Mastställe in NRW: Immissionsschutz stärken – Tierhaltung verbessern – Vorrang für den Gesundheitsschutz!

BUND begrüßt Filtererlass

20.02.2013 - Der Schutz von Mensch und Natur vor Schadstoffen in der Abluft von Intensivtierhaltungen mit tausenden von Tieren sollte eine Selbstverständ-lichkeit und ungeachtet aller grundsätzlichen Fragen im Zusammenhang mit einer derartigen Tierhaltung Voraussetzung jeglicher behördlicher Genehmigung sein. Die Praxis hingegen zeigt: Erst 1% der Anlagen zur Schweine- und Geflügelhaltung in Deutschland sind mit Abluftreinigungsanlagen ausgestattet.

Der BUND NRW begrüßt daher den Filtererlass des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums zur Verminderung der Emissionen von Tierhaltungsanlagen. Wenngleich mit Blick auf Staub, Ammoniak und Gerüche nur ein kleiner Teil der Schweinehaltungen tatsächlich einbezogen wird, ist er ein wichtiger Schritt, dem vor allem auf Bundesebene weitere folgen müssen. Hervorzuheben ist, dass ab sofort in Genehmigungsverfahren für Schweine- und Geflügelställe erstmals verbindlich die Problematik gesundheitsgefährdender resistenter Keime in der Stallabluft in den Blick genommen wird - eine langjährige Forderung des BUND, die lange Zeit kein Gehör fand.

Der BUND und die anderen anerkannten NRW-Naturschutzverbände hatten zuvor in einer gemeinsamen Stellungnahme zum Erlass-Entwurf ihre Argumente vorgetragen und deutlichen Nachbesserungsbedarf aufgezeigt.

Festzuhalten bleibt auch: Die Installation von Abluftanlagen vermag im Einzelfall negative Auswirkungen auf empfindliche Vegetation und die menschliche Gesundheit zu mindern, sie kann aber nicht die vielfältigen ethischen und ökologischen Probleme lösen, die aus der Intensivtierhaltung resultieren. Der BUND sieht die Notwendigkeit, die Tierhaltung in Deutschland insgesamt 'umzubauen' - mehr Platz für die Tiere, Einstreu und Auslauf, kein Amputieren von Schnäbeln und Schweineschwänzen, Ausstieg aus der Turbomast und Verbot von Qualzuchten wie die Putenrasse BIG 6, ausschließliche Behandlung erkrankter Tiere mit Antibiotika u.v.m. Die Entstehung vieler umwelt- und gesundheitsgefährdender Stoffe und Bioaerosole und die Belastung der Stall(ab)luft könnte so bereits an der Quelle eingedämmt werden. Hier ist vielfach Bundesrecht betroffen und ein Bundeslandwirtschaftministerium, das durchgreifende Verbesserungen bislang ablehnt.

Agrarwende-Demo Berlin, 19.01.2013; Fotos: D. Jansen/BUND

 

Großdemonstration in Berlin fordert Abkehr von Agrarindustrie. 25.000 Demonstranten erwarten von Kanzlerin Merkel ökologische und soziale Reformen in der Landwirtschaft

