BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Der Stadtwerkeverbund Trianel wollte ursprünglich zusammen mit der Chemiefirma Bayer in Krefeld ein Kohlekraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 750 Megawatt bauen. Dagegen machte der BUND zusammen mit den Bürgerinitiativen in Krefeld und Düsseldorf mobil - mit Erfolg! Die Trianel-Gesellschafterversammlung stoppte die Planungen für das Kohlekraftwerk. Jetzt soll in Uerdingen eine hocheffizientes Gas-und-Dampf-Kraftwerk gebaut werden.

"Weiterer großer Erfolg für Mensch und Umwelt"
07.07.2011 - Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt das heute beschlossene Aus für das umstrittene Trianel-Kohlekraftwerk in Krefeld-Uerdingen. Das sei eine weiterer großer Erfolg für Mensch und Umwelt. Der hartnäckige Widerstand von BUND und Bürgerinitiativen habe die Trianel-Gesellschafter letztendlich überzeugt: Kohlekraftwerke haben energiewirtschaftlich keine Zukunft und sind aus Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes nicht genehmigungsfähig. mehr

Standort: Krefeld
Investor: Trianel und BAYER
Investitionssumme: mehr als 1 Mrd. Euro
Baubeginn: ursprüngl. geplant 2008
geplante Fertigstellung: 2012
Typ: Steinkohleverbrennung
Leistung: 750 MW elektrisch
Feuerungswärmeleistung: 1.870 MW th.
Stilllegung von Altanlagen: 2 Blöcke im BAYER-Werk mit je 117 MWth.
CO2-Ausstoß: 4,4 Mio. Tonnen pro Jahr
Beteiligte Stadtwerke: 27 Stadtwerke (vollständige Liste auf www.trianel.com)

Trianel-Gesellschafterversammlung tagt / Hocheffizientes Gaskraftwerk sinnvolle Alternative
05.07.2011 - Am Donnerstag entscheiden die Gesellschafter der Trianel Kohlekraftwerk Krefeld Projektgesellschaft mbH (TKK) über die Zukunft des umstrittenen Projekts. Im Vorfeld der Entscheidung forderten Umweltverbände und Bürgerinitiativen die Vertreter der rund 30 an dem Projekt beteiligten deutschen Stadtwerke auf, die Planung eines Kohlekraftwerks offiziell zu beenden und stattdessen auf ein hocheffizientes Gaskraftwerk umzuschwenken. mehr

Erörterungstermin nach sieben Tagen beendet / Antrag nicht genehmigungsfähig
Krefeld, 29.09.2010 – Nach sieben Tagen ist heute der Erörterungstermin zum geplanten Trianel-Kohlekraftwerk in Krefeld-Uerdingen zu Ende gegangen. Mehr als 499 von Einwenderseite vorgebrachte Kritikpunkte waren seit dem 20. September im Krefelder Seidenweberhaus zwischen den Kraftwerkskritikern, der Antragstellerin und den zuständigen Behörden diskutiert worden. Nach dem Verlauf der Erörterung sind der BUND und der Bürgerinitiativen optimistisch, dass das beantragte Kohlekraftwerk nicht realisiert werden wird. mehr
28.09.2010 - „Tag des Wassers“ beim Erörterungstermin zum Kraftwerks-Projekt Krefeld-Uerdingen / BUND und Bürgerinitiativen optimistisch: „Kraftwerk nicht genehmigungsfähig" mehr
27.09.2010 - "Radioaktivität wie ein Atomkraftwerk" / Start in die 2. Woche des Erörterungstermins zum geplanten Trianel-Kohlekraftwerk in Krefeld / kraftwerksbedingte Radioaktivität und Naturschutz im Mittelpunkt mehr
23.09.2010 Bilanz zur Halbzeit der Erörterung: Unterlagen unvollständig – eine Entscheidung ist noch meilenweit entfernt mehr
22.09.2010 Der dritte Erörterungstag zur Kohlekraftwerksplanung in Krefeld: Gesundheit der Bevölkerung irrelevant? mehr
21.09.2010 Die Farce der Erörterung zur Kohlekraftwerksplanung in Krefeld in derzweiten Runde/ Umweltverbände weisen Trianel nach: Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit unvollständig und unausgegoren mehr
20.09.2010 Überraschung zum Beginn des Erörterungstermins zur Kohlekraftwerksplanung in Krefeld:Trianel stellt eigenes Vorhaben in Frage mehr
Am 20. September, 10.00 Uhr, beginnt im Krefelder Seidenweberhaus der Erörterungstermin im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für das geplante Trianel-Kohlekraftwerk in Krefeld Uerdingen. Alle EinwenderInnen können dann ihre Kritik mit dem Vorhabenstrager und der Bezirksregierung Düsseldorf erörtern. mehr
21.07.2010 - Die Hafen Krefeld GmbH & Co KG plant die Errichtung und den Betrieb eines Anlegers mit Schüttgutumschlag in Krefeld-Uerdingen. Dieser Hafenausbau dient der Belieferung des geplanten Trianel-Kraftwerks mit importierter Steinkohle. Jährlich sollen dort bis zu 2,4 Millionen Tonnen Kohle umgeschlagen werden. Weitere Lärm- und Schdstoffimmissionen wären dadurch vorprogrammiert. Die Naturschutzverbände BUND, LNU und NABU haben jetzt fristgerecht eine Stellungnahme in das laufende Planfeststellungsverfahren eingebracht.

