Im Jahre 1978 wurde mit dem Aufschluss des Braunkohlentagebaus Hambach in der Niederrheinischen Bucht bei Köln begonnen. Seitdem entsteht zwischen Bergheim und Jülich das “größte Loch Europas”: Auf einer Fläche von 85 Quadratkilometern dringen die Bagger in Tiefen von über 450 Metern vor, um die Kohle zu fördern.
Die RWE Power AG plant in Hambach den Abbau von insgesamt 2,4 Milliarden Tonnen Braunkohle bis zum Jahre 2040. Um die maximal 70m-mächtigen Kohle-Flöze zu erschließen, müssen insgesamt 15,4 Mrd. t Abraum (Kies, Sand, Ton) entfernt werden. Die Förderung lag 2007 bei etwa 40 Mio. t/a, womit dieser Tagebau der größte des Rheinlandes ist.
Bis heute (2008) wurden etwa 5.000 Hektar Landschaft in Anspruch genommen; die reine Betriebsfläche lag Anfang 2008 bei 3.509 ha. Auf dieser Fläche werden jährlich ca. 40 Mio. Tonnen Braunkohle gefördert und zum größten Teil im Kraftwerk Niederaußem, dem klimaschädlichsten Europas, zu Strom umgewandelt.
Für den Tagebau sollen bis 2040 etwa 5.200 Menschen aus ihrer Heimat vertrieben werden. Aktuell heiß umstritten ist die tagebaubedingte Verlegung der Autobahn A 4. Im Sommer 2008 beginnt zudem das Genehmigungsverfahren für die Zulassung des 3. Rahmenbetriebsplanes von 2020 bis 2030.