Berlin, 19.01.2013: Zu Beginn der weltweit größten Landwirtschaftsmesse, der "Internationalen Grünen Woche" in Berlin, haben 25.000 Menschen in der Hauptstadt mit einer Großdemonstration grundsätzliche Reformen in der Agrarpolitik gefordert. Unter dem Motto "Wir haben es satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!" zogen bereits im dritten Jahr in Folge die Teilnehmer mit Transparenten und in teils phantasievollen Kostümen vom Berliner Hauptbahnhof durch das Regierungsviertel zum Bundeskanzleramt. 70 Traktoren und Imkerfahrzeuge aus dem ganzen Bundesgebiet begleiteten den Protest. Bauern, Verbraucher und Imker demonstrierten gemeinsam dafür, nicht die Interessen der Industrie in den Mittelpunkt der Politik zu stellen sondern die Interessen von Verbrauchern und Landwirten, der Tiere sowie des Natur- und Umweltschutzes. Mit Sprechchören wie "Wer Bauern, Tiere, Bienen quält, der wird nicht gewählt!" bekundeten sie ihre Ablehnung der gegenwärtigen Tendenz zu einer immer stärkeren Industrialisierung der Landwirtschaft. Auf ihren Transparenten kritisierten die Demonstranten unter anderem Tierfabriken, Umweltschäden durch den Einsatz giftiger Pestizide, zunehmenden Preisdruck auf die Erzeuger und die negativen Auswirkungen auf die kleinbäuerlichen Strukturen in den Ländern des Südens.

Hubert Weiger, der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), kritisierte in seiner Rede vor dem Kanzleramt am Schluss der Großdemonstration: "Hoffentlich hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Rundgang auf der Grünen Woche nicht von den potemkinschen Dörfern der Agrarindustrie blenden lassen. Hinter dem schönen Schein der Messestände verbergen sich millionenfaches Tierleid, ein exorbitanter Antibiotikaeinsatz bei Masttieren und enorme Belastungen der Umwelt durch die Massentierhaltung. In der Agrarpolitik Deutschlands und der Europäischen Union sind neue Weichenstellungen überfällig. Die Bundesregierung mit Kanzlerin Merkel und Agrarministerin Aigner muss endlich dafür sorgen, dass bäuerliche Betriebe anstatt vor allem Tierfabriken gefördert werden." Eine solche Politik nütze nicht nur dem Tierschutz und den Landwirten, sie schaffe auch die Voraussetzungen für mehr Umwelt- und Verbraucherschutz.

Antibiotikareste in Tränken von Mastställen

BUND: Antibiotika allgegenwärtig - Zunahme resistenter Keime befürchtet

03.07.2012 - Der BUND sieht in den heute vorgestellten Untersuchungsergebnissen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz zu Antibiotikarückständen im Tränkwasser von Geflügelställen eine weitere Mahnung, den massiven Einsatz dieser Medikamente in der Tierhaltung drastisch zu reduzieren. „Die Untersuchungen zeigen eine weitere Gefahrenquelle für die menschliche Gesundheit: Wenn neben den ohnehin viel zu hohen und missbräuchlichen Antibiotikagaben in der Geflügelmast sogar in Zeiten der Nichtbehandlung Antibiotikareste in den Tränken von Puten- und Hähnchenställen auftreten, fördert dieses noch zusätzlich die Bildung resistenter Keime“, so Paul Kröfges, Landesvorsitzender des BUND NRW. mehr

Keine Putenfabrik in Antweiler und Wachendorf - Demonstration am 27.04.2012

Jetzt erst recht! - Unter diesem Motto demonstrierten mehr als 300 Menschen trotz stömenden Regens mit Trillerpfeifen, Rasseln und bunten Plakaten gegen die geplante und nunmehr auch beantragte Putenmastanlage in Antweiler. Knapp 27.000 Puten sollen hier künftig in Turbomast ihr kurzes Leben fristen - ohne Auslauf, in großer Enge in den Ställen und mit gekürzten Schnäbeln, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohnbebauung und ohne Vorlage eines Keimverbreitungsgutachtens, das eine Gefährdung der Bevölkerung durch antibiotkaresistente Keime etc. nachweislich ausschließt. Zur Demonstration aufgerufen hatten die "Bürgerinitiative gegen industrielle Massen-tierhaltung", die Kreisgruppe Euskirchen und der NRW-Landesverband des BUND und der Förderverein Naturschutzstation Bad Münstereifel.

