Braunkohle im Rheinland

Verheizte Heimat - zerstörte Landschaft - ruiniertes Klima

Neues Braunkohlenkraftwerk in Bergheim geplant

BUND: „BoAplus ist Augenwischerei“ – Umweltverband fordert Abbruch der Planungen

31.03.2014 | Auf Anregung der RWE Power AG hat der Rat der Stadt Bergheim die Aufstellung eines Bebauungsplans für ein neues Braunkohlenkraftwerk (BoAplus) beschlossen. Anlässlich der am 31. März endenden Beteiligung der Öffentlichkeit fordert der BUND jetzt den Abbruch der Planung. In einer umfangreichen Stellungnahme legt der BUND dar, dass ein solches Vorhaben gegen zahlreiche gesetzliche Vorgaben verstößt. Angesichts des heute vom Weltklimarat IPCC vorgelegten Berichts zum fortschreitenden Klimawandel ist das Vorhaben unverantwortlich.   mehr

Garzweiler II: BUND sieht Teilerfolg

Jetzt muss Landesregierung ein Braunkohlenausstiegsszenario vorlegen

28.03.2014 | Als „Teilerfolg des langjährigen Widerstands gegen Garzweiler II“ wertete der BUND die heute von der Landesregierung angekündigte Verkleinerung des Tagebaus Garzweiler II. Jetzt müsse eine neue Leitentscheidung den mittelfristigen Ausstieg aus der Braunkohlenverstromung festlegen, um weitere Schäden von Klima, Umwelt und Bevölkerung abzuwenden. mehr

 

22. März: Sechs Demonstrationen "Energiewende retten!" in Landeshauptstädten

Schwarz-Rot plant einen Frontalangriff auf die Energiewende. Nach der Photovoltaik soll es jetzt der Windkraft an den Kragen gehen. Der Zubau der Erneuerbaren Energien droht mit einem Ausbaudeckel und massiven Förderkürzungen abgewürgt zu werden. Stattdessen setzt Schwarz-Rot weiter auf Atom- und Kohlekraft – etwa mit neuen Subventionen, die verhindern, dass alte Kohlemeiler eingemottet oder AKWs unrentabel werden.

Daher ruft der BUND in einem starkem Bündnis am 22. März zu sechs Demonstrationen "Energiewende retten!" in Düsseldorf, Hannover, Kiel, Mainz/Wiesbaden, München und Potsdam auf.

... zur offiziellen Demo-Homepage

BUND setzt sich mit Verfassungsbeschwerde durch - Rechtsschutz Enteignungs- und Umsiedlungsbetroffener gestärkt

Aber noch kein Stopp von Garzweiler II / Stephan Pütz scheitert knapp

18.12.2013 | Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verließen die Beschwerdeführer gestern den Verhandlungssaal des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe. Zwar hatte sich der BUND mit seiner Beschwerde gegen die Zwangsenteignung durchgesetzt und damit einen großen Erfolg zur Stärkung des Rechtsschutzes in künftigen Verfahren erwirkt. Doch die Beschwerde von Stephan Pütz wurde mit 3 zu 5 Richterstimmen abgelehnt; RWE darf also vorerst weiterbaggern. mehr

Bundesverfassungsgericht verkündet Garzweiler II-Urteil

Braunkohlentagebau oder Grundrechte / Neue Vorgaben für mehr Bürgerrechte?

13.12.2012 | Am kommenden Dienstag (17.12.2013, 10.00 Uhr) verkündet der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts sein Urteil über die Verfassungsmäßigkeit von Genehmigungs- und Gerichtsentscheidungen zugunsten des Tagebaus Garzweiler II. Es geht um zwei unterschiedliche Verfassungsbeschwerden des BUND und eines Privatklägers aus Erkelenz-Immerath. mehr

Braunkohlentagebau Hambach: BUND beendet Rechtsstreit

„Kumpanei aus Bergbau und Naturschutzbehörden“

28.11.2013 | Der BUND beendet vorerst den Rechtsstreit gegen den Braunkohlentagebau Hambach. Im Verfahren um die Zulassung des Hauptbetriebsplans zur Fortführung des Tagebaus bis zum Jahr 2014 hatte das Verwaltungsgericht Aachen die BUND-Klage am 5. September 2013 aus formalen Gründen abgewiesen. Da die zuständigen Naturschutzbehörden im Nachgang zu dieser Entscheidung weit reichende Ausnahmen vom gesetzlichen Artenschutz erteilten, hat der Umweltverband jetzt entschieden, nicht weiter eine Berufungszulassung betreffend die Hauptbetriebsplanzulassung anzustreben.  mehr

Tagebau Garzweiler: Bundesverfassungsgericht verkündet Urteil

BUND sieht Entscheidung mit Optimismus entgegen

Darf Bergrecht weiter Grundrecht brechen? Darüber entscheidet der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts am 17. Dezember 2013. Hintergrund sind die Verfassungsbeschwerden des BUND und einer Privatperson aus Erkelenz-Immerath. Grundlage für die Entscheidung ist die mündliche Verhandlung vom 4. Juni. mehr

Braunkohle - Brücke oder Hindernis der Energiewende?

