Sie befinden sich hier:

Krefeld (Trianel)

Der geplante Kraftwerksstandort in Krefeld-Uerdingen

Widerstand macht mobil

Der Stadtwerkebund Trianel möchte zusammen mit der Chemiefirma Bayer in Krefeld ein Kohlekraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 750 Megawatt bauen. Zunächst sah es so aus, als würden sich Bürger und Stadtrat gemeinsam den Plänen von Bayer und Trianel widersetzen: Im März 2007 sprachen sich CDU, SPD und Grüne gemeinsam gegen die für den Kraftwerksneubau notwendige Veränderung des Bebauungsplans aus.


Doch im Oktober 2007 nach einem Besuch des damaligen Umweltministers Gabriel, der eindrücklich für neue Kohlekraftwerke warb, änderte die SPD auf ihrem Parteitag die Position: Seither stimmt sie fast geschlossen für das Kohlekraftwerk Krefeld. Trianel hat daraufhin am 21.Dezember 2007 den Genehmigungsantrag für das Kraftwerk eingereicht.

CDU und Grüne blockierten aber weiterhin die Bebauungsplanänderung. Jetzt aber ist die CDU umgefallen. Trotzdem kämpft ein breites Bündnis aus BUND und Bürgerinitiativen weiter gegen das Kraftwerk.

Für den BUND ist das geplante Kraftwerk ebenso überflüssig wie schädlich. Auch ein alternatives Gaskraftwerk an dem geplanten Standort ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Zwar sollen gemäß der neuen Vereinbarung von BAYER/CURRENTA und der Politik die beiden alten Kohlekessel im Kraftwerk N230 der CURRENTA abgeschaltet werden, nachdem das Trianel-Kraftwerk seinen Betrieb aufgenommen hat und den CHEMPARK ein Jahr lang mit Dampf und Strom beliefert hat. Aber auch das ist eine Mogelpackung, denn nur ein Bruchteil der Leistung des neuen 750 MW-Kraftwerks soll für die Strom- und Dampfversorgung im CHEMPARK genutzt werden.

Derzeit betreibt CURRENTA im CHEMPARK Krefeld-Uerdingen insgesamt sieben Kesselanlagen zur Energieerzeugung. Die zwei ältesten Kessel, die ersetzt werden sollen (ca. 117 MWth.), werden mit Kohle betrieben und stammen aus den Jahren 1960 und 1963. Die logische Forderung: Anstelle an einem neuen Standort ein überdimensioniertes Kohlekraftwerk zu bauen, sollte BAYER/CURRENTA besser am bestehenden Standort  die "alten Möhren" durch moderne GuD-Anlagen ersetzen. Diese wäre auch viel einfacher an den tatsächlichen Bedarf anzupassen.

Das Vorhaben im Überblick

Standort: Krefeld

Investor: Trianel und BAYER

Investitionssumme: mehr als 1 Mrd. Euro

Baubeginn: ursprüngl. geplant 2008

geplante Fertigstellung: 2012

Typ: Steinkohleverbrennung

Leistung: 750 MW elektrisch

Feuerungswärmeleistung: 1.870 MW th.

Stilllegung von Altanlagen: 2 Blöcke im BAYER-Werk mit je 117 MWth.

CO2-Ausstoß: 4,4 Mio. Tonnen pro Jahr

 

Beteiligte Stadtwerke: 27 Stadtwerke (vollständige Liste auf www.trianel.com)

Emissionsmassenströme pro Stunde; Quelle: Trianel

Das Kraftwerk ist eine Dreckschleuder

Laut Vorhabensbeschreibung stößt das Kraftwerk trotz vermeintlich modernster Filtertechnik bei 7.500 Betriebsstunden jährlich u.a. folgende Schadstoffmengen aus:

Feinstaub: 331.500 kg

Quecksilber: 497,25

Cadmium: 124,5 kg

Arsen: 248,6 kg

Blei:  4.972,5 kg

Schwefeldioxid: 3.315.000 kg

Stickstoffdioxid: 3.315.000 kg

 

Bezirksregierung erwartet sogenannte “qualifizierte planungsrechtliche Stellungnahme”

Pressemitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf vom 14.01.2010:

Nachdem gestern Abend der Stadtrat das Einvernehmen der Stadt Krefeld zum geplanten Trianel-Kohlekraftwerk erklärt hat, erwartet die Bezirksregierung eine so genannte “qualifizierte planungsrechtliche Stellungnahme”. Die Stadt Krefeld soll darin darlegen, ob sie ihre Bauleitplanung gegebenenfalls an das Projekt anpassen wird bzw. noch weitere Pläne aufgestellt werden müssen oder ob die derzeitige kommunale Bauplanungssituation ausreichend erscheint. Dabei muss die Stadt auch rechtlich einschätzen, ob ihre Pläne den Anforderungen eines Urteils des Oberverwaltungsgerichts Münster (OVG) genügen. Das OVG hatte bei der Beurteilung der Bebauungspläne für ein geplantes Kraftwerk in Datteln höhere Anforderungen gestellt als die beteiligten Behörden. Es stellt sich der Stadt daher die Frage, ob das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren nicht von einer neuen Bauleitplanung der Gemeinde begleitet werden muss.

