Klimakiller RWE - Nordrhein-Westfalen bleibt Schlusslicht beim Klimaschutz

 

Nordrhein-Westfalen ist das Energieland Nr.1. NRW hat damit auch eine besondere Verantwortung für den Klimaschutz. Ein Drittel der gesamten energiebedingten CO2-Emissionen Deutschlands und etwa 45 % der vom Emissionshandelssystem erfassten Treibhausgasemissionen stammen aus NRW. Damit leistet NRW den Haupanteil an Deutschlands Beitrag zum Klimawandel. Die Energiewirtschaft leistet dabei den größten Beitrag: Etwa 55 % der jährlichen THG-Emissionen stammen von RWE, E.on und Co.

 

Kohleland NRW

Mit einem Anteil von 77 % (2013) ist Kohle in Nordrhein-Westfalen die wichtigste Einsatzenergie für die Stromerzeugung und damit hauptverantwortlich für die im bundesweiten Vergleich hohen CO2-Emissionen. AMit 83 Terawattstunden erzeugten Stroms kommt die Braunkohle auf einen Anteil von 47 % der NRW-Bruttostromerzeugung.

 

Mit etwa 81 Mio. t/a CO2 (2014) entfällt mehr als die Hälfte aller energiebedingten Kohlendioxidemissionen Nordrhein-Westfalens allein auf die vier RWE-Großkraftwerke Frimmersdorf, Neurath, Niederaußem und Weisweiler. Das Kraftwerk Neurath ist mit 32,4 Mio. Jahrestonnen CO2 inzwischen Deutschlands Klimakiller Nummer 1. Dazu kommen die Emissionen der Kraftwerke bzw. Fabriken Fortuna Nord, Ville/Berrenrath und Frechen. 

 

Wer es mit dem Klimaschutz ernst meint, muss daher zuerst und v.a. auch den Anteil der Braunkohle an der Stromerzeugung verringern. Gerade jetzt besteht die Chance für eine zukunftsfähige Weichenstellung – weg von der Braunkohle, hin zu effizienten und umweltfreundlichen Energiestrukturen. Der hiesige Kraftwerkspark ist vollständig überaltert und muss durch umweltfreundliche und effiziente Technologien ersetzt werden. Die Braunkohlenkraftwerke sind z.T. schon seit Mitte der 60er Jahre am Netz und dies mit Wirkungsgraden von etwa 30 %. Mit Fug und Recht kann man sie als „energietechnische Dinosaurier“ bezeichnen. Aber auch angeblich moderne Braunkohlekraftwerke sind klimaschutzpolitisch nicht zu tolerieren, denn RWE nutzt höhere Wirkungsgrade dazu, mehr Strom zu produzieren, während der Kohleeinsatz langfristig konstant bleiben soll. Damit bleibt aber auch die Klimabilanz verheerend.

 

 

RWE-Braunkohlenkraftwerke im Rheinischen Revier

Stand: 2013

CO2-Emissionen der vier RWE-Großkraftwerke

Deutschland verkohlt Europa

Die deutschen Kohlekraftwerke sind die klimaschädlichsten in Europa. Das ist das Ergebnis einer neuen Untersuchung des WWF (http://www.wwf.de/2014/juli/deutschland-verkohlt-europa/) zu den 30 CO2-intensivsten europäischen Kraftwerken des Jahres 2013. Unter den Top Five befinden vier deutsche Braunkohlekraftwerke: Auf Rang 2 und 3 die Kraftwerke Neurath und Niederaußem von Energiekonzern RWE im Rheinland, auf Platz vier und fünf Jänschwalde und Boxberg, beide betrieben von Vattenfall. Negativ-Spitzenreiter in Europa ist das Belchatow Kraftwerk in Polen.

  



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Radioaktivität aus Kohlekraftwerken

Weltweit gelten Braun- und Steinkohlekraftwerke neben Atomkraftwerken als die größte Quelle radioaktiver Kontamination der Umwelt. Der BUND hat einige Argumente in einem BUNDhintergrund „Radioaktivität aus Kohlekraftwerken“ zusammengefasst.

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