Uhr Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor

Während der „Grünen Woche“ in Berlin treffen sich am 22. Januar 2011 die EU-Landwirtschaftsminister und internationale Agrarkonzerne auf Einladung der Bundesregierung. Gemeinsames Ziel von Monsanto, Müller Milch, BASF & Co. ist es, die Industrialisierung der Landwirtschaft weiter voranzutreiben. Das heißt: Gentechnik, Mega-Mastställe und Dumping-Exporte. Sie wollen Agrarfabriken statt Bauernhöfe - überall.

Diese Agrarpolitik haben wir satt! Das möchten wir gemeinsam mit vielen anderen starken Partnern auf der Demonstration am 22. Januar zeigen. Kommen Sie mit nach Berlin! Mobilisieren Sie zur Demo! Organisieren Sie eigene Sonderbusse! Wir unterstützen Sie dabei. Mehr Infos.. 

Filmspot zur Demo

Der Filmspot zur Demo "Wir haben es satt!" - Grüne Woche 22.1.2011 Berlin. Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten. Ja zu bäuerlicher, ökologischer Landwirtschaft. Ja zu gesundem, fair produziertem Essen. Jetzt ansehen

Landtag stimmt für gentechnikfreie Äcker

BUND begrüßt Landtagsvotum: Hervorragendes Signal an die NRW-Landwirtschaft

19.01.2011 - Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt den heutigen Beschluss des Landtages für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und den klaren Appell an die Landesregierung, sich auf allen Ebenen aktiv für einen gentechnikfreien Anbau und Lebensmittel ohne Gentechnik einzusetzen. "Dies ist ein guter Tag für die Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen und die übergroße Mehrheit der Verbraucher, die Gentechnik auf den Äckern und im Essen ablehnt", so Friedrich Ostendorff, Agrarexperte im BUND-Landesvorstand. Das Parlament hat heute auf Antrag von SPD und Grünen und mit Unterstützung der Linken die Landesregierung aufgefordert, auf landeseigenen Flächen jeglichen Anbau genmanipulierter Pflanzen auszuschließen, sich für ein striktes Reinheitsgebot bei Saatgut einzusetzen sowie dem Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen beizutreten. Nach Thüringen ist NRW damit das zweite Bundesland, das diesen Schritt geht.

"Unser jahrelanger, beharrlicher und gemeinsamer Einsatz von Bauern, Umwelt- und Verbraucherschützern, Imkern, Lebensmittelherstellern und vielen Menschen in Initiativen und Parteien für eine gentechnikfreie Landwirtschaft trägt Früchte. Wir haben einen wichtigen Etappensieg erreicht", so Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW. Bereits in den letzten Jahren haben 25 Städte und Gemeinden in NRW einen Gentech-Anbauverzicht auf eigenen Flächen beschlossen, ebenso alle Landeskirchen. NRW-weit gründeten Bauern bislang 22 gentechnikfreie Regionen, bundesweit sind es mehr als 200. "All sie erhalten nun viel Rückenwind", so der BUND. Der Beschluss habe auch Signalwirkung für andere Bundesländer.

Der BUND unterstützt ausdrücklich das Ziel, den gentechnikfreien Anbau in NRW "als Qualitätsmarke" auszubauen und ruft den Westfälisch-Lippischen und den Rheinischen Landwirtschaftsverband auf, dieses im Sinne der heimischen Bauern aktiv zu unterstützen.

Mehr Infos: Der am 19. Januar 2011 beschlossene Antrag der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen 'Nordrhein-Westfalen wird gentechnikfreie Region in Europa'

BUND begrüßt Markteinführung der ‚Fairen Milch’ in Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf / Köln, den 24.09.2010 - Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt die Markteinführung der ‚Fairen Milch’ in Nordrhein-Westfalen. Neben einem mit 40 Cent pro Liter deutlich höheren Erlös als üblich für die Bäuerinnen und Bauern bietet die Milch ein weiteres Plus: Sie wird ohne Gentechnik und mit viel Grünfutter produziert. Wegen dieser und weiterer verbindlicher Vorgaben sieht der BUND in dem Faire-Milch-Konzept einen wichtigen Beitrag zum Erhalt heimischer Wiesen und Weiden und einer gentechnikfreien Landwirtschaft.