Quelle: http://www.bezreg-duesseldorf.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2010/01Januar/013_2010.html

Kohlekraftwerk der Trianel in Krefeld-Uerdingen – „Gemeindliches Einvernehmen“ ist kein Freibrief für Kraftwerksgenehmigung

13.01.2010 - Heute Abend entscheidet der Rat der Stadt Krefeld über die Erteilung des so genannten „gemeindlichen Einvernehmens“ nach dem Baugesetzbuch zum geplanten Trianel-Steinkohlekraftwerk in Uerdingen. Damit soll zumindest aus Sicht der Bauleitplanung der Weg für das umstrittene Vorhaben geebnet werden.

 

Hintergrund ist der Antrag der Trianel Kohlekraftwerk Krefeld Projektgesellschaft mbH & Co. KG auf Erlass eines Vorbescheides und einer 1. Teilgenehmigung zur Errichtung und zum Betrieb eines Kohlekraftwerks mit einer Feuerungswärmeleistung von 1.879 MWth. Mit Schreiben vom 7.12.2009 hatte die Bezirksregierung Düsseldorf die Stadt Krefeld um eine qualifizierte planungsrechtliche Stellungnahme gebeten, die alle Flächen des geplanten Kraftwerks – also nicht nur die per Bebauungsplan bereits gesicherten – umfasst. Dabei solle das gemeindliche Einvernehmen gem. Baugesetzbuch für die Inanspruchnahme aller benötigten Flächen und verschiedener Befreiungen von den Vorgaben des Landschaft- und Biotopschutzes erteilt werden. Eine von der Stadtverwaltung beauftragte rechtliche Bewertung des Sachverhaltes durch Prof. Dr. Bernhard Stüer (Münster) kommt zu dem Ergebnis, dass die Vereinbarkeit des Vorhabens mit dem Planrecht der Stadt gegeben ist. Dabei empfiehlt Prof. Dr. Stüer allerdings, die Erkenntnisse des Datteln-Urteils des OVG Münster mit einzubeziehen und eine begleitende Bebauungsplanung in die Wege zu leiten.

 

Gemäß der Vorlage des Oberbürgermeisters der Stadt Krefeld zur heutigen Ratssitzung ist offenbar nicht beabsichtigt, dieser Empfehlung des Rechtsexperten zu folgen. Weitere Bebauungspläne für alle vom Kraftwerksvorhaben betroffenen Flächen sollen offenbar nicht aufgestellt werden. Dies führt entgegen der Absicht der Stadt nicht zu mehr, sondern zu weniger Rechtssicherheit. Insofern sieht der BUND einer etwaigen späteren juristischen Auseinandersetzung mit Optimismus entgegen.

Zwar ist die Erteilung des „gemeindlichen Einvernehmens“ kein nach außen wirksamer Verwaltungsakt und demzufolge nicht beklagbar. Allerdings wird die Rechtmäßigkeit der Befreiungen und die Flächeninanspruchnahme im Rahmen des sich abzeichnenden Rechtsstreits um die immissionsschutzrechtliche Genehmigung vollumfänglich auf den Prüfstand gestellt werden. Aus Sicht des BUND wäre vor diesem Hintergrund die Aufhebung der bestehenden Bebauungspläne und die Einleitung einer neuen Bebauungsplanung unter Einbeziehung der Öffentlichkeit die einzig adäquate Vorgehensweise gewesen.

 

 

Im Falle des Kraftwerks Krefeld sieht der BUND also noch etliche Hürden für die Realisierung des umstrittenen Vorhabens. Die juristischen Erfolge des BUND in den Auseinandersetzungen um das Trianel-Kraftwerk Lünen und das E.On-Kraftwerk Datteln zeigen:  Noch bestehen alle Chancen, das ebenso überflüssige wie schädliche Trianel-Kohlekraftwerk in Krefeld zu verhindern.

 

 

"Wir lassen uns nicht verkohlen"

Bilder von der Kraftwerksdemo in Krefeld; Alle Fotos: D. Jansen / BUND

Umweltverbände und Bürgerinitiativen kündigen erbitterten Widerstand gegen Krefelder Kohlekraftwerk an

06.06.2009 - Unter dem Motto „Wir lassen uns nicht verkohlen“ demonstrierten heute 1.500 Menschen in Krefeld-Uerdingen gegen das dort geplante Steinkohlenkraftwerk und für Klimaschutz und saubere Luft. Als Hauptredner riefen der stellvertretende BUND-Bundesvorsitzende Klaus Brunsmeier, der NABU-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck und die ehemalige NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn zum Widerstand gegen das Kohlekraftwerk auf. mehr

Am 8.10.2007 demonstrierten Krefelder Bürger gegen den Besuch von Umweltminister Sigmar Gabriel, der die Krefelder SPD bei ihrem Sonderparteitag auf Kohlekurs bringt

Gegensätzlicher Zwilling

Auf eine von Trianel herausgegebene Informationsbroschüre über das Kohlekraftwerk reagierte die Bürgerinitiative mit einer äußerlich fast identischen eigenen Broschüre, in der sie die oft schwammigen Formulierungen von Trianel mit Zahlen hinterlegt und erläutert, warum ein umweltfreundlicheres Gaskraftwerk eine gute Alternative wäre.

