6.000 Menschen demonstrierten im rheinischen Revier mit Anti-Kohle-Kette für konsequenten Klimaschutz

"Bis hierhin und nicht weiter!"

25.04.2015  Immerath | 6.000 Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland, aus Polen, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Norwegen und weiteren Ländern haben heute im rReinischen Kohlerevier mit einer 7,5 Kilometer langen Menschenkette für einen schrittweisen Kohleausstieg und konsequenten Klimaschutz demonstriert. Die Demonstrant*innen setzten mit einer geschlossenen Anti-Kohle-Kette den Baggern des Braunkohletagebaus Garzweiler eine symbolische Grenze. Die Kette sei ein deutliches Zeichen, dass ein großer Teil der Bevölkerung den schrittweisen und sozialverträglichen Ausstieg aus der Kohle befürworte, um das nationale Klimaziel von mindestens 40 Prozent weniger CO2 bis 2020 zu erreichen.

Anti-Kohle-Kette 2015; Fotos: Campact, L. Tomac/BUND, D. Jansen/BUND

 

 

Das Jahr 2015 ist entscheidend für die Frage, ob wir unsere Klimaschutzziele erreichen können.  Die Bundesregierung entscheidet demnächst, ob die Energiekonzerne ihre CO₂-Emissionen mindern und dafür Kohlekraftwerke abschalten müssen. Die NRW-Landesregierung diskutiert eine neue Leitentscheidung zur Braunkohlenpolitik und will den Tagebau Garzweiler verkleinern. Doch die Kohlelobby macht massiv Druck für ihre Interessen. Deshalb ruft der BUND in einem starken Bündnis am 25. April zu einer Menschenkette durch den Tagebau Garzweiler II auf. Wir fordern: Bis hierhin und nicht weiter – der Kohleverstromung muss ein Ende gesetzt werden!


Tragen Sie sich den 25. April in ihrem Kalender ein! Organisieren Sie Gruppenanreisen und kommen Sie nach Erkelenz, um mit uns für den Kohleausstieg zu streiten! ...alle Infos

Was ist geplant?

Bis hierhin und nicht weiter! Unter diesem Motto wollen wir am 25. April um 13.00 Uhr eine Menschenkette entlang der Linie Keyenberg-Borschemich-Lützerath-Immerath-Tagebau Garzweiler stellen. Lückenschluss ist um 14.00 Uhr.

Von 15.00 bis 17.00Uhr findet im Immerath eine Abschlusskundgebung mit Konzert statt. 

Für Jugendliche und Weitgereiste bestehen Übernachtungsmöglichkeiten im Anti-Kohle-Camp der BUNDjugend.

Tipps zur Anreise

 

 

Podiumsdiskussion am Vorabend der Anti-Kohle-Menschenkette

 

„Wie viel Kohle verträgt das Klima?”

am 24. April 2015 um 19.00 Uhr, Gasthof "Zum krummen Ochsen", Erkelenz-Holzweiler (Brüderstraße 6, direkt neben der Kirche)

Es diskutieren:

  • Hans Josef Dederichs, Bürgerinitiative "Stop Rheinbraun"
  • Hilmar Höhn, IG BCE
  • Dirk Jansen, BUND
  • Peter Jansen, Bürgermeister der Stadt Erkelenz
  • Reiner Priggen, Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Begrüßung: Josef Tumbrinck, NABU NRW

Moderation: Andreas Vollmert

Musikalische Begleitung: Duo "Eigenart"

... zum vollständigen Programm

„UnterstützerIn“ wird man, wenn man als Gruppe oder Einzelperson über die eigene Teilnahme an der Menschenkette hinaus aktiv für die Teilnahme an der Menschenkette mobilisiert und/oder auch finanziell unterstützt! Wir freuen uns über jede UnterstützerIn! Natürlich nennen wir Sie dann hier auf auf unserer Homepage. mehr

Bis hierhin und nicht weiter: Stoppt die Kohlebagger und Klimakiller!


2015 wird ein wegweisendes Jahr für den Klimaschutz. Wir haben die Chance, den Ausstieg aus dem Landschafts- und Klimakiller Kohlekraft einzuleiten. Die Bundesregierung entscheidet demnächst, ob die Energiekonzerne ihre CO2-Emissionen mindern und dafür Kohlekraftwerke abschalten müssen. In Nordrhein-Westfalen verhandelt zudem die Landesregierung über die Zukunft des Tagebaus Garzweiler II, wo RWE bis 2045 weiter Braunkohle fördern will. Im Vorfeld des Weltklimagipfels in Paris kommt beiden Entscheidungen große Bedeutung zu. Doch die Kohlelobby macht massiv Front gegen die Pläne, den boomenden Kohlestrom zurückzudrängen.

Deshalb ist jetzt der Protest von uns BürgerInnen gefragt. Mit einer Menschenkette entlang des Tagebaus Garzweiler II machen wir am 25. April klar: Bis hier hin und nicht weiter - der Kohleverstromung muss ein Ende gesetzt werden!

