17.01.2005 Am heutigen Montag endete die Einwendungsfrist gegen den RWE-Antrag auf Genehmigung des BoA-Doppelblocks in Neurath. Für den 4. April 2005 plant die Bezirksregierung Düsseldorf die Erörterung der erhobenen Bedenken, Einwände und Anregungen.
In einer Ergänzung zu der Stellungnahme vom 20.10.2004 hat der BUND sich noch einmal intensiv mit dem Feldhamster-Problem auseinandergesetzt. Auch wenn die RWE Power AG nunmehr die Existenz des Feldhamsters nicht weiter bestreitet, ist ihr die Relevanz der artenschutzrechtlichen Vorgaben, die sich aus der europäischen FFH-Richtlinie ergeben, offenbar noch immer nicht bewusst. Auch in diesem Punkt bleibt der Genehmigungsantrag damit noch immer vollständig unzureichend.
Entscheidend ist, dass es zu dem beantragten Vorhaben Alternativen gibt, die sowohl aus energiewirtschaftlicher und ökologischer Sicht aber auch im Hinblick auf die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze und die Auslösung von Investitionen wesentlich positiver zu bewerten sind als dieses Kraftwerk, welches für weitere 40 Jahre mindestens 1.600 Tonnen Kohlendioxid pro Stunde und viele weitere Schadstoffe ausstoßen würde. Nicht vergessen werden darf auch, dass dieses BoA-Kraftwerk v.a. mit der Kohle aus dem geplanten Tagebau Garzweiler II „gefüttert“ werden soll – mit all den damit verbundenen gravierenden Eingriffen in den Wasserhaushalt, die Ökologie und die sozialen Strukturen der Region.
Die Ergänzung zur BUND-Stellungnahme vom 14.01.2005 als Download (PDF 86 KB)