KlimaDiskurs.NRW bringt zentrale Akteure in kontroverser Debatte zusammen

25.11.2013 | Mehr als 100 Teilnehmer lockte die Braunkohle zum zweiten KLIMA.SALON des KlimaDiskurs.NRW e.V. am gestrigen Abend in die Villa Horion Düsseldorf. Unter dem Titel „Braunkohle in Zeiten der Energiewende – Brücke oder Hindernis?“ diskutierten Experten aller zentralen Akteursgruppen zur Zukunft des fossilen Brennstoffs. Auch das Publikum beteiligte sich intensiv an der kontroversen Debatte. mehr

Ausstieg aus Braunkohle überfällig: Garzweiler II muss stillgelegt werden

BUND fordert Braunkohlenausstiegsszenario

07.10.2013 | „Das mögliche vorzeitige Aus für den Braunkohlentagebau Garzweiler II zeigt, dass Kohleverstromung in der Energiewende keinen Platz mehr hat. Die klimaschädliche Braunkohle ist keine Brückentechnologie sondern Altlast einer überholten Energieversorgung. Garzweiler muss stillgelegt und der klimaverträgliche Ausstieg aus der Kohleverstromung eingeleitet werden.“ Das fordert der BUND anlässlich der heutigen Meldung, RWE erwäge das Aus für den Braunkohlentagebau Garzweiler II in Nordrhein-Westfalen. mehr

Tagebau Hambach: Gericht weist BUND-Klage ab

"Gefälligkeits-Entscheidung für RWE"

06.09.2013 | Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Aachen unter Vorsitz des Richters Georg Niebel hat am späten Donnerstagnachmittag die Klage des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen die Zulassung des Hauptbetriebsplanes zur Führung des Braunkohlentagebaus Hambach von 2011 bis 2014 zurückgewiesen. Das Gericht hielt die Klagebefugnis des  BUND  für „höchst fraglich“. Sollte das Klagerecht  dennoch bestehen,  sei es jedenfalls „verwirkt“, da der BUND seine Rechtsposition zu spät geltend gemacht habe. Für den BUND ist das Urteil ein Skandal: Mit fadenscheinigen formalen Argumenten hätte sich das Gericht um eine inhaltliche Klärung der streitgegenständlichen artenschutzrechtlichen Fragen gedrückt. mehr

Braunkohlentagebau Hambach contra Artenschutz

Verwaltungsgericht Aachen verhandelt BUND-Klage

30.08.2013 | Am kommenden Donnerstag verhandelt das Verwaltungsgericht Aachen in erster Instanz die Klage des BUND gegen die bergrechtliche Zulassung des Braunkohlentagebaus Hambach. Beklagte ist das Land Nordrhein-Westfalen; die RWE Power AG ist Beigeladene in dem Verfahren. Inhaltlich geht es um die Frage, ob die Zulassung des aktuellen Hauptbetriebsplanes wegen gravierender Verstöße gegen das Artenschutzrecht aufgehoben werden muss. mehr

BUND gegen Braunkohlenkraftwerk BoAplus: Regionalrat als RWE-Erfüllungsgehilfe?

Überflüssige Regionalplanänderung für Braunkohlenkraftwerk in Bergheim-Niederaußem

03.07.2013 - Der BUND lehnt die geplante Regionalplanänderung zu Gunsten des RWE-Braunkohlenkraftwerks in Bergheim-Niederaußem (BoAplus) ab. Im Vorfeld der Sitzung des Regionalrats Köln am kommenden Freitag appellierte der Umweltverband an die Mitglieder des Gremiums, keinen Aufstellungsbeschluss zu fassen. mehr

Revierweiter Luftreinhalteplan kommt

1. Sitzung der Projektgruppe

28.06.2013 - Heute fand bei der Bezirksregierung Köln die erste Projektgruppensitzung zur Aufstellung eines revierweiten Luftreinhalteplans statt. Damit wird eine alte BUND-Forderung endlich umgesetzt. Allerdings scheinen weder die Bergbehörde noch einige Kommunen und Kreise begeistert. Da sorgt man sich offenbar mehr um das Image als den vorsorgenden Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Der BUND hofft, dass nunmehr einheitliche Maßnahmenpakete für das gesamte Braunkohlenrevier verbindlich umgesetzt werden.

