BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


In aller Lungen: Feinstaub und Stickstoffdioxid

Einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge sterben allein in Europa 100.000 Menschen pro Jahr durch Feinstaub in der Atemluft. Die EU rechnet sogar mit jährlich 65.000 Feinstaub-Toten allein in der Bundesrepublik. Die ultrafeinen Partikel verursachen Lungenfunktionsstörungen, Atemwegserkrankungen, Allergien und Krebs. Hauptursache ist die hohe Belastung aus dem Verkehr, der Industrie, Kraftwerken und diffusen Quellen wie den Braunkohle-Tagebauen. Den gesundheitlichen Risiken durch Feinstaub hat die Europäische Union 1999 mit der Luftqualitätsrahmenrichtlinie Rechnung getragen. Seit dem 1. Januar 2005 sind die strengen Grenzwerte in Kraft. Luftreinhaltepläne und Aktionspläne sind notwendig, um die strikten Grenzwerte einzuhalten; Betroffene haben ein einklagbares Recht auf Einhaltung dieser Grenzwerte. Auch in 2010 können die geltenden Grenzwerte voraussichtlich in etlichen NRW-Städten nicht eingehalten werden.

Als neues Problem kommt die Stickstoffdioxid-Belastung hinzu. Nach der 1. Tochterrichtlinie zur Luftqualität darf der 1-Stundenwert von 200 µg/m3 Luft nicht öfter als 18 mal im Kalenderjahr überschritten werden. Der Jahresgrenzwert liegt bei 40 µg/m3 Luft. Die von NO2 hervorgerufenen Gesundheitsschäden sind ähnlich gravierend, wie die durch Feinstaub ausgelösten. Der Großteil des Stickstoffdioxids ist verkehrsbedingt. Trotz unbestrittener Erfolge bei der Feinstaub-Bekämpfung ist bei NO2 noch kein positiver Trend erkennbar; in vielen NRW-Städten können die neuen Grenzwerte wahrscheinlich nicht einghalten werden.


Der BUND fordert deshalb:

  • räumliche Erweiterung der Umweltzonen zur Senkung der verkehrsbedingten Emissionen! Abschaffung der Ausnahmeregelungen!
  • Wirkungsvolle Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung und -verlagerung! Stärkung des Umweltverbundes aus Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV!
  • Wirksame Eindämmung industrieller Emittenten!
  • Keine neuen Kohlekraftwerke!
  • Nutzung aller Möglichkeiten, um Feinstaub-Emissionen aus Tagebauen zu unterbinden!

Feinstaub: Düsseldorf gehört zu europäischen Schlusslichtern

Europäischer Städtevergleich zeigt große Reserven beim Ausbau von ÖPNV und Fahrradverkehr

07.09.2011 - Im europäischen Vergleich ist Düsseldorf bei der Minderung verkehrsbedingter Rußemissionen in den letzten fünf Jahren kaum vorangekommen. Düsseldorf ist drittschlechteste Stadt in dem Städtevergleich geworden und damit nur unwesentlich vor den Schlusslichtern Rom und Mailand platziert. Hauptursache dafür ist, dass die Stadt trotz hoher Emissionswerte die eigentlich vorhandenen potenziellen Möglichkeiten  zur Rußminderung nicht ausschöpft. Dabei hat die Stadt 2009 eine Umweltzone eingeführt, die allerdings wichtige Verkehrswege ausklammert, wie den Stadtring und östliche Uferkante des Rheins. Auch andere Möglichkeiten wie zum Beispiel Parkraumbewirtschaftung werden nicht genutzt um das Auto weniger attraktiv zu machen. So hat die Stadt die Parkgebühren sogar um 25 Cent die halbe Stunde reduziert. Im öffentlichen Verkehr werden Investitionen anstatt in kosteneffektive in kostenspielige Projekte gesteckt. Auch der Radverkehr wird, obwohl proklamiert, nicht genügend unterstützt. <//span>

Sieger im Städteranking ist Berlin. Wichtigster Grund für die mehr als 50-prozentige Rußminderung war die konsequente Einführung einer Umweltzone in der deutschen Hauptstadt. Den zweiten Platz eines europäischen Städtevergleichs von Maßnahmen zur Rußminderung teilen sich Kopenhagen und Stockholm, Platz drei Zürich und Wien. Den Städtevergleich führten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und das Europäische Umweltbüro in Brüssel (European Environmental Bureau, EEB) durch.

