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Steinkohlekraftwerk Marl (Infracor/Evonik)

Der geplante Kraftwerksstandort in der Lippeaue

Neues Riesen-Steinkohlekraftwerk in Marl geplant

Die Infracor GmbH, eine Tochter der Evonik Degussa GmbH, plant für die Energieversorgung des Chemieparks Marl die Errichtung eines Steinkohlekraftwerks mit einer elektrischen Leistung von 750 bis 900 Megawatt. Die Feuerungswärmeleistung des Kraftwerks beträgt 2.100 Megawatt. 

Das Kraftwerk soll laut der bisherigen Scoping-Unterlagenoffenbar die bestehenden Industriekraftwerke aus den Jahren 1966-1974 ersetzen. Inzwischen wurde die Aussage allerdings korrigiert: Auf Nachfrage in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses der Stadt Haltern am 23.10.08 wurde von den Vertretern der Evonik/Infracor mitgeteilt, dass es nicht beabsichtigt ist, die bestehenden Kraftwerksblöcke nach Inbetriebnahme des neuen 900 MW-Kohlekraftwerks abzuschalten.

Noch befindet sich das Vorhaben in einem sehr frühen Planungsstadium. Ziel der Betreiber ist es, die planungsrechtliche Festsetzung von Industrieflächen im Bereich des Chemieparks Marl nördlich des Wesel-Datteln-Kanals zu sichern und weiterzuentwickeln.

Die Weiterentwicklung umfasst den Kraftwerksneubau in unmittelbarer Nähe des bestehenden Kraftwerks II. Hierzu muss der Bebauungsplan geändert werden. Der Scopingtermin zur Festlegung des erforderlichen Untersuchungsumfanges der Umweltprüfung fand am 4.9.08 in Marl statt. 

Downloads: Anschreiben der Genehmigungsbehörde und die diesbezügliche Planungsunterlage.

 

 

„Dinosaurier-Technologie stoppen!“

Kohlosaurus; Foto: D. Jansen/BUND

Kampagnenbündnis errichtet fünf Meter hohes Dinosaurier- Kohlekraftwerk / Öffentliche Debatte zu geplanten Kohlekraftwerken

 

Marl, 22.09.09: Mit einem als Dinosaurier gestalteten Kohlekraftwerk demonstrierten eine Woche vor der Bundestagswahl Campact, der BUND, die Klima-Allianz sowie die Bürgerinitiative Lebensqualität und Umweltschutz (BLU) vor dem Marler Rathaus gegen das von Evonik geplante Kohlekraftwerk. Aus dem „Kohlosaurus“ stiegen dabei hunderte CO2-Ballons auf, die die Gefahr der Kohleverbrennung für das Klima symbolisierten. Auf Plakaten forderten die Demonstranten: „Dinosaurier-Technologie stoppen!“. 

Mit der Aktion riefen die Veranstalter die Bürger in Marl auf, am Sonntag die Parteien zu wählen, die sich für den Klimaschutz und gegen den Einsatz klimaschädlicher Technologien einsetzen. mehr

Diskussion um Marler Kraftwerksplanung

Foto: Ellen Adam

Evonik bestätigt: Kraftwerk soll Strom für Europa liefern

Marl, 23.07.2009 - Kohlekraftwerk in Marl - ja oder nein? Wie ein roter Faden zogen sich Argumentationen zu Umweltschutz und Lebensqualität kontra Profitdenken und Wirtschaftlichkeitsberechnungen bei Investitionsentscheidungen durch die Gespräche während der Podiumsdiskussion der Klima-Allianz am 23. Juli 2009 in der Grubenausbauwerkstatt. Mehr als 200 BesucherInnen waren gekommen und diskutierten engagiert mit.  mehr

BUND-Kritik an Marler Kraftwerksplanung

Dirk Jansen, BUND-Geschäftsleiter: Foto: Ellen Adam / BLU

Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND NRW und Mitglied im Arbeitsausschuss der Klima-Allianz NRW: „Nordrhein-Westfalen ist bundesweit Schlusslicht beim Klimaschutz. 44 % aller vom Emissionshandel erfassten Treibhausgase stammen von hier. Trotzdem unterstützt die Landesregierung den Neubau von 11 Kohlekraftwerken. Werden sie realisiert, so führt dies zu zusätzlichen CO2-Emissionen von jährlich etwa 40 Millionen Tonnen - und das mindestens 40 Jahre lang. So werden alle Klimaschutzziele unerreichbar." Aber auch aus anderen Gründen seien Kraftwerke wie das in Marl geplante unverantwortlich. "Durch ein Kraftwerk in Marl würde massiv in die durch europäisches Naturschutzrecht geschützte Lippeaue eingegriffen. Auch die Lippe selbst kann wegen der enormen Vorbelastung durch andere Kraftwerke keine zusätzlichen Abwärme- und Abwasserfrachten mehr verkraften. Kohlekraftwerke sind zudem Dreckschleudern: Durch den Ausstoß eines Cocktails aus Feinstaub, Schwermetallen und radioaktiven Substanzen wird jegliche Luftreinhalteplanung sabotiert", sagte der BUND-Energieexperte.

Bewegte Bilder:

http://www.youtube.com/watch?v=-DvS3Ns9S1w

http://www.youtube.com/watch?v=Rf0jhtFg7wY

 

Mehr Infos zu der Veranstaltung gibt es unter www.stoppt-das-kraftwerk.de


Massiver Protest gegen geplantes Kohlekraftwerk in Marl angekündigt

Erfolgreicher Kampagnenstart „Stoppt das Kraftwerk"

 

Marl , 16.07.2009 - Mit einer groß angelegten Kampagne will die „Bürgerinitiative für Lebensqualität und Umweltschutz“ (BLU) in Marl den Bau des von Infracor (Evonik) geplanten Kohlekraftwerks verhindern. Dabei bekommt sie breite Unterstützung vom Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der nordrhein-westfälischen sowie der bundesweit tätigen Klima-Allianz, einem Bündnis aus über 100 Organisationen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Auf einer Pressekonferenz kündigten die Teilnehmer an, gegen die Kraftwerkspläne gemeinsam mit Informationen, Argumenten, Veranstaltungen und Aktionen massiv zu protestieren. Eine Kampagnen-Internetseite www.stoppt-das-kraftwerk.de informiert ab heute umfangreich über die Planungen vor Ort, die negativen Folgen des Kohlekraftwerks sowie über die Möglichkeiten, sich am Protest zu beteiligen. mehr



Direkt zur Online-Spende, Foto: eyewire / fotolia.com
Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Podiumsdiskussion in Marl

Donnerstag, 23. Juli 2009, 19.00 Uhr, Yehudi-Menuhin-Forum, Marl

BI gegen Kraftwerk

Die  Bürgerinitiative für Lebensqualität und Umweltschutz e.V.  kämpft vor Ort gegen die Kraftwerksplanung. mehr

 

Fotomontage des Vorhabens; F/M.: BI BLU
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