Garzweiler contra Grundrechte

Braunkohlentagebau auf dem Prüfstand des Bundesverfassungsgerichts

05.06.2013 - Dienstagabend, kurz nach 22 Uhr in Karlsruhe. Der Vorsitzende des 1. Senats des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Kirchhof, schließt die mündliche Verhandlung der Verfassungsbeschwerden gegen den Braunkohlentagebau Garzweiler II. Seit 10 Uhr hatte der Senat das Für und Wider mit den Beschwerdeführern und sonstigen Verfahrensbeteiligten diskutiert. Die Urteilsverkündung wird erst in einigen Monaten erwartet. mehr

Braunkohlentagebau Garzweiler vor dem höchsten Gericht

„Bergrecht darf nicht länger Grundrecht brechen“ / BUND und Privatkläger gehen optimistisch in die mündliche Verhandlung

27.05.2013 - Am 4. Juni verhandelt der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe die Verfassungsbeschwerden des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und einer Privatperson aus Erkelenz-Immerath gegen den Braunkohlentagebau Garzweiler. Für die Beschwerdeführer ist das der vorläufige Endpunkt eines langjährigen Rechtsstreits. Sie erhoffen sich eine richtungsweisende Entscheidung zur Stärkung der Grundrechte der Betroffenen gegenüber den Bergbauinteressen. mehr

Fotos: D. Jansen/BUND

Braunkohlentag 2013: Betroffene und Verbände aus ganz Deutschland fordern Stopp des Braunkohle-Irrsinns

Bundesweiter Schulterschluss des Braunkohleprotests

16.05.2013 - Anlässlich des Braunkohlentags in Köln protestierten Betroffene und Initiativen aus allen großen deutschen Braunkohlerevieren gemeinsam mit Umweltverbänden und dem breiten Bündnis klima-allianz deutschland gegen die Versuche der Braunkohlelobby, die umfangreiche Nutzung des klimaschädlichsten und schmutzigsten Energieträgers für weitere Jahrzehnte in Deutschland fortzuschreiben. Unter dem Motto „Den Braunkohle-Irrsinn können wir uns nicht mehr leisten!“ bilden sie vor dem Tagungsgebäude eine Menschenkette und umzingeln mit einem gelben Band, als Zeichen der Vernetzung des Braunkohleprotests und der Solidarität untereinander, symbolisch den Braunkohlentag in der Kölner Innenstadt. mehr

Gemeinsam ein Zeichen gegen die klimaschädliche Braunkohle setzen!

Braunkohlentag 2013: Protestaktion mit Menschenkette und gelbem Band!

16. Mai, 14.00 Uhr, Börsenplatz Köln

Am 16. Mai findet im Kölner IHK-Gebäude der alljährliche Braunkohlentag statt, auf dem sich die deutsche Braunkohlelobby mit ihren höchsten Repräsentanten feiert. Als Redner tritt auch NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin auf. In der Branche herrscht derzeit Goldgräberstimmung, denn im letzten Jahr legte die Braunkohleverstromung kräftig zu. Die Folgen: Die CO2-Emissionen sind gestiegen. Die Gesundheitsbelastungen durch Kraftwerke und Tagebaue sind weiter hoch. Die Braunkohlebagger zerstören ungehindert Jahrhunderte alte Kulturlandschaften und vertreiben die Menschen. Wertvolle Naturschutz- und Waldgebiete werden unwiederbringlich vernichtet. Und die Braunkohlelobby wirbt für die ungebremste Fortsetzung dieses Irrsinns mit provokant falschen Behauptungen wie „die Braunkohle ist der flexible Partner der Erneuerbaren Energien“.

In einem breiten Schulterschluss von Initiativen und Betroffenen aus allen drei großen deutschen Braunkohlerevieren, Umweltverbänden und der klima-allianz deutschland wollen wir am 16.5. vor dem IHK Gebäude in Köln gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen die Braunkohle setzen! Mit einer Menschenkette mit dem gelben Band als Zeichen der revierübergreifenden Vernetzung des Braunkohleprotests und der Solidarität untereinander soll das IHK-Gebäude symbolisch umzingelt werden.

Lasst uns den Plänen der Braunkohleindustrie für neue Tagebaue und Kraftwerke eine klare Absage erteilen! Fordern wir die Politik gemeinsam auf, endlich konsequent die Weichen in Richtung Energiewende und Klimaschutz zu stellen!

Die IGBCE hat vor dem Veranstaltungsort bereits eine große Demonstration mit 1000 Teilnehmer/innen angemeldet, um für die Braunkohle zu werben. Also, auf nach Köln! Wir freuen uns über möglichst viele Mitstreiter/innen und Unterstützer/innen!

 

Treffpunkt:

Wann: 16.5.2013, 14.00 Uhr

Wo: Edith-Stein-Denkmal (Börsenplatz, Ecke Kardinal-Frings-Str./Gereonstr.), Köln

 

Zur Aktion rufen auf / werden vor Ort sein:

Buirer für Buir, Initiative Bergbaugeschädigter 50189, Netzwerk Bergbaugeschädigter, Dorfinteressengemeinschaft Wanlo/ Das Gelbe Band, Hambacher Forst bleibt!, ausgeCO2hlt, Aktionsbündnis „Stommelner Bürger – Leben ohne Braunkohle“, Aktionsbündnis 'Strukturwandel Jetzt - Kein Nochten II', Allianz für Welzow, Bürgerinitiative „Kein CO2-Endlager!“, Bürgerinitiative Röcken, Sössen & Lützen; BUND Jugend NRW, BUND NRW, Grüne Liga, Greenpeace Gruppe Köln, Deutsche Umwelthilfe, klima-allianz deutschland, u.v.m.