„Die extrem niedrigen Preise für Milch ruinieren seit Jahren die heimischen Milchviehbetriebe. Sie führen zur Betriebsaufgabe vieler kleinerer Höfe und gleichzeitig zur massiven Intensivierung der verbleibenden Betriebe“, so Friedrich Ostendorff, Mitglied im Landesvorstand des BUND NRW und selber Bauer. „Wird diese Entwicklung nicht gestoppt, gibt es grasende Kühe zwar weiterhin auf den Milchverpackungen, aber in wenigen Jahren kaum mehr draußen in der Landschaft.“ Extensiv genutztes Grünland ginge so für die Kulturlandschaft wie für den Naturschutz verloren. Ziel müsse es vielmehr sein, durch entsprechende Bewirtschaftung arten- und blütenreiches Grünland zu fördern und zu erhalten, so Ostendorff.

Aus BUND-Sicht ist es zukunftsweisend für die Landwirtschaft, höhere Erlöse für die Bauern mit konkreten Verbesserungen für den Umwelt- und Naturschutz und eine höhere Produktqualität zu verbinden. Die ‚Faire Milch’ geht diesen Weg: „Mindestens 60% Wiesenfutter für die Tiere, die Begrenzung des Maisanteils im Futter und betriebliche Umweltmaßnahmen sind ein guter Schritt nach vorne“, so Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW. Der höhere Anteil an Wiesenfutter bewirkt auch einen Anstieg der gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren in der Milch. Dass genmanipulierte Pflanzen aus dem Futtertrog ausgeschlossen werden, ist ebenso zentral und entspricht dem klaren Wunsch des Großteils der Verbraucher.

Der BUND ruft dazu auf, Biomilch und die neu eingeführte Faire Milch zu kaufen und hierdurch dem Milchmarkt in NRW neuen Schwung zu geben und weitere Molkereien sowie den Einzelhandel zur Umstellung ihres Sortiments zu bewegen.

Erstmals Maiswurzelbohrer in NRW - BUND: Fruchtfolgen statt Chemiekeule – Maisanbau eindämmen

17.08.10 - Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht das erstmalige Auftreten des Maiswurzelbohrers in NRW als „letzten Warnschuss“, den ausufernden Maisanbau einzudämmen und Fruchtfolgen einzuhalten. „Wer viele Jahre in Folge auf denselben Flächen immer wieder Mais anbaut, deckt dem Maiswurzelbohrer erst richtig den Tisch“, so Friedrich Ostendorff, Mitglied im Landesvorstand des BUND NRW. Allein in den Jahren 2005 bis 2010 ist nach BUND-Berechnungen die Maisanbaufläche in NRW um 22% gewachsen, bundesweit gar um 33%. Hauptursache sei die gestiegene Nachfrage durch Biogasanlagen.

Da der Maiswurzelbohrer nach Europa eingeschleppt wurde und hier keine natürlichen Feinde hat, ist aus Sicht des BUND die nachhaltigste Form der Bekämpfung eine Fruchtfolgenwirtschaft mit dreijährigem Verzicht auf Maisanbau. Dem Käfer und dessen Larven wird damit die Nahrung entzogen, zumal die Larven nicht zu anderen Äckern wandern können. Der BUND warnt davor, jetzt in alte Muster zu verfallen und nun noch stärker die „Chemiekeule herauszuholen“. So hat die oft angepriesene Behandlung von Maissaatgut mit chlotianidinhaltiger Beize zur Abwehr von Larven im Jahre 2008 in Baden-Württemberg ein massives Bienensterben ausgelöst.

Der BUND sieht nun das NRW-Landwirtschaftsministerium in der Pflicht, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und einen Maßnahmeplan für die NRW-Landwirtschaft zu entwickeln, wie das Auftreten des Maiswurzelbohrers durch pflanzenbauliche Maßnahmen und Anbauplanung umweltverträglich eingedämmt werden kann.

Bienensterben durch Pestizide hält an - Imker und BUND fordern Verbot bienengefährdender Pestizide und Reform der Zulassungspraxis

© Kirchhoff / pixelio.de

Das Bienensterben hält an: Allein im ersten Halbjahr 2010 wurden etwa ein Viertel der Bienenvölker in Deutschland vernichtet. Neben von Parasiten wie der Varroa-Milbe verursachten Krankheiten und den Auswirkungen der Intensivlandwirtschaft spielen Pestizide hierbei eine unrühmliche Rolle. Es verdichten sich die Hinweise, dass der Einsatz bienengefährdender Neonicotinoide wie z.B. Clothianidin zu den Ursachen des Bienensterbens gehört. Auch zwei Jahre nach dem großen Bienensterben in Süddeutschland, bei dem etwa 20.000 Bienenvölker getötet oder schwer geschädigt wurden, werden in der Landwirtschaft beim Raps-, Mais-, Gemüse- und Getreideanbau weiterhin bienengefährdende Pestizide eingesetzt.