Ende der Einwendungsfrist / BUND warnt vor neuem energiepolitischen Fiasko / Auch Landesregierung in der Pflicht
28.06.2010 - Zum Ende der Einwendungsfrist gegen den Antrag der Trianel Kohlekraftwerk Krefeld Projektgesellschaft mbH & Co. KG zum Bau und Betrieb eines Steinkohlenkraftwerks in Krefeld-Uerdingen haben mehr als 22.000 Bürgerinnen und Bürger ihren Protest gegen das Vorhaben schriftlich bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht. Die Betroffenen unterstützten damit eine vom nordrhein-westfälischen Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gemeinsam mit dem Niederrheinischen Umweltschutzverein (NUV) in Krefeld und der Duisburger Bürgerinitiative Saubere Luft initiierte Kampagne gegen das Vorhaben. Zugleich legte der BUND seine mehr als 300-seitige offizielle Stellungnahme zum Genehmigungsantrag vor. Der Umweltverband forderte die Bezirksregierung Düsseldorf auf, den Genehmigungsantrag wegen „zahlreicher unheilbarer Verletzungen des Planungs- und Umweltrechts“ zurückzuweisen. mehr
Die 355-seitige Einwendung des BUND
Ende der Offenlegung / Noch bis zum 28. Juni Einwendungen gegen Projekt möglich
14.06.2010 - Heute endet die Offenlegung der Antragsunterlagen für das umstrittene Trianel-Kohlekraftwerk in Krefeld-Uerdingen. Doch noch bis zum 28. Juni 2010 können Bürgerinnen und Bürger Einwendungen gegen das Projekt schriftlich bei der Bezirksregierung Düsseldorf einreichen. Danach sind Einwendungen ausgeschlossen. Darauf weisen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Niederrheinische Umweltschutzverein (NUV) in Krefeld und die Duisburger Bürgerinitiative Saubere Luft hin. mehr

BUND und Bürgerinitiativen starten Einwendungsgenerator
Noch bis zum 28. Juni können bei der Bezirksregierung Düsseldorf Einwendungen gegen das geplante höchst umstrittene Trianel-Kohlekraftwerk in Krefeld vorgebracht werden. Eine besondere Art der Hilfestellung leisten jetzt der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Niederrheinische Umweltschutzverein (NUV) in Krefeld und die Duisburger Bürgerinitiative Saubere Luft. Mit einem Einwendungsgenerator auf der gemeinsamen Aktionshomepage www.nicht-verkohlen.de/gute-gruende können aus 111 vorgefertigten Kritikpunkten individuelle Einwendungen gegen das Projekt generiert und ausgedruckt werden. mehr