 

Mehr Infos unter http://braunkohle.kohle-protest.de

 

Tagebau Hambach: Verhandlungstermin der BUND-Klage ist geplatzt

Verwaltungsgericht folgt BUND-Antrag

Der für Donnerstag, den 16. Mai 2013, vom Verwaltungsgericht Aachen anberaumte Termin der mündlichen Verhandlung der Klage des BUND gegen die bergrechtliche Zulassung des Tagebaus Hambach ist erst einmal geplatzt. Das VG Aachen gab heute (10. Mai) einem BUND-Antrag statt und hob den Termin auf. Hintergrund ist die Frage, welches Gericht überhaupt zuständig ist. Da von dem in Rede stehenden Hauptbetriebsplan sowohl Waldgebiete im Kreis Düren als auch im Rhein-Erft-Kreis betroffen sind, hatte der BUND die Zuständigkeit des VG Aachen in Frage gestellt. mehr

Bundesverfassungsgericht verhandelt Garzweiler-Beschwerden

Zwangsenteignung auf dem Prüfstand

03.04.2013 - Großartiger Zwischen-Erfolg im juristischen Kampf gegen den Braunkohlentagebau Garzweiler II: Wie das Bundesverfassungsgericht heute mitteilte, wurden die Verfassungsbeschwerden des BUND sowie eines privaten Beschwerdeführers gegen den Braunkohlentagebau Garzweiler II zur Entscheidung angenommen. Für Dienstag, den 4. Juni 2013, 10.00 Uhr, wurde die mündliche Verhandlung terminiert (nähere Details siehe Pressemitteilung des Gerichts). Fünf Jahre nach der mit Polizeigewalt vollzogenen Zwangsräumung der BUND-Obstwiese im Abbaufeld wird jetzt erstmalig geprüft, ob das vorsintflutliche Bundesberggesetz mit dem Grundgesetz in Einklang steht oder nicht. Im Kern geht es um die Frage, ob die Zwangsenteignung des BUND sowie die bergrechtliche Zulassung des Tagebaus mit den Grundrechten vereinbar ist. Wir sagen: Nein!

Alle Infos zur Zwangsenteignung

Wasserentahme: RWE soll mehr zahlen

Landtagsanhörung zum Wassercent

18.02.2013 - Auf der heutigen Landtagsanhörung zur geplanten Erhöhung des Wasserentnahmeentgelts haben die Naturschutzverbände BUND und NABU dafür geworben, das Entgelt deutlich anzuheben, um die gewünschte ökologische Lenkungswirkung zu erzielen. Auch müssten die zahlreichen Ausnahmen gestrichen und insbesondere auch die Privilegierung der Durchlaufkühlung bei Kraftwerken gestrichen werden. Die Kritik von RWE, das Unternehmen würde im Braukohlenrevier schon genug zur Schonung der Grundwasservorkommen zahlen, wiesen die Verbände zurück. Derzeit entnimmt RWE Power jährlich etwa 570 Millionen Kubikmter Wasser und zahlt dafür nach eigenen Angaben ca. 20 Millionen Euro.

Hambacher Wald: RWE will Rodungen im Februar fortsetzen

Juristisches Ringen um Schutz von Haselmaus und Co.

08.01.2013 | Im Klageverfahren des BUND gegen die Bezirksregierung Arnsberg und die RWE Power AG wegen der rechtswidrigen Rodungen im Vorfeld des Tagebaus Hambach hat die Bergbautreibende jetzt gegenüber dem Verwaltungsgericht Aachen verbindlich erklärt, bis Ende Januar keine weiteren Baumfällungen vorzunehmen. Bis Ende Februar will RWE allerdings die für den weiteren Tagebaufortschritt notwendigen Maßnahmen abschließen. Der BUND wird weiter juristisch für die Rettung des Hambacher Waldes kämpfen. mehr

Hambacher Wald – das juristische Scharmützel geht weiter

BUND stellt Eilantrag

02.01.2013: Der BUND hat jetzt beim VG Aachen einen Eilantrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung seiner Klage vom 20.12.2012 eingereicht. Gleichzeitig wurde beantragt, anzuordnen, dass bis zu einer Entscheidung über den erst genannten Antrag im planbetroffenen Gebiet keine Rodungsmaßnahmen durchgeführt werden dürfen. Der BUND  reagierte damit auf die Anordnung der sofortigen Vollziehung durch die Bezirksregierung Arnsberg, womit RWE gestattet wurde, trotz der BUND-Klage den Tagebaubetrieb und die Rodungsmaßnahmen fortzuführen.

 

Tagebau Hambach: BUND-Klage gegen Waldrodung

Baumfällungen ohne Rechtsgrundlage / Klage hat aufschiebende Wirkung

20.12.2012 - Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will die laufenden Rodungen für den RWE-Braunkohlentagebau Hambach gerichtlich stoppen. Der Umweltverband hat heute beim Verwaltungsgericht Aachen eine Klage gegen das Land NRW eingereicht. Darin wird wegen gravierender Verstöße gegen das Artenschutzrecht die Aufhebung des derzeit gültigen Hauptbetriebsplans beantragt. Dieser ist die Grundlage für die Fällarbeiten im Hambacher Wald. Da die Klage aufschiebende Wirkung hat, muss RWE die Rodungen einstellen.