Umweltpreis für Ärzteinitiative gegen Kohlekraftwerk

Dr. Bernd Kaufmann erhielt stellvertretend für die 144 Ärzte und Apotheker, die sich gegen das geplante Kohlekraftwerk im Bayer-Chemiepark Uerdingen engagieren, am 23.06.07 von der früheren Landesumweltministerin Bärbel Höhn den Öko-Plus-Umweltpreis 2007. Die Ärzteinitiative informiert u.a. mit einer vertonten Diashow über die vom Kohlekraftwerk ausgehenden Gefahren.

Hungerstreik gegen das Steinkohlekraftwerk

Fast vier Monate lang hungerten Kraftwerksgegner bei einem Staffel-Hungerstreik gegen das geplante Kohlekraftwerk. Dabei fasteten die Teilnehmenden jeweils mindestens eine Woche, der Umweltaktivist Ulrich Gruber hielt sogar fünf Wochen ohne Nahrung durch, bis sich bei einer CDU-Fraktionssitzung eine Mehrheit gegen das Kraftwerk abzeichnete.

Etappensieg für Kraftwerksgegner

Im Dezember 2007 verabschiedeten CDU und Grüne im Stadtrat eine Veränderung des Bebauungsplans, mit der das Kohlekraftwerk in seiner aktuellen Dimension verhindert werden soll.

Im Juni 2008 bestätigte der Stadtrat erneut mit Stimmen von CDU und Grünen die im Dezember eingeleitete Änderung des Bebauungsplans. Da die Verwaltung seit Dezember noch keinen konkreten Bebauungsplan ausgearbeitet hatte, beauftragte der Rat nun die Verwaltung mit der Festlegung, welche Art der Bebauung (z.B. Höhe der Gebäude) zulässig sei.

 

11. 01.2008

Kohlekraftwerk Krefeld: Umweltverbände kritisieren Schwenk von Oberbürgermeister Kathstede

 

Der Niederrheinische Umweltschutzverein, die Bürgerinitiative Saubere Luft, die Coordination gegen BAYER-Gefahren, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) NRW sowie der Bürgerverein Mündelheim protestieren gegen die neuerliche Stellungnahme seitens Herrn Oberbürgermeister Georg Kathstede (CDU), nun doch einem von Trianel und Bayer geplanten Steinkohlekraftwerk in Krefeld Uerdingen positiv gegenüber zu stehen. Hatte er doch selbst noch im März 2007 gesagt: "Es wäre unglaubwürdig, in einer Zeit, in der wir über Konsequenzen aus dem Klimawandel diskutieren, solch eine Dreckschleuder aufzustellen." Da können wir Frau Schnell (SPD) nur zustimmen, die kürzlich vermerkte, das Klima sei seit März schliesslich nicht besser geworden.

 

Die Ratsfraktionen, allen voran die Christdemokraten, hatten mit Ihrer gemeinsamen Entscheidung noch im Dezember 2007 eine weit über die Stadtgrenzen von Krefeld reichende Signalwirkung für den Umweltschutz erzielt. Krefeld hatte sich somit erneut in die Reihe derjenigen Städte eingereiht, die verstanden haben, der Herausforderung dieses Jahrhunderts, dem Klimaschutz, eine besondere Beachtung zu schenken. Auch zukünftig dürfen nicht allein kurzfristige wirtschaftliche Interessen einiger Industrielobbyisten im Vordergrund stehen.

 

Die Krefelder Umweltschutzvereine konnten bundesweit bereits positives Feedback und Gratulationen registrieren, obwohl die Diskussion um ein Kohlekraftwerk noch nicht endgültig abgeschlossen ist. Immerhin würde das Kraftwerk jährlich 4,4 Mio Tonnen CO2, jeweils 4.000 to Stickoxide und Schwefeldioxid sowie große Mengen Feinstaub ausstoßen. Allein am Weltklimatag hat die Klimaallianz bundesweit bereits etwa 10.000 Menschen für den  Klimaschutz mobilisiert und man vergleicht die Entwicklung schon jetzt mit der Anti-Atomkraft-Bewegung vor einigen Jahren.

 

Markus Freyt vom Niederrheinischen Umweltschutzverein (NUV): "Wir dürfen nicht den falsche Propheten glauben, die ausschliesslich an kurzfristige, wirtschaftliche Interessen denken, anstatt Millionen von Menschen zukünftiger Generationen das Überleben zu sichern. Der Klimaschutz darf nicht allein den Regierungen überlassen werden. Wir selbst müssen die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft dazu bringen, auf den Bau neuer Kohlekraftwerke zu verzichten und den Umstieg auf alternative Energien zu ermöglichen. Wir sind sehr stolz, daß wir in Krefeld bereits auf dem richtigen Weg sind."