Offenlegungsfrist hat begonnen
Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft gemeinsam mit dem Niederrheinischen Umweltschutzverein (NUV) und der Bürgerinitiative Saubere Luft die Bürgerinnen und Bürger in Krefeld, Duisburg und Umgebung auf, jetzt ihre Einwände gegen den umstrittenen Bau eines Kohlekraftwerks in Krefeld-Uerdingen vorzubringen. Dazu hat das Widerstandsbündnis eine breit angelegte Kampagne gestartet. mehr
Ab dem 14. Mai 2010 wird der Antrag der Trianel Kohlekraftwerk Krefeld Projektgesellschaft mbH & Co. KG zum Bau des Kohlekraftwerks in Krefeld-Uerdingen bei der Bezirksregierung in Düsseldorf und den Verwaltungen in Krefeld, Duisburg-Rheinhausen, Moers und Neukirchen-Vluyn einen Monat lang ausgelegt. Bis zum 28. Juni haben Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, ihre Kritik an dem Vorhaben vorzubringen. Ein Erörterungstermin für die Einwender wird voraussichtlich ab 20. September 2010 in Krefeld stattfinden. mehr
Offenlegungsverfahren für Trianel-Kohlekraftwerks-Projekt in Krefeld - BUND und Bürgerinitiativen kündigen konsequenten Widerstand an
06.05.2010 - Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wird gemeinsam mit dem Niederrheinischen Umweltschutzverein (NUV) aus Krefeld und der Duisburger Bürgerinitiative Saubere Luft „alle politischen und juristischen Möglichkeiten“ nutzen, das geplante Trianel-Kohlekraftwerk in Krefeld zu verhindern. Das kündigten die Kraftwerksgegner heute anlässlich der offiziellen Veröffentlichung des Bauvorhabens und des Zeitplanes für das Bürgerbeteiligungsverfahren an. mehr
Laut Trianel stößt das Kraftwerk trotz vermeintlich modernster Filtertechnik im so genannten Normalbetrieb jährlich u.a. folgende Schadstoffmengen aus [Hinweis: Für die Genehmigungsfähigkeit entscheidend ist der Volllastbetrieb, bei dem die Emissionen deutlich höher liegen können!]:
Feinstaub: 124.000 kg
Quecksilber: 17,7 kg
Cadmium: 17,7 kg
Arsen: 17,7 kg
Blei: 17,7 kg
Schwefeldioxid: 2.387.000 kg
Stickstoffdioxid: 1.768.000 kg
Pressemitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf vom 14.01.2010:
Nachdem gestern Abend der Stadtrat das Einvernehmen der Stadt Krefeld zum geplanten Trianel-Kohlekraftwerk erklärt hat, erwartet die Bezirksregierung eine so genannte “qualifizierte planungsrechtliche Stellungnahme”. Die Stadt Krefeld soll darin darlegen, ob sie ihre Bauleitplanung gegebenenfalls an das Projekt anpassen wird bzw. noch weitere Pläne aufgestellt werden müssen oder ob die derzeitige kommunale Bauplanungssituation ausreichend erscheint. Dabei muss die Stadt auch rechtlich einschätzen, ob ihre Pläne den Anforderungen eines Urteils des Oberverwaltungsgerichts Münster (OVG) genügen. Das OVG hatte bei der Beurteilung der Bebauungspläne für ein geplantes Kraftwerk in Datteln höhere Anforderungen gestellt als die beteiligten Behörden. Es stellt sich der Stadt daher die Frage, ob das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren nicht von einer neuen Bauleitplanung der Gemeinde begleitet werden muss.
Quelle: http://www.bezreg-duesseldorf.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2010/01Januar/013_2010.html/font>/u>
13.01.2010 - Heute Abend entscheidet der Rat der Stadt Krefeld über die Erteilung des so genannten „gemeindlichen Einvernehmens“ nach dem Baugesetzbuch zum geplanten Trianel-Steinkohlekraftwerk in Uerdingen. Damit soll zumindest aus Sicht der Bauleitplanung der Weg für das umstrittene Vorhaben geebnet werden.
Hintergrund ist der Antrag der Trianel Kohlekraftwerk Krefeld Projektgesellschaft mbH & Co. KG auf Erlass eines Vorbescheides und einer 1. Teilgenehmigung zur Errichtung und zum Betrieb eines Kohlekraftwerks mit einer Feuerungswärmeleistung von 1.879 MWth. Mit Schreiben vom 7.12.2009 hatte die Bezirksregierung Düsseldorf die Stadt Krefeld um eine qualifizierte planungsrechtliche Stellungnahme gebeten, die alle Flächen des geplanten Kraftwerks – also nicht nur die per Bebauungsplan bereits gesicherten – umfasst. Dabei solle das gemeindliche Einvernehmen gem. Baugesetzbuch für die Inanspruchnahme aller benötigten Flächen und verschiedener Befreiungen von den Vorgaben des Landschaft- und Biotopschutzes erteilt werden. Eine von der Stadtverwaltung beauftragte rechtliche Bewertung des Sachverhaltes durch Prof. Dr. Bernhard Stüer (Münster) kommt zu dem Ergebnis, dass die Vereinbarkeit des Vorhabens mit dem Planrecht der Stadt gegeben ist. Dabei empfiehlt Prof. Dr. Stüer allerdings, die Erkenntnisse des Datteln-Urteils des OVG Münster mit einzubeziehen und eine begleitende Bebauungsplanung in die Wege zu leiten.
Gemäß der Vorlage des Oberbürgermeisters der Stadt Krefeld zur heutigen Ratssitzung ist offenbar nicht beabsichtigt, dieser Empfehlung des Rechtsexperten zu folgen. Weitere Bebauungspläne für alle vom Kraftwerksvorhaben betroffenen Flächen sollen offenbar nicht aufgestellt werden. Dies führt entgegen der Absicht der Stadt nicht zu mehr, sondern zu weniger Rechtssicherheit. Insofern sieht der BUND einer etwaigen späteren juristischen Auseinandersetzung mit Optimismus entgegen.
Zwar ist die Erteilung des „gemeindlichen Einvernehmens“ kein nach außen wirksamer Verwaltungsakt und demzufolge nicht beklagbar. Allerdings wird die Rechtmäßigkeit der Befreiungen und die Flächeninanspruchnahme im Rahmen des sich abzeichnenden Rechtsstreits um die immissionsschutzrechtliche Genehmigung vollumfänglich auf den Prüfstand gestellt werden. Aus Sicht des BUND wäre vor diesem Hintergrund die Aufhebung der bestehenden Bebauungspläne und die Einleitung einer neuen Bebauungsplanung unter Einbeziehung der Öffentlichkeit die einzig adäquate Vorgehensweise gewesen.
Im Falle des Kraftwerks Krefeld sieht der BUND also noch etliche Hürden für die Realisierung des umstrittenen Vorhabens. Die juristischen Erfolge des BUND in den Auseinandersetzungen um das Trianel-Kraftwerk Lünen und das E.On-Kraftwerk Datteln zeigen: Noch bestehen alle Chancen, das ebenso überflüssige wie schädliche Trianel-Kohlekraftwerk in Krefeld zu verhindern.
Umweltverbände und Bürgerinitiativen kündigen erbitterten Widerstand gegen Krefelder Kohlekraftwerk an
06.06.2009 - Unter dem Motto „Wir lassen uns nicht verkohlen“ demonstrierten heute 1.500 Menschen in Krefeld-Uerdingen gegen das dort geplante Steinkohlenkraftwerk und für Klimaschutz und saubere Luft. Als Hauptredner riefen der stellvertretende BUND-Bundesvorsitzende Klaus Brunsmeier, der NABU-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck und die ehemalige NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn zum Widerstand gegen das Kohlekraftwerk auf. mehr