Presse (Auswahl):

Banner-Diebstahl auf BUND-Grundstück

"Klimakiller RWE"-Banner nach nur einer Woche geklaut

15.12.2012 - Unbekannte Diebe haben gestern den "Klimakiller RWE"-Banner auf dem BUND-Grundstück bei Kerpen-Manheim gestohlen. Nur eine Woche lang konnten die AutofahrerInnen auf der Autobahn A 4 die unübersehbare Botschaft lesen.

Der Vorfall zeigt, auf welch bedauerlichem Niveau die Auseinandersetzung mit den GegnerInnen des umweltschädlichen Braunkohlenabbaus angekommen ist. Anstatt sich mit der Kritik sachlich auseinanderzusetzen, werden Straftaten begangen. Meinungsfreiheit zählt für die Täter wohl wenig.

Der jüngste Vorfall ist Teil einer langen Reihe. Auf dem ehemaligen BUND-Grundstück im Tagebau Garzweiler waren Sachbeschädigungen, der Diebstahl von Obstbäumen und selbst das Entwenden einer kompletten Obsternte leider fast schon die Regel. Protagonisten des Braunkohle-Widerstandes wurden bedroht und beschimpft. Alle diesbezüglich eingereichten Strafanzeigen führten nicht dazu, dass die Polizei jemals ermittelt hätte. Die Verfahren wurden allesamt sang- und klanglos eingestellt. Der BUND wird deshalb im aktuellen Fall wahrscheinlich davon absehen, Anzeige zu erstatten. Es drängt sich schon die Frage auf, ob die Polizeibehörden im Braunkohlenrevier mit zweierlei Maß messen.

Dass die Botschaft "Klimakiller NRW" seine Berechtigung hat, zeigt die aktuelle RWE Power-Bilanz. Im letzten Jahr wurden gut 100 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Der überwiegende Teil davon wurde verstromt. Damit lagen die von der Braunkohlennutzung im Rheinland zu verantwortenden Kohlendioxid-Emissionen deutlich über dem Niveau von 1990. Damals waren die RWE-Kraftwerke für den Ausstoß von 87,7 Millionen Tonnen CO2 verantwortlich. Klimaschutz findet bei RWE nicht statt.

Weltklimatag: Klimakiller RWE am Pranger

Aktion am Tagebau Hambach / BUND und BUNDjugend fordern Ausstieg aus der Braunkohle

08.12.2012 - Zum Weltklimatag 2012 zeigt der BUND mit seiner Jugendorganisation, der BUNDjugend, Flagge gegen RWE: Mit einem unübersehbaren Banner „KLIMAKILLER RWE“ weist er direkt an der Autobahn A 4 bei Kerpen-Manheim auf den Konzern als größten CO2-Emittenten Deutschlands hin. Mit dem Ausstoß von 87,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid im vergangenen Jahr sind die RWE-Braunkohlenkraftwerke Deutschlands Klimakiller Nummer 1. mehr

Luftreinhalteplan Hambach tritt zum 31. Dezember in Kraft

Neue Feinstaub-Messstationen in Elsdorf und Jackerath

06.12.2012 - Der Luftreinhalteplan Hambach zur Senkung der Feinstaub-Immissionen im Umfeld des Tagebaus Hambach tritt zum 31.12.2012 in Kraft. Das teilte der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute mit. „Damit wird ein weiterer wichtiger Schritt zum Schutz der Gesundheit der Tagebauanrainer getan,“ sagte Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND. „Allerdings wurden leider noch nicht alle Anregungen des BUND und der beteiligten Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt.“ Zufrieden zeigte sich Jansen, dass zwei neue Messstationen in Elsdorf (Tagebau Hambach) und Jackerath (Tagebau Garzweiler) errichtet werden. Damit könne die Entwicklung der Feinstaubbelastungen mit dem Fortschreiten der Tagebaue gut abgebildet werden. mehr

Bedeutung der Braunkohle sinkt: Neue Kraftwerke und Tagebaue sind überflüssig

Neue DIW-Studie: Der Bau neuer Braunkohlekraftwerke lohnt sich betriebswirtschaftlich nicht

28.11.2012 - Eine neue Studie des DIW bestätigt, dass die Braunkohle keine Zukunft hat. Der Autor, Prof. Dr. Christian von Hirschhausen, kommt zu dem Ergebnis, dass auch das von RWE geplante BoAplus-Kraftwerk in Niederaußem zu einem betriebswirtschaftlichen Fiasko führen würde. Der Neubau eines Kraftwerks ohne CO2-Abscheidung mit beispielsweise 1.100 Megawatt Leistung, einer Laufzeit von 40 Jahren, einer Kapitalbindung von 20 Jahren und Einbindung in das Stromnetz in 2015 würde gemäß der DIW-Investitionsrechnung einen voraussichtlichen Verlust von 426 Millionen Euro verursachen. Neben der schlechten wirtschaftlichen Prognose für neue Braunkohlekraftwerke fällt auch ihre ungünstige geografische Lage ins Gewicht: Die drei Braunkohlestandorte Rheinland, Mitteldeutsches Braunkohlerevier und Lausitz können wenig zur künftigen Deckung des Bedarfs beitragen, da der gewonnene Strom vor allem im Süden Deutschlands benötigt wird. Einschränkungen beim Netzausbau verhindern, dass Braunkohlestrom effizient nach Süddeutschland transportiert werden kann. „Der Bau neuer Braunkohlekraftwerke ist nicht sinnvoll“, fasst von Hirschhausen zusammen.