 

Dr. Bernd Kaufmann (Ärzteinitiative): "Schon jetzt wurde allein von Januar bis Oktober 2006 der erlaubte Feinstaub-Grenzwert im Krefelder Hafen an 55 Tagen überschritten. Erlaubt sind maximal 35 Tage. Deshalb will das Landesumweltamt dort nun für ein Jahr die Schadstoffbelastungen messen. Wir haben mehrfach darauf hingewisen, daß durch den Bau eines Kohlekraftwerkes unter anderem die Feinstaubbelastung deutlich erhöht wird. Es stellt eine erhebliche gesundheitliche Bedrohung aller Einwohner der Region dar."

 

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: "Was sind die Ankündigungen des BAYER-Konzerns wert, im Klimaschutz neue Maßstäbe setzen zu wollen, wenn das Unternehmen gleichzeitig auf schmutzige Energieträger setzt? Das Steinkohlekraftwerk im Krefelder Werk würde Klima und Umwelt mindestens bis in die zweite Hälfte des Jahrhunderts schwer belasten und gleichzeitig notwendige Investitionen zugunsten regenerativer Energien blockieren. Wir fordern von BAYER eine glaubhafte Energie-Wende". Der Konzern emittiert inclusive seiner Energie-Zulieferer rund acht Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.

 

14.12.2007

Krefeld zeigt Umweltminister Gabriel wie Klimaschutz funktioniert

Mehrheit im Stadtrat verhindert geplantes Kohlekraftwerk - immer noch 27 neue Kraftwerke in Deutschland geplant – BUND fordert Neubauverbot

 

Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt die Entscheidung der Stadt Krefeld, kein neues Kohlekraftwerk auf ihrem Gemeindegebiet zuzulassen. Damit war der Protest vor Ort erfolgreich, die noch junge Klimaschutzbewegung hat (vorerst?) ein weiteres Kohlekraftwerk verhindert.

„Dies ist das richtige Zeichen an die Klimakonferenz in Bali: die Menschen in Deutschland und viele Politiker vor Ort haben verstanden, dass Klimaschutz und neue Kohlekraftwerke nicht zusammengehen“, so der BUND-Landesvorsitzende Paul Kröfges. Bei der Bundesregierung und Umweltminister Gabriel sei diese Botschaft aber noch nicht angekommen. Gabriel hatte sich in Krefeld persönlich für das klimaschädliche Kraftwerk eingesetzt und auf einen Sonderparteitag die örtliche SPD auf seinen Pro-Kohle-Kurs gebracht. Bei der gestrigen geheimen Wahl müssen allerdings auch SPD-Vertreter gegen das Kraftwerk gestimmt haben.

„Es ist gut, dass sich Gabriel und die SPD in Krefeld mit ihrem klimaschädlichen Kurs nicht durchgesetzt haben“, so Kröfges. Nach Köln, Querschied, Bremen, Bielefeld und Ensdorf wurde damit jetzt schon das sechste geplante Kohlekraftwerk verhindert. „Dieser Erfolg zeigt, dass Kohlekraftwerke vor Ort verhindert werden können, dies wird den Protesten von Umweltschützern an vielen weiteren Orten Auftrieb geben“, so Kröfges.

Aber die Neubauwelle von neuen Kohlekraftwerken ist damit nicht lange nicht gestoppt. In Deutschland sind noch 27 Kohlekraftwerke in Planung, über 20 davon sind bereits im Genehmigungsverfahren. „Umweltminister Gabriel muss sich endlich für ein Neubauverbot von Kohlekraftwerken einsetzen statt das Problem weiter klein zu reden. Sonst werden die klimaschädlichen Kraftwerke alle Anstrengungen, Deutschlands CO2-Ausstoss drastisch zu reduzieren, zunichte machen.“

 

 

12. Dezember 2007

 

Kohlekraftwerk: Kundgebung zur morgigen Ratssitzung

„Dreckschleuder verhindern“ / Klimaschutz und Gesundheit der Anwohner müssen im Vordergrund stehen / Kohlekraftwerke auch in anderen BAYER-Chemieparks geplant

Der Niederrheinische Umweltschutzverein, die Bürgerinitiative Saubere Luft, die Coordination gegen BAYER-Gefahren, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) NRW, die Grünen Krefeld und Duisburg sowie der Bürgerverein Mündelheim <//span>kündigen eine Demonstration zur morgigen Sitzung des Krefelder Stadtrats an. Die Umweltverbände fordern die Ratsfraktionen auf, den Bau des von den Firmen TRIANEL und BAYER geplanten Kohlekraftwerks wegen massiver Umweltauswirkungen abzulehnen. Das Kraftwerk würde jährlich 4,4 Mio Tonnen CO2,<//span> jeweils 4.000 to Stickoxide und Schwefeldioxid sowie große Mengen Feinstaub ausstoßen.