Auf eine von Trianel herausgegebene Informationsbroschüre über das Kohlekraftwerk reagierte die Bürgerinitiative mit einer äußerlich fast identischen eigenen Broschüre, in der sie die oft schwammigen Formulierungen von Trianel mit Zahlen hinterlegt und erläutert, warum ein umweltfreundlicheres Gaskraftwerk eine gute Alternative wäre.
Dr. Bernd Kaufmann erhielt stellvertretend für die 144 Ärzte und Apotheker, die sich gegen das geplante Kohlekraftwerk im Bayer-Chemiepark Uerdingen engagieren, am 23.06.07 von der früheren Landesumweltministerin Bärbel Höhn den Öko-Plus-Umweltpreis 2007. Die Ärzteinitiative informiert u.a. mit einer vertonten Diashow über die vom Kohlekraftwerk ausgehenden Gefahren.
Fast vier Monate lang hungerten Kraftwerksgegner bei einem Staffel-Hungerstreik gegen das geplante Kohlekraftwerk. Dabei fasteten die Teilnehmenden jeweils mindestens eine Woche, der Umweltaktivist Ulrich Gruber hielt sogar fünf Wochen ohne Nahrung durch, bis sich bei einer CDU-Fraktionssitzung eine Mehrheit gegen das Kraftwerk abzeichnete.
Etappensieg für Kraftwerksgegner
Im Dezember 2007 verabschiedeten CDU und Grüne im Stadtrat eine Veränderung des Bebauungsplans, mit der das Kohlekraftwerk in seiner aktuellen Dimension verhindert werden soll.
Im Juni 2008 bestätigte der Stadtrat erneut mit Stimmen von CDU und Grünen die im Dezember eingeleitete Änderung des Bebauungsplans. Da die Verwaltung seit Dezember noch keinen konkreten Bebauungsplan ausgearbeitet hatte, beauftragte der Rat nun die Verwaltung mit der Festlegung, welche Art der Bebauung (z.B. Höhe der Gebäude) zulässig sei.