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Evaluation der Umweltzonen im Ruhrgebiet

Umweltzonen wirken - aber weitere Maßnahmen notwendig

Düsseldorf, 02.11.2010: Die Evaluation des Luftreinhalteplans Ruhrgebiet zeigt, dass erste Belastungsrückgänge auch Dank der Einrichtung von Umweltzonen erkennbar sind. Trotzdem reichen die bisherigen Maßnahmen nicht aus, die Grenzwerte einzuhalten. Der BUND fordert daher die Ausweitung der Umweltzonen und Maßnahmen zur Begrenzung der industriellen Immissionen.

Eine umfangreiche Langzeitstudie, die derzeit im Umweltministerium erstellt wird, zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen Sterblichkeitsraten, Wohnortnähe und Feinstaubbelastung. Im Rahmen der Studie „Staubkohorte Frauen NRW“ wurden fast 5000 Frauen aus dem Ruhrgebiet sowie Dülmen und Borken untersucht, und für die bisher verstorbenen die Todesursachen ermittelt. Demnach gibt es einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen den Belastungen durch Feinstaub/Stickstoffdioxid, der Wohnortnähe zu einer vielbefahrenen Straße, der allgemeinen Sterblichkeit und der Todesursache durch Herz-Kreislauferkrankungen. Für den Anstieg der Sterblichkeit an Lungenkrebs konnte ein statistisch signifikanter Zusammenhang in Verbindung mit Feinstaub beobachtet werden, bei Stickstoffdioxid ergab sich ein Zusammenhang mit dem Anstieg der Todesursache „Atemwegserkrankungen“.

Das zeigt, das nach wie vor akuter Handlungsbedarf existiert. Dafür bleibt wenig zeitlicher Spielraum, denn die Grenzwerte müssen spätestens im Juni 2011 eingehalten werden. Ansonsten droht ein Strafverfahren der EU. 

 

Materialien des Umweltministeriums zur Pressekonferenz am 2.11.2010 (externe Links):

Weiter Defizite bei der Luftreinhalteplanung

Saubere Luft an Rhein und Ruhr?

 

Nach der Auswertung Landesumweltamtes ist die Anzahl der Überschreitungstage des Feinstaub-Grenzwertes in 2009 weiter gesunken. Trotzdem bleibt die Luftreinhaltung ein nach wie vor brisantes Problem: In sieben Kommunen können die gesetzlichen Feinstaub-Grenzwerte trotz der Aufstellung von Aktions- und Luftreinhalteplänen noch immer nicht eingehalten werden. Spitzenreiter in 2009 ist Krefeld, wo im Hafen 70 Überschreitungen des Tagesmittels von 50 µg m3 registriert wurden. Maximal zulässig sind 35 Überschreitungen pro Kalenderjahr. Aber auch in Duisburg, Düsseldorf, Dortmund und Essen bleibt die Belastung trotz Einführung von Umweltzonen zu hoch.

 

Dazu kommt, dass seit dem 1. Januar 2010 auch für das ebenso gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid (NO2) neue Grenzwerte gelten. Anders als beim Feinstaub, wo meistens die regionale Hintergundbelastung dominiert, ist der Verkehr mit weitem Abstand Hauptverursacher der NO2-Belastung. Der BUND halt deshalb die Ausweitung der Umweltzonen, den Wegfall von Ausnahmeregelungen und Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung und -verlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsträger nach wie vor für unverzichtbar. Dafür setzt sich der BUND auch weiterhin in den Projektgruppen für die Luftreinhalteplanung bei den Bezirksregierungen ein. Aber auch die Hintergrund-Belastung muss konsequenter angegangen werden. Jedes neue Kohlekraftwerk wird die Situation verschärfen. Auch Braunkohlentagebaue und Steinbrüche wie z.B. in Warstein sorgen für  hohe Belastungen. 

 

Fazit: Feinstaub und Stickstoffdioxid sind eine tödliche Gefahr. Trotzdem schieben die Verantwortlichen die notwendigen Lösungen auf die lange Bank. Umweltminister Uhlenberg beantragte bei der EU für alle betroffenen Gebiete und Ballungsräume Ausnahmeregelungen, die auch größtenteils notifiziert wurden. Jetzt müssen die strengen Grenzwerte erst im Juni 2011 eingehalten werden. Der Schutz der Bevölkerung wird also wieder einmal vernachlässigt.

