Kohlekraftwerke: Neubau-Pläne, Widerstand und Erfolge

EnBW, E.on, RWE und Trianel investieren in die Technik von gestern. An zahlreichen neuen Standorten wollen sie Braunkohle oder Steinkohle verbrennen. Werden diese Pläne Realität, dann ist mittelfristig in Nordrhein-Westfalen wirksamer Klimaschutz kaum noch möglich. Denn diese Klimakiller-Kraftwerke sollen nach den Vorstellungen der Stromkonzerne 40 Jahre und länger laufen. Doch gegen diese Pläne regt sich Widerstand. BUND-Aktive und zahlreiche Initiativen vor Ort wehren sich.

Werden alle Planungen realisiert entspricht dies de facto einem Zubau an Kraftwerkskapazität von etwa 7.000 MW. Die CO2-Emissionen würden unter dem Strich um mehr 40 Millionen Tonnen/Jahr steigen. Die Zahlen belegen die "Kraftwerksstilllegungslüge".

- Übersicht der geplanten Kohlekraftwerke in NRW , Stand: 06/2011 

 

 

Nach derzeitigem Stand gibt es konkrete Planungen oder bereits begonnene Vorhaben (insgesamt 11 Kraftwerke) an folgenden zehn Standorten:

Hinzu kommt die Ankündigung von RWE zum Bau eines CO2-armen Kraftwerks in

Die Stilllegungslüge

Anders als fälschlicherweise gerne behauptet, führt der Neubau von Kohlekraftwerken nicht zur Senkung der absoluten CO2-Emissionen in NRW - im Gegenteil. Einsparungen durch die verbindlich angekündigte Stilllegung von Altkraftwerken in Höhe von 35,3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr stehen neue Emissionen in Höhe von 79,5 Millionen Tonnen gegenüber. Daraus ergibt sich ein Plus von 44,2 Millionen Jahrestonnen Kohlendioxid.



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Info Flyer, November 2010

Überblick über die Kraftwerksplanungen in NRW (Stand: November 2009)

Der BUNDhintergrund CCS: ökologisches Feigenblatt der Energiewirtschaft zeigt auf, dass CCS im Kraftwerksbereich kein Beitrag zu Lösung des Klimaproblems ist. [Stand: Juni 2009]

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