Kunstlandschaften statt Natur
Bis Ende 2006 wurden im Rheinland 29.596,4 ha Land vom Braunkohlentagebau in Anspruch genommen. Davon wurden 20.636,2 ha wieder nutzbar gemacht. Knapp 11.000 ha wurden wieder für landwirtschaftliche Zwecke zur Verfügung gestellt, 7.900 ha wurde aufgeforstet. Für Wasserflächen wurden 803 ha bereit gestellt.
Doch bis heute fehlt eine ökologische Gesamtbilanz. Was war vor der bergbaulichen Inanspruchnahme vorhanden? Was ging durch die Tagebaue verloren? Welche Verluste konnten kompensiert werden? Neben dem Verlust der Flächen mit ihren fruchtbaren, unersetzlichen Böden wurde tiefgreifend in den Grundwasserhaushalt eingegriffen. Allein zwischen 1969 und 1985 wurden 25 Mrd. m3 Grundwasser "gesümpft". Quellen verlagerten sich, Flüsse trockneten aus oder wurden komplett abgegraben und künstlich neu erschaffen (Inde).
Die noch in Betrieb befindlichen Tagebaue umfassen insgesamt Abbaufelder einer Gesamtfläche von 17.800 ha, die bis spätestens zum Jahre 2045 vollständig "ausgekohlt" werden sollen.