 

Dieselruß ist unbeachteter Klimakiller

Dirk Jansen (BUND), Iko Tönjes (VCD) und der Verkehrsexperte Dr. Axel Friedrich (v.l.n.r.)

Zum Schutz von Klima und Gesundheit muss Rußbelastung sinken – Umweltzone Düsseldorf ist zu klein

12.01.2010 - Die Maßnahmen der Stadt Düsseldorf sowie der Landesregierung von NRW seien nicht ausreichend, um klima- und gesundheitsschädliche Rußemissionen zu reduzieren. Dies kritisierten heute Vertreter des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Rahmen einer Pressekonferenz der Kampagne „Rußfrei fürs Klima“. mehr

Luftreinhalteplanung zeigt Erfolge - Stickstoffdioxid als neues Problem

07.01.2010 - Nach den vorläufigen Daten des Landesumweltamtes ist die Anzahl der Überschreitungstage des Feinstaub-Grenzwertes im vergangenen Jahr weiter gesunken. Trotzdem bleibt die Luftreinhaltung ein nach wie vor brisantes Problem, da insbesondere die seit dem 1. Januar 2010 geltenden Grenzwerte für das ebenso gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid (NO2) in zahlreichen NRW-Kommunen nicht eingehalten werden können. Anders als beim Feinstaub ist der Verkehr mit weitem Abstand Hauptverursacher der NO2-Belastung. Der BUND halt deshalb die Ausweitung der Umweltzonen, den Wegfall von Ausnahmeregelungen und Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung und -verlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsträger für unverzichtbar.

"Rußfrei fürs Klima"

Borsigplatz Dortmund, 4.8.2009

Verbändekampagne fordert Ausweitung der Umweltzone sowie besseren Rad- und Nahverkehr für Dortmund

Dortmund - 4.8.2009 - Die Kampagne „Rußfrei fürs Klima“ bewertete heute in Dortmund die bisherigen Anstrengungen der Stadt Dortmund und der Bezirksregierung Arnsberg, die gesundheits- und klimaschädlichen Emissionen aus dem Verkehr zu reduzieren, als unzureichend. Dortmund habe zwar von der Europäischen Kommission kürzlich eine Schonfrist zur Einhaltung der Grenzwerte bis Ende 2010 bekommen. Allerdings werde sowohl in diesem Jahr, wie die 25-malige Überschreitung des Tagesmittelwertes für Feinstaub in der Brackeler Straße zeigt, als auch im nächsten Jahr der Feinstaub-Grenzwert an etlichen Straßen überschritten. Auch der ab 1.1.2010 geltende Stickstoffdioxid-Grenzwert von 40 µg/m3 werde in Dortmund vielerorts nicht eingehalten. mehr

Vorfahrt für Gesundheit – Ausbremsen der Kölner Umweltzone unverantwortlich

Abgrenzung der Kölner Umweltzone; Quelle: BezReg Köln

Umweltzone bringt nachweislich erste Verbesserungen der Luftqualität

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert den Kölner Regierungspräsidenten Hans-Peter Lindlar, der es ablehnt, die Fahrverbote in der Kölner Umweltzone zum 1. Januar 2010 auszuweiten. mehr

EU akzeptiert verlängerte Fristen bis 2011 zum Einhalten der Feinstaub-Grenzwerte

BUND: Gesundheit der Bevölkerung wird aufs Spiel gesetzt

 

08.07.2009 - Auf heftige Kritik des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stieß die heute bekannt gegebene Fristverlängerung zum Einhalten der Feinstaub-Grenzwerte bis 2011 für die Ballungsräume Düsseldorf, Dortmund und Hagen. Auch im Hinblick auf die beantragte Fristverlängerung zur Einhaltung der ab 1.1.2010 geltenden Stickstoffdioxid-Grenzwerte warf der BUND der Landesregierung vor, die Gesundheit der Bevölkerung fahrlässig aufs Spiel zu setzen.  mehr