In den vergangenen Wochen wurde bekannt, dass auch in den BAYER-Chemieparks in Brunsbüttel und Antwerpen neue Steinkohlekraftwerke geplant sind. Wegen des niedrigen Wirkungsgrads würde jeweils die Hälfte der dort verfeuerten Kohle ungenutzt verpuffen. Nach Ansicht der Umweltverbände konterkarieren die geplanten Kohlekraftwerke das vollmundige Versprechen von BAYER, „im Klimaschutz neue Maßstäbe“ setzen zu wollen.

Die Krefelder CDU und die Grünen hatten in der vergangenen Woche beschlossen, den Bebauungsplan für das Chemieparkgelände zu ändern und damit den Bau eines Steinkohlekraftwerks mit einer Leistung von 850 Megawatt zu verhindern. Der Beschluss soll morgen im Krefelder Stadtrat umgesetzt werden. Auch die Krefelder SPD hatte sich ursprünglich aus Gründen des Klimaschutzes gegen das Projekt ausgesprochen, war jedoch unter dem Einfluss der Gewerkschaft IG BCE eingeknickt und hatte ihren Beschluss auf einem Sonderparteitag revidiert.

Ulrich Grubert vom Niederrheinischen Umweltschutzverein (NUV): „Wir müssen jetzt an die Zukunft unserer Kinder denken - und an die Luft, die wir selbst atmen. Wer es mit dem Umweltschutz wirklich ernst meint, der muss klimaschädigende Kohlekraftwerke abschalten - und nicht zusätzliche Klima-Killer bauen. Wir fordern weiter ein kleines, dem Chemiepark von Bayer angemessenes und erheblich umweltfreundlicheres Gaskraftwerk mit Kraft-Wärmekopplung. Daher appellieren wir an jeden Bürgerb sich der massiven bundesweiten Klimabewegung anzuschliessen und morgen um 16.30 Uhr am Seidenweberhaus in Krefeld gemeinsam die Ablehnung eines neuen Kohlekraftwerkes zu bekunden." Grubert ist aus Protest gegen das Kohlekraftwerk bereits zweimal in einen Hungerstreik getreten, zuletzt fünf Wochen lang. Außerdem haben zusätzlich 11 Bürgerinnen und Bürger eine mehrmonatige Hungerstreik-Kette gebildet und sich ausschließlich von Wasser und Tee ernährt.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG): „Der Öffentlichkeit gegenüber feiert sich BAYER mit angeblichen Milliardeninvestitionen in den Klimaschutz als Umweltengel, vollzieht aber gleichzeitig eine Energiewende in die Steinkohle-Steinzeit. Wir fordern BAYER auf, die Zusammenarbeit mit schmutzigen Energie-Zulieferern zu beenden.“ Die CBG hatte aufgedeckt, dass die Behauptung von BAYER, den Ausstoß von Treibhausgasen bereits um 70% gesenkt zu haben, größtenteils auf Ausgliederungen von Unternehmensteilen und auf erhöhtem Fremdbezug von Energie basierte – also nur auf dem Papier stattfand. Die irreführende Behauptung wurde von BAYER daraufhin fallengelassen.

Angelika Horster vom BUND NRW: „Wir brauchen eine neue industrielle Revolution. Eine Revolution weg von der Dinosauriertechnologie der klimaschädigenden Kohlekraftwerke und hin zu einer effizienten, klimafreundlichen und menschenverträglichen Energiestruktur auf Basis der Erneuerbaren Energien. Als erstes benötigen wir hierfür ein Moratorium für den Bau neuer Klimakiller-Kraftwerke.“

Herbert Mommertz von der Bürgerinitiative Saubere Luft: „Unsere Region ist schon belastet genug. Wer will hier denn noch wohnen bleiben, wenn noch eine Dreckschleuder dazu kommt. Was will man uns, unseren Kindern und Enkeln noch alles zumuten?“

Claudia Leiße, Bezirksvertreterin und Regionalrätin der Grünen: „Nachdem der Regionalrat Düsseldorf mehrheitlich beschlossen hat, alle Gewerbe- und Industriegebiete als mögliche Standorte für weitere Kraftwerke zu öffnen, wird es schwer werden, die Entwicklung der Energieversorgung in NRW zu steuern. Die Kommunen sind nun ganz auf sich gestellt und der Druck wird enorm wachsen. Ich drücke Krefeld die Daumen, dass der Widerstand hält.“

Klaus-Dieter Drechsler, Vorsitzender des Bürgerverein Mündelheim 1988 e.V.: „Es wird höchste Zeit umzudenken, uns nicht immer nur von wirtschaftspolitischen Interessen leiten zu lassen, sondern deutlich mehr die Erhaltung unseres Lebensraumes bei allen Entscheidungen in den Vordergrund zu stellen! Nur so erhalten wir langfristig eine gesunde und lebenswerte Umwelt. Ich wünsche uns, dass sich diese Einsicht mehr und mehr durchsetzt - auch jetzt in Krefeld.“