BUND reicht Klage gegen "Eierfabrik" ein

Umweltbelastungen und Gesundheitsgefährdungen unzureichend geprüft – NRW muss Motor für eine verbesserte Tierhaltung werden

25.04.2012 - Die Auseinandersetzung um die Ausweitung des Legehennenbetriebs der Ruhrtaler Frisch-Ei GmbH in Fröndenberg-Frohnhausen geht nun vor Gericht. Der BUND hat jetzt beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen Klage gegen den Kreis Unna eingereicht. Dieser hatte dem Antragsteller am 12. März 2012 eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Erweiterung des Stalles um weitere 19.600 Tiere auf dann insgesamt 59.400 Legehennen erteilt. Der BUND hält die Genehmigung in mehrfacher Hinsicht für fehlerhaft und hat beantragt, diese aufzuheben. Gleichzeitig forderten die Umweltschützer die Landespolitik auf, die Intensivtierhaltung besser zu regulieren. mehr

"Wir haben es satt!" - Bauernhöfe statt Agrarindustrie!

Demonstration am Samstag, 21.01.2012, in Berlin  

  • 11 Uhr Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof
  • Abschlusskundgebung am Bundestag / Reichstagsgebäude 

Während der "Grünen Woche" in Berlin demonstrierten im Januar 2011 mehr als 22.000 Menschen für eine andere Agrarpolitik. Doch ob Gentechnik, Intensivtierhaltung oder EU-Agrarsubventionen: Die Bundesregierung blockiert weiterhin jegliche Neuausrichtung der Agrarpolitik zugunsten einer nachhaltigen, bäuerlichen Landwirtschaft!

 

Das haben wir satt! Im Januar 2012 gehen deshalb erneut VerbraucherInnen, Bäuerinnen und Bauern, Umwelt- und  TierschützerInnen, ImkerInnen und viele andere gemeinsam auf die Straße. Für eine andere Agrarpolitik!

 

  • Für eine bäuerliche, nachhaltige Landwirtschaft
  • Für eine artgerechte Tierhaltung
  • Für eine gentechnikfreie Landwirtschaft
  • Für ein Ende der Exportsubventionen
  • Für ein Ende der Spekulation mit Lebensmitteln

Kommen Sie mit nach Berlin! Mobilisieren Sie zur Demo! Organisieren Sie eigene Sonderbusse! Gerne unterstützen wir Sie dabei. Mehr Infos..

Intensivtierhaltung in NRW - BUND sieht gravierenden Handlungsbedarf

BUND-Stellungnahme zur Anhörung des Agrarausschusses des Landtags am 09.11.2011

Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) be­grüßt die parlamentarische Debatte über die Intensivtierhaltung in Nordrhein-Westfalen sowie den zugrunde liegenden Antrag von SPD und Grünen im Landtag (Drucksache 15/2357). Der BUND hofft und erwartet von der Landesregierung, dass nach jahrelangem Stillstand der Tier- schutz in den NRW-Ställen künftig endlich den Stellenwert erhält, den auch Artikel 29a der Landesverfassung vorgibt. Angesichts gravierender Fehlentwicklungen in der so genannten ‚landwirtschaftlichen’ Tierhaltung sieht der BUND einen erheblichen politisch-rechtlichen Handlungsbedarf auf Landes- wie Bundesebene, der über die im Antrag vorgese­henen bau-, immissions- schutz- und düngerechtlichen Änderungen deutlich hinausgeht und insbe­sondere das Tierschutzrecht und die Haltungsverordnungen mit einbezieht.

In der Anhörung des Agrarausschusses des Landtags am 09.11.2011 bezog der BUND Stellung und legte konkrete Vorschläge u.a. für eine stärkere Öffentlichkeitsbeteiligung bei Stallneubauten, Steuerungsmöglichkeiten für Kommunen sowie Verbesserungen für die Tierhaltung vor.

Zur BUND-Stellungnahme..

Putenfabrik? Nein danke!

