Die Arbeiten an dem Megawatt Thorium-Hochtemperaturreaktor in Hamm/Uentrop begannen 1970 und sollten eigentlich Jahre später abgeschlossen sein. Erst 1983 startete dann der Probebetrieb. Abermals fünf Jahre später wurde die Anlage jedoch wegen zahlreicher Pannen abgeschaltet und 1989 endgültig stillgelegt. Der Kühlturm wurde abgerissen, die Brennelemente wurden ins Zwischenlager Ahaus transportiert. Der Reaktor selbst kann erst abgerissen werden, wenn die Radioaktivität abgeklungen ist, frühestens in 20 Jahren.
Bis 1985 als die vorläufige Betriebsgenehmigung erteilt wurde, hatte der Bau des THTR anstatt der geplanten 0,69 Milliarden DM Baukosten etwa 4 Milliarden DM verschlungen und ein Ende dieser Verschwendung von Steuergeldern ist bis heute nicht in Sicht.
Die Kosten für den Erhaltungsbetrieb und den "sicheren Einschluss" des THTR belaufen sich auf 5,1 Millionen Euro jährlich, die zu je 50% von Bund und Land getragen werden. Weitere 0,5 Millionen EUR Endlagervorausleistungen jährlich teilen sich zu je einem Drittel Bund, Land NRW und die Betreibergesellschaft HKG.
Die Finanzierung der Phase seit Stilllegungsbeschluss im September 1989 bis Ende 2004 umfasst in Summe 391,8 Mio EUR die sich auf den Bund mit 112,1 Mio EUR das Land NRW mit 131,0 Mio EUR und die Gesellschafter der HKG mit 148,7 Mio EUR aufteilen.
Mehr Infos: Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm e.V, www.reaktorpleite.de