 

Nach Auffassung des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes (DBIB) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) besteht dringender Handlungsbedarf. Als Sofortmaßnahme ist die Zulassung aller Neonicotinoide zu widerrufen, ebenso ist das Zulassungsverfahren zu verschärfen. Darüber hinaus gilt es, die Anbauweise zu verändern, denn der mit Pestiziden bekämpfte Schädlingsbefall ist oftmals ‚hausgemacht’.

 BUND und Imker haben hierzu ein Hintergrundpapier Hintergrund "Bienensterben durch Pestizide" erstellt.

NRW-Äcker bleiben auch im Jahr 2010 gentechnikfrei

BUND: Landesregierung muss Farbe bekennnen

"In diesem Jahr gibt es in Nordrhein-Westfalen keinen Anbau von genmanipulierten Pflanzen“, so die Einschätzung des NRW-Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Bis zum heutigen Tage vermeldet das amtliche Standortregister keine Anbaufläche in NRW. Da eine solche Meldung jedoch bis spätestens drei Monate vor der Aussaat gesetzlich vorgeschrieben ist, geht der BUND davon aus, dass die NRW-Äcker im Jahr 2010 gentechnikfrei bleiben. mehr

EU-Kommission pusht Anbau von Genmais

BUND: Keine Zulassungen für neue Gentech-Maislinien Bt11 und 1507!

 

30.05.2009 - Nach dem Anbauverbot des Genmais MON 810 in Deutschland und sechs weiteren EU-Staaten droht der heimischen Landwirtschaft in Sachen ‚Gentechnik’ neues Ungemach: Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit hat die EU-Kommission im Januar 2009 das Zulassungsverfahren für den Anbau von zwei weiteren Gentech-Maislinien eingeleitet, den Bt 11 Mais von Syngenta und den 1507 von DuPont Pioneer. Bis Ende Juni 2009 gibt der Ministerrat sein Votum ab. Nur wenn er mit qualifizierter Mehrheit – mit mindestens 255 von 345 Stimmen - gegen die Zulassung stimmt, ist der Anbau ausgeschlossen. Wenn nicht, liegt die Entscheidung bei der EU-Kommission, die auf Zulassung drängt. Der BUND fordert von der zuständigen Fachministerin Ilse Aigner, auf Nichtzulassung zu plädieren.

 

Mehr Infos: BUNDhintergrund: Keine Zulassungen für neue Gentech-Maislinien Bt11 und 1507

 



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2014 produzierten die NRW-Landwirte mehr als 1,8 Millionen Tonnen Schweinefleisch, so viel wie in keinem anderen Bundesland. Eine Folge: Viele Flüsse, Bäche und Seen sowie 40 Prozent der Grundwassermesspunkte in NRW weisen zu hohe Nitratkonzentrationen auf.

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Der Fleischatlas 2014

Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel.

Zum download..

Der "Fleischatlas 2013" zeigt: Eine Wende in der Agrarpolitik ist überfällig!

Ein Deutscher verbraucht in seinem Leben im Schnitt 1.094 Tiere, darunter 4 ganze Rinder, 4 Schafe, 12 Gänse, 37 Enten, 46 Schweine, 46 Puten und 945 Hühner. Mit einem jährlichen Fleischverzehr von rund 60 Kilogramm essen die Deutschen doppelt so viel Fleisch wie die Menschen in Entwicklungs- und Schwellen-ländern. Zugleich produzieren landwirtschaftliche Betriebe hierzulande etwa 17 Prozent mehr Fleisch als verzehrt wird. Fast 2/3 der deutschen Agrar-flächen dienen inzwischen der Erzeugung von Futtermitteln.

Diese und weitere Zahlen enthält der "Fleischatlas", herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung, Le Monde Diplomatique und dem Bund für Umwelt und Natur-schutz Deutschland (BUND). Mehr..

Wer bekommt mein Geld?

Wussten Sie, dass Sie jedes Jahr weit über 100 Euro an Steuern zahlen, die Brüssel für die Landwirtschaft ausgibt? So kommen jährlich über 50 Milliarden Euro zusammen.

Mehr im BUND-Agarexpress:

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