10. August 2011 - Der Widerstand gegen die geplante Putenmastanlage in Antweiler (Kreis Euskirchen) wächst sichtbar an: Immer mehr Bürgerinnen und Bürger bekennen  'Farbe' und auf mittlerweile 200 Privatgrundstücken in den Orten Antweiler und Wachendorf geben sie dem örtlichen Bauherrn mit großen Plakaten das klare Signal, dass sein Vorhaben unerwünscht ist.

Der NRW-Landesverband und die Kreisgruppe Euskirchen des BUND unterstützen die Plakataktion der Bürgerinitiative, die sich im Anschluss an die Bürgerversammlung konstituiert hat. Allen denen, die sich hieran beteiligen und offen Flagge zeigen, ein großer Dank!

BUND-Bürgerversammlung zu geplanten Putenmastanlagen im Kreis Euskirchen - Klares Votum: Keine Putenfabriken im Kreisgebiet!

Die Pute - Die Gute? Der NRW-Landesverband und die Kreisgruppe Euskirchen des BUND luden am 1. März 2011 zu einer Bürgerversammlung in die 'Alte Schule' nach Antweiler ein, um in breiter Öffentlichkeit über geplante Putenmast- anlagen im Kreis Euskirchen zu diskutieren. Anlass waren die bekannt gewordenen Vorhaben in Mechernich–Antweiler, in Euskirchen in der Monikastraße und an einem Standort in Zülpich. Die Resonanz und das Informationsbedürfnis waren enorm: Mehr als 100 Interessierte überwiegend aus Antweiler, Wachendorf und den Nachbarorten folgten der Einladung. Viele von ihnen beteiligten sich an der lebhaften Diskussion, darunter auch mehrere Lokalpolitiker/innen.

Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW, stellte die Ergebnisse zweier BUND-Studien zu den Haltungsbedingungen in der Putenmast vor. Herr Rudolf Monnet und weitere Anwohner trugen die vorliegenden Informationen zu den einzelnen Vorhaben im Kreisgebiet zusammen und berichteten über die bisherigen Aktivitäten. Die Vorhabensträger für die geplanten Mastanlagen waren ebenfalls eingeladen, Stellung zu beziehen, nahmen jedoch nicht teil.

Die Diskusssion zeigte klar: Wir wollen keine Putenfabriken, weder in Antweiler noch an anderen Standorten. Artgerechte Tierhaltung und bäuerliche Landwirtschaft: Ja! Intensivtierhaltung: Nein! Die Ausführungen der anwesenden Politiker/innen von SPD, Grünen, UWG und Linke, sich im Stadtrat gegen die Putenmastanlagen auszusprechen, fand große Zustimmung. Diesem müssen nun Taten folgen! Derzeit ist die Gründung einer Bürgerinitiative in Vorbereitung, in der gemeinsame Aktivitäten gegen die Vorhaben geplant werden.

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"Wir haben es satt!" - Stoppt Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte!

Demonstration am Samstag, 22.1. 2011 in Berlin

  • 11 Uhr Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof
  • 13 Uhr Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor

Während der „Grünen Woche“ in Berlin treffen sich am 22. Januar 2011 die EU-Landwirtschaftsminister und internationale Agrarkonzerne auf Einladung der Bundesregierung. Gemeinsames Ziel von Monsanto, Müller Milch, BASF & Co. ist es, die Industrialisierung der Landwirtschaft weiter voranzutreiben. Das heißt: Gentechnik, Mega-Mastställe und Dumping-Exporte. Sie wollen Agrarfabriken statt Bauernhöfe - überall.

Diese Agrarpolitik haben wir satt! Das möchten wir gemeinsam mit vielen anderen starken Partnern auf der Demonstration am 22. Januar zeigen. Kommen Sie mit nach Berlin! Mobilisieren Sie zur Demo! Organisieren Sie eigene Sonderbusse! Wir unterstützen Sie dabei. Mehr Infos.. 

