09.04.2008 Wegen anhaltender Feinstaubbelastung in Grevenbroich:
Mit der heutigen Projektgruppensitzung bei der Bezirksregierung Düsseldorf ist der Auftakt zur Aufstellung des Luftreinhalteplans für die im Einflussbereich des Tagebaus Garzweiler liegenden Ortsteile Grevenbroichs gemacht. Zwar waren bereits im Oktober 2006 im Rahmen der Aufstellung des Feinstaub-Aktionsplans erste Maßnahmen zur Reduzierung der Belastung durch den Tagebau Garzweiler festgelegt worden. Trotz vollständiger Umsetzung der Maßnahmen wurde der Feinstaubgrenzwert im Jahr 2007 alerdings an 46 Tagen überschritten; zulässig sind maximal 35 Tagesgrenzwertüberschreitungen. Daraus leitet sich die Notwendigkeit zur Aufstellung eines Luftreinhalteplans ab, der zur dauerhaften Einhaltung der Grenzwerte führt.
In der Projektgruppe sind neben der Bezirksregierung Düsseldorf als planaufstellende Behörde die Bezirksregierungen Köln und Arnsberg, das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, die Stadt Grevenbroich, der Rhein-Kreis-Neuss, dieRWE Power AG, die Landwirtschaftskammer, das Schornsteinfegerhandwerk und der BUND vertreten.
In einem ersten Schritt sollen jetzt bis zum Sommer die Daten erhoben werden, die zur Beurteilung der Feinstaubquellen (Tagebau, Verkehr, Hausbrand, etc.) und der jeweiligen Verursacheranteile erforderlich sind. Dass der Tagebau die dominierende Quelle für Feinstaubemissionen ist, konnte seitens des Tagebaubetreibers bislang nicht widerlegt werden. RWE Power hat deswegen bei der TU Darmstadt ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches die Zusammensetzung der PM10-Partikel klären helfen soll. Der Endbericht soll ebenfalls im Sommer vorgelegt werden.
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