Umweltzone Köln zeitigt erste Luftverbesserungen

Foto: D. Jansen / BUND

Erste Auswertungen bestätigen Wirksamkeit

25.06.2009 - Die Auswirkungen der Umweltzone Köln auf die Stickstoffdioxid(NO2und die Feinstaub(PM10)- Belastung bringen erste Luftverbesserungen. Untersuchungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) belegen: Nach Einführung der Umweltzone ging die mittlere Belastung durch Stickstoffdioxid (NO2) an 6 verkehrsbelasteten Messpunkten in der Umweltzone Köln in den Jahren 2007 und 2008 mit durchschnittlich 1,2 μg/m³ stärker zurück als die urbane Hintergrundbelastung (Reduktion um 0,5 μg/m³). Das mag gering erscheinen, bestätigt aber - anders als in allen anderen NRW-Ballungsräumen - eine rückläufigen Trend.  Auch die Feinstaub (PM10)-Belastung an der Station Turiner Straße ging mit 4 μg/m³ und 17 Überschreitungstagen stärker zurück als die urbane Hintergrundbelastung (2 μg/m³ bzw. 7 Überschreitungstage).

Die festgestellte Verbesserung der Luftqualität reicht jedoch nicht aus, um die Einhaltung der Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub zu erreichen. Der BUND fordert deshalb weiter gehende Maßnahmen wie die Ausweitung der Umweltzone auf das gesamte Stadtgebiet und den Wegfall der zahlreichen Ausnahmebestimmungen.

Mehr Infos: ... zum Zwischenbericht des LANUV  "Auswirkungen der Umweltzone Köln auf die Luftqualität - Auswertung der Messdaten - vom 25. Juni 2009"

 

Jährlich hunderte Feinstaub-Tote in NRW

Evaluation der Luftreinhaltepläne Ruhrgebiet und Düsseldorf - Exposition und gesundheitliche Wirkungen

29.05.2009 - Im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit Nordrhein-Westfalen (APUG NRW) wurde mit einem methodisch neuen Ansatz  in einem gerade abgeschlossenen Projekt untersucht, wie hoch die Zahl der Menschen ist, die einer bestimmten Immissionskonzentration von Feinstaub (PM 10) und Stickstoffdioxid (NO2) gegenüber exponiert ist. Die Gebiete der Luftreinhaltepläne Ruhrgebiet und Düsseldorf wurden einer Betroffenenanalyse unterzogen.

Aussagen über mögliche gesundheitliche Wirkungen wurden aus bekannten umweltepidemiologischen Studien abgeleitet. Hiermit ist eine wichtige Grundlage geschaffen worden, die Erfolge der Luftreinhaltemaßnahmen für die Gesundheit der Bevölkerung weiter zu beobachten.

Ergebnis: Wegen der hohen Feinstaub-Belastung sterben in NRW jährlich etwa 12.600 Menschen vorzeitig. Rechnerisch ist dies mit einem Verlust an Lebenserwartung in Höhe von 166 Tagen verbunden.

Im den hoch belasteten Gebieten des Düsseldorfer Luftreinhalteplans sind allein etwa 50 % des Verlustes an Lebenserwartung auf den Straßenverkehr zurückzuführen. 26 Todesfälle sind auf die verkehrsbedingte Zusatzbelastung durch Feinstaub in Düsseldorf zurückzuführen. Im Ruhrgebiet sterben jährlich etwa 280 Menschen vorzeitig wegen der hohen verkehrsbedingten Feinstaub-Belastung.

Dazu kommen die Krankheits- und Todesfälle durch Stickstoffdioxid (NO2). In Düsseldorf sterben jährlich allein 128 Frauen an den verkehrsbedingten Zusatzbelastungen durch NO2 (Ruhrgebiet: 180).

Fazit: Feinstaub und NO2 sind eine tödliche Gefahr. Die verkehrsbedingten Feinstaub-Immissionen haben daran einen wesentlichen Anteil. Neben der flächendeckenden Einführung von Umweltzonen - Düsseldorf: ganzes Stadtgebiet; Ruhrgebiet: Schluss mit dem Flickenteppich einzelner Umweltzönchen  - sind endlich auch Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung und - verlagerung in Angriff zu nehmen.

Die Projektergebnisse sowie eine deutsche und englische Kurzfassung der Studie finden sich unter http://www.apug.nrw.de/pdf/APUG_Evaluation_LRP_Broschuere.pdf


Die Langfassung finden Sie hier: http://www.apug.nrw.de/pdf/Endbericht_APUG_Evaluation_LRP.pdf


Druckversionen können unter infoservice@munlv.nrw.de angefordert werden.