Filmspot zur Demo

Der Filmspot zur Demo "Wir haben es satt!" - Grüne Woche 22.1.2011 Berlin. Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten. Ja zu bäuerlicher, ökologischer Landwirtschaft. Ja zu gesundem, fair produziertem Essen. Jetzt ansehen

BUND begrüßt Markteinführung der ‚Fairen Milch’ in Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf / Köln, den 24.09.2010 - Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt die Markteinführung der ‚Fairen Milch’ in Nordrhein-Westfalen. Neben einem mit 40 Cent pro Liter deutlich höheren Erlös als üblich für die Bäuerinnen und Bauern bietet die Milch ein weiteres Plus: Sie wird ohne Gentechnik und mit viel Grünfutter produziert. Wegen dieser und weiterer verbindlicher Vorgaben sieht der BUND in dem Faire-Milch-Konzept einen wichtigen Beitrag zum Erhalt heimischer Wiesen und Weiden und einer gentechnikfreien Landwirtschaft.

„Die extrem niedrigen Preise für Milch ruinieren seit Jahren die heimischen Milchviehbetriebe. Sie führen zur Betriebsaufgabe vieler kleinerer Höfe und gleichzeitig zur massiven Intensivierung der verbleibenden Betriebe“, so Friedrich Ostendorff, Mitglied im Landesvorstand des BUND NRW und selber Bauer. „Wird diese Entwicklung nicht gestoppt, gibt es grasende Kühe zwar weiterhin auf den Milchverpackungen, aber in wenigen Jahren kaum mehr draußen in der Landschaft.“ Extensiv genutztes Grünland ginge so für die Kulturlandschaft wie für den Naturschutz verloren. Ziel müsse es vielmehr sein, durch entsprechende Bewirtschaftung arten- und blütenreiches Grünland zu fördern und zu erhalten, so Ostendorff.

Aus BUND-Sicht ist es zukunftsweisend für die Landwirtschaft, höhere Erlöse für die Bauern mit konkreten Verbesserungen für den Umwelt- und Naturschutz und eine höhere Produktqualität zu verbinden. Die ‚Faire Milch’ geht diesen Weg: „Mindestens 60% Wiesenfutter für die Tiere, die Begrenzung des Maisanteils im Futter und betriebliche Umweltmaßnahmen sind ein guter Schritt nach vorne“, so Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW. Der höhere Anteil an Wiesenfutter bewirkt auch einen Anstieg der gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren in der Milch. Dass genmanipulierte Pflanzen aus dem Futtertrog ausgeschlossen werden, ist ebenso zentral und entspricht dem klaren Wunsch des Großteils der Verbraucher.

Der BUND ruft dazu auf, Biomilch und die neu eingeführte Faire Milch zu kaufen und hierdurch dem Milchmarkt in NRW neuen Schwung zu geben und weitere Molkereien sowie den Einzelhandel zur Umstellung ihres Sortiments zu bewegen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten der "Fairen Milch"

Erstmals Maiswurzelbohrer in NRW - BUND: Fruchtfolgen statt Chemiekeule – Maisanbau eindämmen

17.08.10 - Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht das erstmalige Auftreten des Maiswurzelbohrers in NRW als „letzten Warnschuss“, den ausufernden Maisanbau einzudämmen und Fruchtfolgen einzuhalten. „Wer viele Jahre in Folge auf denselben Flächen immer wieder Mais anbaut, deckt dem Maiswurzelbohrer erst richtig den Tisch“, so Friedrich Ostendorff, Mitglied im Landesvorstand des BUND NRW. Allein in den Jahren 2005 bis 2010 ist nach BUND-Berechnungen die Maisanbaufläche in NRW um 22% gewachsen, bundesweit gar um 33%. Hauptursache sei die gestiegene Nachfrage durch Biogasanlagen.