 

01.10.2007

Krefeld: Umweltverbände fordern Verzicht auf Kohlekraftwerk

„Klimakiller verhindern“ / Proteste zu SPD-Sonderparteitag am 8. Oktober angekündigt / Umweltminister Sigmar Gabriel spricht zu Energie und Klimaschutz / SPD-Umweltexperte Michael Müller gegen Kraftwerks-Bau

Der Niederrheinische Umweltschutzverein, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) NRW, die Coordination gegen BAYER-Gefahren, die Grünen

Krefeld und Duisburg, das Umweltforum Duisburg, der Bürgerverein Mündelheim und die Bürgerinitiative Saubere Luft fordern die Krefelder Parteien auf, an ihrer Ablehnung des von den Firmen TRIANEL und BAYER geplanten Steinkohlekraftwerks festzuhalten. Die Verbände bezeichnen das Kraftwerk als „Klimakiller“ und protestieren gegen die damit einhergehende unzumutbare Luftverschmutzung. Neben jährlichen CO2-Emissionen in Höhe von 4,4 Mio Tonnen würde das geplante Kraftwerk pro Jahr jeweils 4.000 to Stickoxide und Schwefeldioxid ausstoßen.

 

Der Krefelder Stadtrat hatte sich im Frühjahr mit den Stimmen von CDU, SPD und Grünen gegen das Projekt ausgesprochen. Unter dem Einfluss der Gewerkschaft IG BCE sind die Krefelder Sozialdemokraten jedoch eingeknickt: auf einem Sonderparteitag am 8. Oktober, zu dem eigens Sigmar Gabriel anreisen wird, soll nach dem Willen der Parteispitze dem Bau eines Kohlekraftwerks nun doch zugestimmt werden. In der Krefelder SPD war es zuvor zu harten Auseinandersetzungen gekommen – während Fraktionschef Ulrich Hahnen an dem Beschluss vom Frühjahr festhalten wollte (Zitat: „Ein Kohlekraftwerk, das mehr als vier Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Luft bläst, wollen wir nicht in unserer Stadt haben“) setzte Parteichef Bernd Scheelen den Schwenk der Partei durch.

 

Die Umweltgruppen fordern die Delegierten des Unterbezirksparteitags auf, der Parteiführung nicht zu folgen und an ihrem Nein festzuhalten. Z<//span>um SPD-Parteitag am 8. Oktober kündigen die Initiativen daher Proteste an. Unterstützung erhalten sie von Michael Müller, SPD-Bundestagsabgeordneter und Staatssekretär im Umweltministerium: „Ich habe mich mehrfach kritisch über das Kohlekraftwerk geäußert. Auch die Niederrheinregion braucht einen ehrgeizigen Effizienzplan für Klima-, Gesundheits- und Umweltschutz.“

 

Ulrich Grubert von Niederrheinischen Umweltschutzverein: „Da die Bürger schon jetzt den beginnenden Klimawandel selbst wahrnehmen, sind Sie bereit Ihren Beitrag an der Reduzierung der Feinstaubemissionen und des CO2-Ausstoßes zu erbringen. Wie soll man es aber den Bürgern erklären, dass sie auf der einen Seite schadstoffärmere Fahrzeuge erwerben und umweltfreundlichere Öl- oder Gasbrenner in ihre Immobilien einbauen sollen, und auf der anderen Seite mit einem Steinkohlekraftwerk vor der Haustür konfrontiert werden. Immerhin würde das geplante Kraftwerk mehr CO2 emittieren als ganz Krefeld zusammen - inklusive aller Industrieanlagen“. Grubert ist aus Protest gegen das Kohlekraftwerk bereits zweimal in einen Hungerstreik getreten, zuletzt fünf Wochen lang.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG): „Es mutet wie ein schlechter Witz an, wenn sich der BAYER-Konzern als Musterknabe in Sachen Klimaschutz aufspielt und gleichzeitig an einer solchen Dinosaurier-Technologie festhält.“ Die CBG hatte aufgedeckt, dass die Behauptung von BAYER, seine Klima-Emissionen bereits um 70% gesenkt zu haben, größtenteils auf Ausgliederungen von Unternehmensteilen und auf erhöhtem Fremdbezug von Energie basierte – also nur auf dem Papier stattfand.

