Europäischer Städtevergleich zeigt große Reserven beim Ausbau von ÖPNV und Fahrradverkehr
07.09.2011 - Im europäischen Vergleich ist Düsseldorf bei der Minderung verkehrsbedingter Rußemissionen in den letzten fünf Jahren kaum vorangekommen. Düsseldorf ist drittschlechteste Stadt in dem Städtevergleich geworden und damit nur unwesentlich vor den Schlusslichtern Rom und Mailand platziert. Hauptursache dafür ist, dass die Stadt trotz hoher Emissionswerte die eigentlich vorhandenen potenziellen Möglichkeiten zur Rußminderung nicht ausschöpft. Dabei hat die Stadt 2009 eine Umweltzone eingeführt, die allerdings wichtige Verkehrswege ausklammert, wie den Stadtring und östliche Uferkante des Rheins. Auch andere Möglichkeiten wie zum Beispiel Parkraumbewirtschaftung werden nicht genutzt um das Auto weniger attraktiv zu machen. So hat die Stadt die Parkgebühren sogar um 25 Cent die halbe Stunde reduziert. Im öffentlichen Verkehr werden Investitionen anstatt in kosteneffektive in kostenspielige Projekte gesteckt. Auch der Radverkehr wird, obwohl proklamiert, nicht genügend unterstützt.
Sieger im Städteranking ist Berlin. Wichtigster Grund für die mehr als 50-prozentige Rußminderung war die konsequente Einführung einer Umweltzone in der deutschen Hauptstadt. Den zweiten Platz eines europäischen Städtevergleichs von Maßnahmen zur Rußminderung teilen sich Kopenhagen und Stockholm, Platz drei Zürich und Wien. Den Städtevergleich führten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und das Europäische Umweltbüro in Brüssel (European Environmental Bureau, EEB) durch.
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