Da der Maiswurzelbohrer nach Europa eingeschleppt wurde und hier keine natürlichen Feinde hat, ist aus Sicht des BUND die nachhaltigste Form der Bekämpfung eine Fruchtfolgenwirtschaft mit dreijährigem Verzicht auf Maisanbau. Dem Käfer und dessen Larven wird damit die Nahrung entzogen, zumal die Larven nicht zu anderen Äckern wandern können. Der BUND warnt davor, jetzt in alte Muster zu verfallen und nun noch stärker die „Chemiekeule herauszuholen“. So hat die oft angepriesene Behandlung von Maissaatgut mit chlotianidinhaltiger Beize zur Abwehr von Larven im Jahre 2008 in Baden-Württemberg ein massives Bienensterben ausgelöst.

Der BUND sieht nun das NRW-Landwirtschaftsministerium in der Pflicht, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und einen Maßnahmeplan für die NRW-Landwirtschaft zu entwickeln, wie das Auftreten des Maiswurzelbohrers durch pflanzenbauliche Maßnahmen und Anbauplanung umweltverträglich eingedämmt werden kann.

Bienensterben durch Pestizide hält an - Imker und BUND fordern Verbot bienengefährdender Pestizide und Reform der Zulassungspraxis

© Kirchhoff / pixelio.de

Das Bienensterben hält an: Allein im ersten Halbjahr 2010 wurden etwa ein Viertel der Bienenvölker in Deutschland vernichtet. Neben von Parasiten wie der Varroa-Milbe verursachten Krankheiten und den Auswirkungen der Intensivlandwirtschaft spielen Pestizide hierbei eine unrühmliche Rolle. Es verdichten sich die Hinweise, dass der Einsatz bienengefährdender Neonicotinoide wie z.B. Clothianidin zu den Ursachen des Bienensterbens gehört. Auch zwei Jahre nach dem großen Bienensterben in Süddeutschland, bei dem etwa 20.000 Bienenvölker getötet oder schwer geschädigt wurden, werden in der Landwirtschaft beim Raps-, Mais-, Gemüse- und Getreideanbau weiterhin bienengefährdende Pestizide eingesetzt.

 

Nach Auffassung des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes (DBIB) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) besteht dringender Handlungsbedarf. Als Sofortmaßnahme ist die Zulassung aller Neonicotinoide zu widerrufen, ebenso ist das Zulassungsverfahren zu verschärfen. Darüber hinaus gilt es, die Anbauweise zu verändern, denn der mit Pestiziden bekämpfte Schädlingsbefall ist oftmals ‚hausgemacht’.

 BUND und Imker haben hierzu ein Hintergrundpapier Hintergrund "Bienensterben durch Pestizide" erstellt.

NRW-Äcker bleiben auch im Jahr 2010 gentechnikfrei

BUND: Landesregierung muss Farbe bekennnen

"In diesem Jahr gibt es in Nordrhein-Westfalen keinen Anbau von genmanipulierten Pflanzen“, so die Einschätzung des NRW-Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Bis zum heutigen Tage vermeldet das amtliche Standortregister keine Anbaufläche in NRW. Da eine solche Meldung jedoch bis spätestens drei Monate vor der Aussaat gesetzlich vorgeschrieben ist, geht der BUND davon aus, dass die NRW-Äcker im Jahr 2010 gentechnikfrei bleiben. mehr

EU-Kommission pusht Anbau von Genmais

BUND: Keine Zulassungen für neue Gentech-Maislinien Bt11 und 1507!

 

30.05.2009 - Nach dem Anbauverbot des Genmais MON 810 in Deutschland und sechs weiteren EU-Staaten droht der heimischen Landwirtschaft in Sachen ‚Gentechnik’ neues Ungemach: Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit hat die EU-Kommission im Januar 2009 das Zulassungsverfahren für den Anbau von zwei weiteren Gentech-Maislinien eingeleitet, den Bt 11 Mais von Syngenta und den 1507 von DuPont Pioneer. Bis Ende Juni 2009 gibt der Ministerrat sein Votum ab. Nur wenn er mit qualifizierter Mehrheit – mit mindestens 255 von 345 Stimmen - gegen die Zulassung stimmt, ist der Anbau ausgeschlossen. Wenn nicht, liegt die Entscheidung bei der EU-Kommission, die auf Zulassung drängt. Der BUND fordert von der zuständigen Fachministerin Ilse Aigner, auf Nichtzulassung zu plädieren.