 

Angelika Horster vom BUND NRW ergänzt: „Nach umfangreicher Akteneinsicht in die Unterlagen der bestehenden BAYER-Kraftwerke haben wir erhebliche Zweifel, dass BAYER seine alten Kessel – wie versprochen - abschalten wird. Wir sprechen uns gegen jeglichen Kraftwerks-Neubau am Standort Uerdingen aus.“

 

Herbert Mommertz von der Bürgerinitiative Saubere Luft: „Nachdem nun gerichtlich festgestellt ist, dass wir Bürger ein Recht auf saubere Luft haben, muss auch der Ausstoß von Feinstaub durch Industrieanlagen - und dazu gehören insbesondere Kohlekraftwerke - drastisch reduziert werden. Der Bau weiterer „Dreckschleudern“ wäre kontraproduktiv.“

Claudia Leiße, Bezirksvertreterin und Regionalrätin der Grünen: „NRW braucht dringend ein Energiekonzept, denn hier wird Strom für die gesamte Bundesrepublik produziert und noch darüber hinaus. Es kann aber nicht sein, dass die Bürger und Bürgerinnen im dichtbesiedelten Raum alle Nachteile „schlucken“ müssen. Wenn die Lebensqualität in einer Stadt wie Krefeld weiter abnimmt, dann gehen noch mehr Arbeitsplätze verloren. Denn Lebensqualität ist heute schon ein harter Standortfaktor für Firmenansiedlungen.“

 

Klaus-Dieter Drechsler, Vorsitzender des Bürgerverein Mündelheim 1988 e.V.: „Die Bürger in Duisburg fragen, warum unsere Region durch das Steinkohlekraftwerk zusätzlich belastet werden soll, zumal genug andere Projekte unser Leben deutlich beeinträchtigen, z.B. die Deichrückverlegung, die Aufständerung der B288, die Verlegung der CO-Pipeline, der geplante Ausbau der B288 zur Autobahn, der Straßen- und Fluglärm und die latente Gefährdung durch das Phosgen in der BAYER-Produktion!“

 

Auch 140 Krefelder Ärzte sprechen sich gegen den Bau des Kraftwerks aus. Die Ärzte warnen vor einer erhöhten Schwermetall- und Feinstaubbelastung, die zu noch mehr Allergien und ernsthaften Erkrankungen der Lunge und des Herz-Kreislauf-Systems bei Anrainern führen könnte. Die Lungenkrebsrate im Ruhrgebiet liegt erheblich über der des Bundesdurchschnitts, dabei ist Duisburg besonders stark betroffen. Es ist gesichert, dass Schwermetalle und Feinstäube Entzündungen in der Lunge und im Gefäßsystem verursachen und kanzerogene Wirkung haben.

 

 

Alternatives Energiekonzept statt Klimakiller in Krefeld

 

Der geplante Bau eines neuen Kohlekraftwerks in Krefeld-Uerdingen stößt auf vehemente Ablehnung des BUND, weil

  • das geplante Steinkohlekraftwerk klimaschutzpolitisch unverantwortlich ist, u.a wegen der CO2-Bildung nicht nur bei Verbrennung, sondern auch beim Transport, und wegen der fehlenden Kraftwärmekopplung;
  • eine hohe vorhandene Belastung besteht: sowohl in Krefeld wie in Duisburg müssen wegen Überschreitungen von Grenzwerten; <//span>
  • Luftreinhaltepläne erfüllt werden hinsichtlich Feinstaub, Schwermetallen und NOx. <//span>Wenn keine Verringerung der Emissionen stattfindet, ist mit hohen Strafgeldern an die EU zu rechnen. (Luftqualitäts-Rl, NEC-Rl);
  • neben der Vorbelastung mit zusätzlicher Schadstoffbelastung u.a. mit Feinstaub, Schwermetallen, NOx und SO2 zu rechnen ist. Dies wird verstärkt durch die zunehmende Belastung der Kohle, die um so schwermetallreicher wird, je tiefer sie abgebaut wird;
  • derzeit eine einseitige Wirtschaftspolitik in NRW betrieben wird, die NRW zum Zentrum für umweltbelastende Stromerzeugung und Müllverbrennung  für das ganze Bundesgebiet, die EU und darüber hinaus macht, ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeit für Umwelt und Gesellschaft, mit extremer Luftbelastung und entsprechenden Arbeitsplatz-Qualitäten : NRW - Land der Ver- und Entsorgung in der EU?

Der BUND fordert statt dessen:

  • als Ersatz für die vorhandenen Kraftwerke im Chemiepark kommt unserer Meinung nach nur ein GuD-Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Frage, zumal die Erdgas- Hochdruckleitung der WINGAS, die in den Chemiepark führt, ja bereits genehmigt und im Bau befindlich ist. Dabei ist eine Kapazitätserhöhung nicht notwendig, wenn die Anlagen im Chemiepark ebenfalls an den Stand der Technik und die Vorgaben der Energierückgewinnung angepaßt werden.
  • für den privaten und gewerblichen Bereich ist die dezentrale Energie- und Wärmeversorgung bereits seit Jahren als einzig nachhaltiges Konzept bewährt und weiterhin gefordert.
  • die Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energie- und Rohstoffverbrauch ist nicht erst seit dem Gipfel von Rio eine lebenswichtige Erkenntnis und wird vom BUND bereits jahrlang gefordert. Vor dem Hintergrund des Bevölkerungszuwachses und bei Verknappung der Ressourcen gibt es keinen anderen friedlichen Ausweg.
  • Arbeitsplätze für die Region sind nicht nur in Ver- und Entsorgung Deutschlands und der EU zu suchen, denn auch die Grundlagen für diese Wirtschaftsbereiche können sich im Rahmen des Klimawandels schnell ändern: Wasser und Energieträger können knapp werden, Transportwege entfallen, Kunden abwandern. Es sind zukunftsfähige und umweltverträgliche Arbeitsplätze, die  vom Ressourcenverbrauch entkoppelt sind,  und qualifizierte Bildung zu fördern und zu fordern.

