Dieser Raubbau hat gravierende Folgen: Nicht nur der natürliche Grundwasserhaushalt wird für Jahrhunderte zerstört, auch grundwasserabhängige Feuchtgebiete werden dauerhaft geschädigt.
Besonders verheerend: Im Absenkungsbereich des geplanten Tagebaus “Garzweiler II” liegen die letzten großen, natürlich gewachsenen Erlenbruchwälder Mitteleuropas (Internationaler Naturpark Maas-Schwalm-Nette). Diesem einzigartigen Ökosystem, das unter dem ausdrücklichen Schutz des europäischen Naturschutzrechts steht, wird buchstäblich das Wasser abgegraben. Schon jetzt ist das Feuchtgebiet allen Kompensationsversuchen zum Trotz durch den seit den 60er Jahre laufenden Tagebau Garzweiler I in erheblichen Teilen geschädigt worden. Durch “Garzweiler II” würde der Naturpark endgültig zu einem Feuchtgebiet “am Tropf”: Über Jahrhunderte hinweg sollen künstliche Grundwasseranreicherungen dessen ökologische Substanz bewahren. Bis heute kann allerdings niemand sicher prognostizieren, welche ökologischen Folgen dieser Eingriff haben wird.