 

Mehr Infos: BUNDhintergrund: Keine Zulassungen für neue Gentech-Maislinien Bt11 und 1507

 

„Extremzucht verbieten – Kontrollen verbessern

Foto: K.-B. Jansen

BUND-Recherche zeigt anhaltende Missstände in der Putenhaltung

13.01.2009 - „Der Großteil der mehr als 1,3 Mio. Puten in NRW wird nicht tiergerecht in Intensivmast gehalten. Dies bedeutet durchweg zu enge Ställe, fehlender Auslauf für die Tiere und ein Kürzen der Schnäbel”, so das Ergebnis einer Recherche des NRW-Landesverbandes des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) zur Situation in den Putenmastanlagen im Lande. Anlässlich des Beginns der ‚Grünen Woche’ am kommenden Donnerstag in Berlin kritisiert der BUND, mit welcher ‚Schönfärberei’ dort Tierhaltung dargestellt wird und wie trist die Realität in den heimischen Ställen aussieht. mehr

BUNDhintergrund „Putenhaltung in NRW - Ergebnisse einer BUND-Recherche 2009“

 

Gentechnik-Demo und Festival „Für biologische Vielfalt – regional, fair, gentechnikfrei!“

12.05.2008 Tausende demonstrierten am 12. Mai in Bonn:

Heute begannen in Bonn zwei wichtige Konferenzen der Vereinten Nationen (UN). Regierungsdelegationen aus aller Welt werden dort über die globale Biodiversität, über die Kontrolle des Saatgutes und der genetischen Ressourcen verhandeln. Es wird auch diskutiert werden, weltweite Mindeststandards für den Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) und die Haftung für Gentechnik-Schäden aufzustellen. Jetzt geht es um unsere Äcker!

Gemeinsam mit anderen Organisationen und Verbänden rief der BUND deshalb zu einer internationalen Kundgebung und dem anschließenden Festival der Artenvielfalt auf. Mehrere tausend Menschen folgten der Einladung und demonstrierten heute gegen die "grüne Gentecnik" und den Erhalt der Biodiversität.

Bilder von der Demo

Gentechnik-Landwirtschaft gefährdet Zukunft der Imkerei!

© Ziebandt / pixelio.de

04.04.2008 Imker und Naturschützer warnen: Bienen halten sich nicht an Abstandsregeln

„Der Anbau genmanipulierter Pflanzen gefährdet die Zukunft der Imkerei und die Erträge unserer Landwirtschaft“, so das einhellige Resümee des Imkerverbandes Rheinland und des NRW-Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf einem gemeinsamen Seminar mit rd. 100 Teilnehmern in Köln-Auweiler. Honig sei ein völlig naturbelassenes, wertvolles Produkt und genießt eine hohe Wertschätzung bei den Verbrauchern. Besuchen Honigbienen z.B. die Blüten von genmanipuliertem Raps und gelangt dessen Pollen in den Honig, seidieser kaum noch als Lebensmittel vermarktbar. mehr

BUND begrüßt: Kein Genmais MON 810 auf NRW-Äckern

12.02.2008 Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt, dass in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr offenbar kein Anbau des Genmais MON 810 erfolgt. Bis zum heutigen Tage vermeldet das amtliche Standortregister keine Anbaufläche in NRW. Da dieses bis spätestens 3 Monate vor der Aussaat erfolgen muss, geht der BUND davon aus, dass NRW im Jahr 2008 frei von MON 810 bleibt.

Der BUND wertet dieses als Erfolg der vielfältigen genkritischen Aktivitäten im Land: „Überall dort, wo in den letzten Jahren Genmais angebaut wurde, haben sich Umweltschützer, Bauern und viele andere zu Protesten zusammengeschlossen. Insbesondere in Greven, Borken und Werne an der Lippe gibt es breite Bündnisse vor Ort.“ Der BUND befürchtet allerdings, dass es im Rahmen von so genannten Freisetzungen zu Forschungszwecken im Frühjahr dennoch zum Anbau anderer Genmais-Sorten kommen könnte. Da diese erst drei Tage vor der Aussaat öffentlich bekannt gemacht werden müssen, hüllten sich die Verantwortlichen damit meist bis kurz  davor in Schweigen. In Werne wurde nach BUND-Beobachtungen auf der bisherigen Freisetzungsfläche eine Mantelsaat angelegt, in deren Mitte eine größere Parzelle nicht eingesät wurde. „Sollte hier zum wiederholten mal genmanipulierter Mais ausgebracht werden, sind wir im Frühjahr wieder zu Stelle“, so der BUND.

BUND fordert Aufklärung und Verkaufstopp - Unentdeckter Gen-Raps auch auf ehemaligen Anbauflächen?

06.09.2007 Gen-Raps in Lippstädter Saatgutunternehmen

Nachdem im Rapssaatgut des Unternehmens ‚Deutsche Saatveredlung (DSV) in Lippstadt Rückstände von gentechnisch verändertem Material gefunden wurde, drängt der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf eine schnelle Klärung der Quelle der Verunreinigung sowie der Verbreitung des Saatguts. Auch müsse offengelegt werden, auf welchen Flächen der Raps zuvor vermehrt wurde. mehr

BUND: Gentechnikfreie Landwirtschaft in NRW ist massiv gefährdet

08.08.2007 Bundeskabinett beschließt Novelle des Gentechnikgesetzes

„Die heute vom Bundeskabinett verabschiedete Novelle des Gentechnikgesetzes gefährdet massiv den Erhalt einer gentechnikfreien Landwirtschaft“, so der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und  Naturschutz Deutschland (BUND). Darüber hinaus würden auch künftig ungeklärte wirtschaftliche Risiken und Haftungsfragen all diejenigen Bauern belasten, die weiterhin im Sinne der Verbraucher gentechnikfrei anbauen. Der BUND ruft daher NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg auf, bei den anstehenden Beratungen im Bundesrat insbesondere auf Änderungen bei den Abstandsregelungen und der Haftung zu drängen. mehr

BUND kritisiert: Monsanto lässt Nachbarfeld mit gentechnikfreiem Mais zerstören

03.06.2007 Borkener Genmais-Acker bleibt erhalten

 Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert, dass der Agro-Konzern Monsanto eine Ackerfläche mit gentechnikfreiem Mais umbrechen lässt, um so seinen umstrittenen Anbau des Gentech-Mais MON 810 in unmittelbarer Nachbarschaft aufrecht erhalten zu können. „Es ist skandalös, dass nun auf einem gentechnikfrei bewirtschafteten Acker die Pflanzen zerstört werden, weil Monsanto zuvor Mindestabstände nicht eingehalten hat“, so Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW. mehr



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Massentierhaltung nützt nur den Schlachthof-Konzer­nen: Sie verdienen damit eine Menge Geld – während die Tiere leiden und Fleisch auf dem Teller landet, das mit antibiotikaresistenten Keimen belastet ist. Dazu kommt: Steuergelder werden milliardenfach für Agrar-subventionen ausgegeben, die Umwelt durch Gülle und Überdüngung verschmutzt.

Wer bekommt mein Geld?

Wussten Sie, dass Sie jedes Jahr weit über 100 Euro an Steuern zahlen, die Brüssel für die Landwirtschaft ausgibt? So kommen jährlich über 50 Milliarden Euro zusammen.

Mehr im BUND-Agarexpress:

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