 


 Krefelder Ärzte lehnen Kohlekraftwerk ab

Statement von Dr. Bernd Kaufmann,  Facharzt für Allgemeinmedizin, zur Hauptversammlung der Bayer AG am 27.4.2007

Krefeld liegt am West-Rand des Ruhrgebietes. Durch die hier vorhandenen Industrieanlagen ist die Luftbelastung sehr hoch und gleichzeitig müssen wir Ärzte leider eine deutlich erhöhte Rate an neu auftretenden z. T. bösartigen  Erkrankungen der Lunge und des Herz-Kreislauf-Systems feststellen

               

In den Messungen des Umweltbundesamtes liegt der Messort Krefeld - Linn im Jahr 2006 an 5. Stelle im gesamten Bundesgebiet bei den Überschreitungen der Höchstgrenze für Feinstaubbelastung von 50μg/m³.

Die Lungenkrebsrate im Ruhrgebiet liegt erheblich über der des Bundesdurch –schnitts. Dabei ist Duisburg besonders stark  betroffen.

Es ist gesichert, dass Schwermetalle und Feinstäube Entzündungen in der Lunge und im Gefäßsystem verursachen und kanzerogene Wirkung haben. Pope et. al. in den USA haben statistisch signifikant nachgewiesen, dass eine Erhöhung der Feinstaubkonzentration um nur 10μg pro m³ zu einer Erhöhung der allgemeinen Sterberate von 6 %,  zu einer Erhöhung der Sterberate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen von 9 %, sowie zu einer Erhöhung der Sterberate an Lungenkrebs um 14 % !!! nach sich ziehen. Ebenso zeigen Untersuchungen, dass eine erhöhte Allergierate durch Luftverschmutzung ausgelöst wird. In letzterem Zusammenhang haben sich übrigens praktisch alle niedergelassenen Kinderärzte unserer Initiative angeschlossen.

Angesichts dieser Tatsachen müssen wir die Schadstoffkonzentration in der Luft soweit wie irgend möglich verringern, um die Erkrankungs- und Sterberate nicht weiter in die Höhe zu treiben !!!

136 Ärzte in Krefeld haben sich bislang zu einer Initiative zusammengeschlossen, um eine Verschlechterung der Krefelder Luft durch ein Steinkohlekraftwerk dieser Dimension zu verhindern. Wir müssen Alternativen für unsere Energieprobleme vorantreiben.

Falls die Firmen Bayer und Trianel ihr Projekt trotz Ablehnung durch den Stadtrat in Krefeld weiter durchzusetzen suchen, sehen wir uns gezwungen, die umliegende Bevölkerung umfassend über die drohenden Gefahren durch dieses überdimensionierte Steinkohlekraftwerk zu informieren, und werden hoffentlich diese Bedrohung der Gesundheit insbesondere von älteren Menschen, Kindern und Kranken durch die Interessenwahrung der betroffenen anwohnenden Menschen abwenden können.

Das hartnäckige Verfolgen – verständlicher – wirtschaftlicher Interessen auf Kosten der Gesundheit der Bevölkerung schadet dem Ruf der Firma Bayer – die für uns als Ärzteschaft eigentlich auch für Innovation und Forschung im Dienste der Gesundheit steht – in unseren Augen enorm.

Wir sind der Meinung, dass gesundheitliche Belange auch bei den Fragen der Energiegewinnung und Produktion vorrangige Beachtung finden müssen.

v.i.S.d.P.R.:  Dr. Bernd Kaufmann,  Facharzt für Allgemeinmedizin<//span><//span><//span><//span>



Großdemo gegen Kohlekraftwerk Krefeld

6. Juni, 12.00 Uhr, Rathaus Krefeld-Uerdingen

mehr Infos

Nein zum Kohlekraftwerk Krefeld

Infoveranstaltung am 27.03.2009

Nein zum Kohlekraftwerk Uerdingen - ein Beitrag zum Klima- und Gesundheitsschutz, 27. März 2009, 19.00 Uhr, Fabrik Heeder, Krefeld

Kurzbeschreibung des Vorhabens (Trianel]

Mehr Infos

 

Kontakt vor Ort

BUND Kreisgruppe Krefeld
Ansprechpartnerin: Angelika Horster
Tel: 02151/47 56 86
angelika.horster@bund.net

BUND Kreisgruppe Duisburg
Lösorter Str. 119
47119 Duisburg
info@bund-duisburg.de

Ansprechpartnerin: Kerstin Ciesla
Tel: 0178 81 40 600
Kerstin.Ciesla@bund-duisburg.de

 

Initiativen

 

Suche

Metanavigation: