Seit den 1950er Jahren und bis zum Jahre 2045 werden – wenn die Bagger nicht gestoppt werden – etwa 45.000 Menschen zugunsten der Braunkohlengewinnung im Rheinland aus ihrer Heimat vertrieben worden sein. Mindestens 130 Ortschaften und Weiler mit zum Teil Jahrtausende alter Siedlungskontinuität werden dann zerstört worden sein – auch wenn sie an anderer Stelle wieder neu entstehen. Eine gemeinsame Umsiedlung bleibt meistens ebenso Fiktion, wie ein vollständiger Erhalt der sozialen Strukturen. Unersetzliche Kulturgüter gehen unwiederbringlich verloren.
Derzeit laufen die Umsiedlungsplanungen für Pesch (Tagebau Inden), Manheim (Tagebau Hambach) sowie Immerath, Pesch, Lützerath und Borschemich im Bereich des Tagebaus Garzweiler II.