BUND gegen BoAplus

Überflüssige Regionalplanänderung für Braunkohlenkraftwerk

09.10.2012 - Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heute bei der Bezirksregierung Köln seine Stellungnahme zur geplanten Änderung des Regionalplans zugunsten eines neuen Braunkohlenkraftwerks in Bergheim-Niederaußem eingereicht. Der Umweltverband fordert darin den Regionalrat Köln auf, der Regionalplanänderung wegen entgegen stehender raumordnerischer Ziele und Grundsätze nicht zuzustimmen. mehr

Leben am Abgrund

BUND und Bürgerinitiativen für Rücknahme der Abbaugrenzen

05.09.2012 - Feinstaub, Lärm, Licht, Erschütterungen, Bergschäden - die Belastungen für die Anwohner am Tagebaurand sind vielfältig. Auf einer gut besuchten  Veranstaltung der BI "Stop Rheinbraun" in Keyenberg referierten Fachleute zu den Tagebaufolgen und diskutierten Lösungsvorschläge. Kuzfristig hält der BUND eine Erweiterung der mit 100 Meter Breite viel zu knapp bemessenen Sicherheitszone für einen ersten wichtigen Schritt zum Schutz der Betroffenen. Mittelfristig aber müssen die Braunkohlepläne geändert und die Abbaugrenzen zurückgenommen werden. Auf Antrag der CDU beschäftigte sich der Wirtschaftsausschuss des Landtags heute  mit der Erweiterung der Sicherheitszone. Ernüchterndes Ergebnis: Die Landesregierung wird den Sicherheitsabstand zwischen den Braunkohletagebauen und den angrenzenden Ortschaften nicht vergrößern.

Die Vorträge der Veranstaltung vom 28.08.2012:

 

Rheinische Post Erkelenz

Wie belastend ist der Tagebau?

vom 30.08.2012

Tagebaurandbewohner und künftige Umsiedler für den Braunkohlentagebau informierten sich in Keyenberg über gesundheitliche Belastungen durch Garzweiler II. Und sie haben Forderungen diskutiert. mehr

„Schwere Hypothek für den Klimaschutz“

RWE-Braunkohlenkraftwerk Neurath: Protest gegen BoA-Inbetriebnahme

Begleitet von Protesten des BUND, der klima-allianz deutschland und lokalen Bürgerinitiativen erfolgte heute in Grevenbroich-Neurath die offizielle Inbetriebnahme eines neuen RWE-Braunkohlenkraftwerks mit 2.100 Megawatt elektrischer Leistung. Der Protest der Klimaschützer richtete sich auch gegen NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die als Ehrengast der Inbetriebnahme beiwohnte. Die Mahnwache stand deshalb unter dem Motto „Braunkohle killt das Klima - Hannelore Kraft findet’s prima“. Diese Botschaft wurde mit einem übergroßen, aus dem Konterfei der Ministerpräsidentin zusammengesetzten „CO2“-Zeichen unterstrichen. Für den BUND ist der Klimakiller eine „schwere Hypothek für den Klimaschutz“. ...mehr

Mahnwache gegen BoA-Inbetriebnahme

15. August 2012, 10.00 bis 14.30 Uhr, BoA-Kraftwerk Grevenbroich-Neurath, Tor 2

Am 15. August nimmt Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Rahmen einer RWE-Feierstunde die BoA-Kraftwerksblöcke 2 und 3 in Grevenbroich-Neurath (Energiestraße/L 375, Tor 2) offiziell in Betrieb. Das Klimakiller-Kraftwerk wird fortan jährlich etwa 16 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmospäre blasen. Es wird damit eine schwere Hypothek auf dem Weg zum Erreichen der NRW-Klimaschutzziele. Die Braunkohle soll über Jahrzehnte v.a. aus dem Tagebau Garzweiler II angeliefert werden - mit katastrophalen Folgen für Mensch, Natur und Umwelt.

Der BUND und die klima-allianz rufen deshalb zu einer Mahnwache anlässlich der Inbetriebnahme auf. Wir wollen den etwa 400 Ehrengästen - allen voran NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft - zeigen, dass das Kraftwerk entgegen der RWE-Propaganda kein Beitrag zum Klimaschutz ist. Wir haben die Mahnwache unter das Motto “Braunkohle killt das Klima - Hannelore Kraft findet’s prima!” gestellt, um die widersprüchliche Energie- und Klimaschutzpolitik der Landesregierung zu dokumentieren.

Info-Flyer mit Lageplan

... mehr zum BoA-Kraftwerk-Neurath

Waldbesetzung im Hambacher Forst

KlimaaktivistInnen kämpfen gegen Waldvernichtung

16.04.2012 - Am Samstag versammelten sich etwa 200 KlimaschutzaktivistInnen zum Kulturfest "Wald statt Kohle" im Hambacher Forst, um gegen die drohende Waldvernichtung durch RWE Power zu demonstrieren. Zu dem Umweltfest hatten die Jugend des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Robin Wood, ATTAC und die Initiative »ausgeCO2hlt« eingeladen. Einige der AktivistInnen bauten Plattformen in "besetzten" Bäume, und wollen dort bis zum Herbst durchhalten.

Alle aktuellen Infos unter www.hambacherforst.blogsport.de . Ein erster Filmclip ist unter http://vimeo.com/40460627  zu finden.

BUND fordert Stopp des Braunkohlentagebaus Hambach

Umfangreiche Stellungnahme belegt Unzulässigkeit der Fortführung des Tagebaus / Neue Klage in Vorbereitung

11.4.2012 – Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland startet einen neuen Anlauf zum Stopp des Braunkohlentagebaus Hambach im Rheinland. Der Umweltverband reichte jetzt bei der Bezirksregierung Arnsberg als zuständiger Genehmigungsbehörde eine  mehr als 100seitige Stellungnahme zu den Anträgen der RWE Power auf Zulassung zweier Betriebspläne zur Fortführung des Tagebaus  ein. Der BUND kündigte an, sich für den Fall einer rechtswidrigen Zulassung auf eine Klage vorzubereiten. mehr

... zur Stellungnahme

Tagebau Hambach: 46 Feinstaub-Überschreitungstage in 2011

Tagebau weiterhin dominierende Quelle der lokalen Feinstaub-Zusatzbelastung

28.03.2012 - Heute tagte die Projektgruppe zur Aufstellung des Luftreinhalteplans für die Umgebung des Tagebaus Hambach bei der Bezirksregierung Köln. Neben RWE Power, den betroffenen Kommunen und weiteren Stellen ist darin auch der BUND vertreten. Wichtigstes Ergebnis: Die Belastung mit Feinstaub aus dem Tagebau ist weiterhin zu hoch. Nach den validierten Daten für 2011 waren in Niederzier in 2011 46 Überschreitungstage mit Feinstaub-Werten über 50 µg/m3 registriert worden. Maximal zulässig sind 35 Überschreitungstage. mehr

Braunkohlentagebau Hambach - Rahmenbetriebsplan wird offengelegt

Beteiligung am Zulassungsverfahren läuft bis 10.4.2012

Januar 2012 - Die NRW-weit für Bergbau zuständige Bezirksregierung Arnsberg legt ab Montag (16.1.2012) den von der RWE Power AG eingereichten Rahmenbetriebsplan für die Fortführung des Braunkohlentagebaus Hambach öffentlich aus.

Gleichzeitig wird ein Sonderbetriebsplan mit den durch den Tagebau Hambach ausgelösten Maßnahmen des Artenschutzes offengelegt. Parallel zur öffentlichen Auslegung werden auch über 90 Träger öffentlicher Belange, wie Kommunen, Behörden und Verbände, am Zulassungsverfahren für den Rahmenbetriebsplan beteiligt. Der BUND hat bis zum 10. April 2012 Zeit, eine Stellungnahme einzureichen. mehr

Das Braunkohlenrevier nach der Braunkohle - Stand und Perspektiven

BUND-Tagung in Grevenbroich

 

10.12.2011 - Nach dem Willen der Landesregierung soll auch die Braunkohle zukünftig ihren Beitrag zur Senkung der Kohlendioxid-Emissionen des Landes leisten. Laut Koalitionsvertrag soll der Ausstoß von Kohlendioxid im Rheinischen Braunkohlenrevier bis 2050 um 80 bis 95 Prozent reduziert und das Gebiet zu einer „Innovationsregion" umgewandelt werden. Im Frühjahr 2011 fiel mit der Konstituierung des Beirats für die Innovationsregion Rheinisches Revier der offizielle Startschuss für die neue strukturpolitische Initiative der Landesregierung. Im November tagte die gemeinsame Arbeitsgruppe der Regionalräte Düsseldorf und Köln zur Begleitung des Prozesses. Erste Entwicklungsschwerpunkte und Leitlinien wurden diskutiert. Die vom BUND in Kooperation mit der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW veranstaltete Tagung beleuchtete den aktuellen Stand der Entwicklung und die Perspektiven für die Region. ...mehr

BUND kritisiert RWE-Kraftwerkspläne für Niederaußem

„Energieerzeugungstechnologie von vorgestern“ / Biomasse-Mitverbrennung ist „grober Unfug“

 

07.10.2011 - Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte die heute von der RWE Power AG vorgestellten Pläne zum Neubau zweier Braunkohlenkraftwerksblöcke in Bergheim-Niederaußem. Diese seien kein Beitrag zum Klimaschutz und passten nicht in ein zukunftsfähiges Energiesystem. mehr

Internationales Klimacamp 2011: für ein lebenswertes Klima weltweit!