Trotz Umweltzone keine Entwarnung in Düsseldorf

16. März 2005: BUND-Aktion auf der Düsseldorfer Corneliusstraße; Foto: D. Jansen

 

Feinstaub und Stickstoffdioxid bleiben Problem / Europäische Kommission droht mit Bußgeldern

Düsseldorf, 11.02.2009 - Vier Jahre nachdem der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erstmals die Einführung einer Umweltzone in Düsseldorf gefordert hatte, wird diese am kommenden Sonntag Realität. Der BUND sieht in der Düsseldorfer Umweltzone eine längst überfällige Maßnahme zur Senkung der verkehrsbedingten Feinstaub-Emissionen. Gleichzeitig mahnt der Umweltverband aber weitere Maßnahmen an.  mehr

Feinstaubbelastung in sieben Kommunen weiterhin zu hoch

Aktions- und Luftreinhaltepläne greifen noch nicht ausreichend

01.01.2009 - Trotz des In-Kraft-Tretens zahlreicher Aktions- und Luftreinhaltepläne zur Senkung der Feinstaubbelastung wurden die Grenzwerte auch in 2008 wieder in zahlreichen NRW-Kommunen überschritten. Nach der vorläufigen Auswertung des Landesumweltamtes war Krefeld mit 74 Überschreitungstagen des Tagesgrenzwertes von 50 µg/m3 wieder einmal NRW-Spitzenreiter in Sachen Feinstaubbelastung. Essen (67), Dortmund (60), Duisburg (51), Köln (49), Dinslaken (48) und Münster (38) folgen. Die Zahlen zeigen, dass vermehrte Anstrengungen zur Luftreinhalteplanung erforderlich sind. Zwar sind auch deutliche Verbesserungen - z.B. in Düsseldorf (30) oder Niederzier (21) - zu verzeichnen. Allerdings begünstigte das Jahr 2008 auch wegen seiner meteorologischen Verhältnisse niedrigere Feinstaubkonzentrationen.

Landtagsanhörung Umweltzonen im Ruhrgebiet

03.06.2008 - Am 3. Juni 2008 debattiert der NRW-Landtag über den Luftreinhalteplan Ruhrgebiet. Die Landesregierung ist mit ihrer ursprünglichen Planung nach Einführung einer Umweltzone Ruhrgebiet am Widerstand von Industrie, Handel, ADAC und FDP gescheitert. Anstelle einer am Gesundheitsschutz orientierten großräumigen Umweltzonen soll jetzt ein Flickentepich verschiedener kleiner Umweltzönchen eingerichtet werden. Mehr als 3 Millionen Menschen im Belastungsgebiet werden damit weiterhin den Gefahren durch Feinstoff und Stickstoffdioxid ausgesetzt. mehr

Die BUND-Stellungnahme zur Landtagsanhörung am 03.06.2008 finden Sie hier

Landesregierung missachtet Recht auf saubere Luft

Aus für Umweltzone Ruhrgebiet / „Dialog Wirtschaft und Umwelt NRW“ gescheitert

12.02.2008 Mit harscher Kritik reagiert der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf das offenbar von der Landesregierung beschlossene Aus für die geplante Umweltzone Ruhrgebiet. Das Einknicken der Landesregierung vor den Lobbyinteressen von IHKs und ADAC werde die Bevölkerung teuer mit ihrer Gesundheit bezahlen. mehr

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Landtagsanhörung zu Feinstaub

13.08.2007 Am 13. August 2007 fand im Düsseldorfer Landtag eine Expertenanhörung zur Feinstaubproblematik in NRW statt. Der BUND hat hierzu eine umfangreiche Stellungnahme erarbeit. Trotz geringfügiger Verbesserungen der Belastungssituation und punktueller Fortschritte werden die Grenzwerte weiterhin an vielen Messorten überschritten. Die Luftreinhaltepolitik des Landes muss damit als „mangelhaft“ bewertet werden. BUNDhintergrund

Die aktuellen Immissionswerte aller Messstationen sowie die Ergebnisse der Luftmessungen in Nordrhein-Westfalen und ihre Bewertung nach den europaweiten Grenzwerten sind im Internet unter der Adresse des Landesumweltamtes eingestellt: www.lanuv.nrw.de

Quelle: http://www.bund-nrw.de/themen_und_projekte/immissionsschutz_chemie/luftreinhalteplanung/