  • Kohlekraft zerstört das Weltklima. Vor allem durch die Kohleverstromung ist Nordrhein-Westfalen für ein Drittel der deutschen CO2-Emissionen verantwortlich.
  • Kohlekraft zerstört ganze Dörfer und Landschaften. RWE will allein für Garzweiler II noch weitere 3.000 Menschen in 12 Dörfern und Weilern gegen ihren Willen umsiedeln.
  • Kohlekraft gefährdet unsere Gesundheit mit Quecksilber, Arsen und Feinstaub aus den Schloten der Kraftwerke.

 

Wir fordern von der Politik:

  • Schaltet sofort die dreckigsten Kohlemeiler ab und beschließt einen Fahrplan zu einem kompletten Kohle-Ausstieg bis spätestens 2040.
  • Verkleinert massiv die Braunkohle-Tagebaue. Bis 2030 muss der Abbau im Tagebau Garzweiler II und anderswo beendet sein. Hierfür braucht es in den betroffenen Regionen zeitnah einen Strukturwandel, der die Beschäftigten in der Kohleindustrie und in davon abhängigen Bereichen sozial absichert und ihnen neue Perspektiven eröffnet.
  • Stoppt den Import von Steinkohle, die im Ausland unter Verletzung von Menschenrechten abgebaut wird.
  • Bremst nicht weiter bei der Energiewende, sondern setzt konsequent auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienz!

 

Jetzt gilt es: Mit unserer Menschenkette stärken wir die breite Bürgerbewegung gegen Kohle und unterstützen den lokalen Widerstand. Gemeinsam bieten wir der Kohlelobby die Stirn. Kommen Sie am 25. April 2015 zur Menschenkette am Tagebau Garzweiler und zur anschließenden Kundgebung im Ort Immerath, dem die Abbaggerung droht!

 

Hier können Sie den Aufruf unterzeichnen

Auch wenn die im Trägerkreis vertretenen Organisationen die Menschenkette bereits mit erheblichen finanziellen Mitteln unterstützen: Wir brauchen Ihre Unterstützung, um die nach wie vor große Finanzierungslücke zu schließen. Mit Ihrer steuerlich absetzbaren Spende ermöglichen Sie die größte Protestaktion gegen Braunkohle im Rheinischen Revier seit über 20 Jahren. online spenden

Wenn Sie Ihren Beitrag lieber überweisen möchten, freuen wir uns über eine Überweisung auf folgendes Konto:

BUND Landesverband NRW e.V.
IBAN: DE69 3702 0500 0008 2047 02
BIC: BFSWDE33XXX
Bank für Sozialwirtschaft

Verwendungszweck: Anti-Kohle-Kette



  • Direkt zur Online-Spende, Foto: eyewire / fotolia.com
  • Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Großdemonstration für Klimaschutz und Kohleausstieg am Tagebau Garzweiler

Tausende Teilnehmer erwartet / Kritik an Panikmache der Kohlelobby

20-04.2015 | Entschiedenen Widerstand gegen die ungebremste Braunkohleverstromung hat ein breites Bündnis von Klimaschützern für den kommenden Samstag angekündigt. Am 25. April 2015 werden Bürger aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland mit einer 7,5 Kilometer langen Menschenkette für den Stopp der Tagebaue und für den von der Bundesregierung geplanten Klimabeitrag demonstrieren. Initiiert wurde die Menschenkette am Tagebau Garzweiler vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der BUND-Jugend, Campact, GREENPEACE, der Klima-Allianz Deutschland, dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) sowie der Bürgerinitiative „Stop Rheinbraun”. Zahlreiche weitere Organisationen und Parteien unterstützen die Demonstration. mehr

Tragen Sie sich hier in unseren Newsletter ein und verpassen Sie keine wichtigen Informationen mehr rund um die geplanten Aktionen am 25. April 2015.

Helfen Sie mit, für die Anti-Kohle-Kette 2015 zu mobilisieren! Wir stellen Ihnen gerne Flyer und Plakate zur Verfügung.

Ansprechpartner

BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen

Zu Fragen rund um die Braunkohle steht Ihnen BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen, T. 0211 / 30 200 5-22, dirk.jansen@bund.net, gerne zur Verfügung.

„NRW-Klimaschutzziele nur durch vorzeitigen Braunkohleausstieg erreichbar“

Forderung nach Garzweiler-Stopp vor A 61

24.03.2015 |Zwischen 1,4 und  2,5 Milliarden Tonnen Braunkohle dürfen im Rheinischen Revier nicht gefördert und verstromt werden, wenn Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen will. Das ist das Ergebnis eines vom BUND NRW beim Öko-Institut e.V. in Auftrag gegebenen Gutachtens, das heute vor der Landespressekonferenz in Düsseldorf vorgestellt wurde. mehr

- das Beispiel Garzweiler II, 3/2015

Suche