Vom 26. August bis 04. September veranstaltet die BUNDjugend NRW gemeinsam mit weiteren Organisationen in Kerpen-Manheim bei Köln - nur wenige Kilometer vom Hambacher Braunkohletagebau entfernt - das Klimacamp 2011. Gemeinsam mit lokalen Bürgerinitiativen soll  mit zahlreichen Workshops und Protestaktionen den Forderungen nach sofortigem Braunkohleausstieg und Rekommunalisierung der Energieerzeugung auf Basis der Erneuerbaren Ausdruck verliehen werden.

Den Auftakt des Klimacamps bildet eine Fahrrad-Tour am Freitag, den 26. August,von einer Critical Mass Aktion in Köln zu dem Camp. Am Samstag, den 27. August steht eine erste Fahrrad-Exkursion zum Aussichtspunkt des Tagebaus auf dem Programm. Bei einem ökomenischen Feldgottesdienst in Buir kommen die TeilnehmerInnen am Sonntag nachmittag mit den AnwohnerInnen der umliegenden Ortschaften zusammen. Im gesamten Campverlauf finden zudem zahlreiche Vorträge und Workshops zu lokalen und globalen Aspekten des Braunkohleabbaus und dessen Verstromung statt. Den Auftakt bildet eine Podiumsdiskussion am Samstag, den 27. August.

Den Abschluss bildet am Samstag, den 3. September, ein Demonstrationszug in den Hambacher Forst - ein ehemals rund 4.500 Hektar großes Waldgebiet mit hoher ökologischer Bedeutung, dessen Überreste in den kommenden Jahren abgeholzt werden sollen.

Zudem wollen Mitte der Woche einige AktivistInnen der Kampagne 'Grube gräbt' eine friedliche Blockade eines Kohletransports auf der Hambachbahn durchführen. Mit dieser Aktion sollen die Erfahrungen der Anti-Castor-Bewegung auf den Widerstand gegen die Braunkohle übertragen werden.   

Mehr Informationen zum Programm, Aktionen und Campleben unter www.klimacamp2011.de; oder per Anfrage an info@klimacamp2011.de

Landtag beschließt Ende der Braunkohle-Privilegien

Erfolg für den BUND: RWE muss zukünftig für Sümpfung zahlen

20.07.2011 - Im letzten Jahr förderte RWE 556,2 Millionen Kubikmeter Grundwasser im Rheinischen Braunkohlenrevier. Ein gutes Drittel davon wurde v.a. für die Kraftwerksversorgung und die Tagebaue genutzt, der Großteil (278,5 Mio, m3) allerdings wurde ungenutzt abgeleitet. Bezahlen musste RWE - anders als andere Grundwassernutzer - für die enorme Verschwendung der natürlichen Ressourcen nichts. Doch damit ist es jetzt vorbei. Nach 2. Lesung am 20.07.2011 hat der Landtag mit den Stimmen von SPD, GRÜNEN und LINKEN gegen die Stimmen von CDU und FDP die Änderung des Wasserentnahmeentgelt-Gesetzes beschlossen. Jetzt muss RWE für jeden Kubikmeter Sümpfungswasser 4,5 Cent bezahlen.

Seit vielen Jahren forderte der BUND, die Privilegierung der Braunkohle zu stoppen und die Grundwasserentnahme mit dem so genannten Wasserentnahmeentgelt zu belegen. Zuletzt hatten wir auf der Landtagsanhörung am 7. April 2011 die Beendigung dieser indirekten Subventionierung gefordert. 

Nach der Landtagsanhörung haben die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD einen Änderungsantrag zum Gesetzentwurf der Landesregierung eingebracht, der vorsieht, die Sümpfung mit einem Wasserentnahmeentgelt von 4,5 cent/m3 zu belegen. Der BUND begrüßte diesen Sinneswandel im Rahmen einer erneuten Landtagsanhörung am 28. Juni. Auch wenn wir zur Erhöhung der ökologischen Lenkungswirkung einen höheren Satz vorgeschlagen hatten, soll damit zukünftig endlich dem Verursacherprinzip Rechnung getragen werden.

Vollends überzeugen kann das Gesetz dennoch nicht, da die Entgelte gegenüber dem ersten Entwurf um 0,5 cent/m3 abgesenkt wurden. Auch die weitere Absenkung der Sätze für zur Kraftwerkskühlung genutzten Wassers ist ökologisch kontraproduktiv.

... die Stellungnahme des BUND zur Landtagsanhörung am 28.06.2011 

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RWE macht Rückzieher: Antrag auf Abfallmitverbrennung zurückgezogen

Erfolg für BUND und Bürgerinitiativen

Das RWE hat die Konsequenzen aus dem anhaltenden Protest von BUND und Bürgerinitiativen gezogen, und den Genehmigungsantrag für die dauerhaften Mitverbrennung zusätzlicher so genannter Ersatzbrennstoffe (EBS) im Industriekraftwerk Berrenrath zurückgezogen. Damit ist der schleichende Umbau des Braunkohlenkraftwerks hin zu einer verkappten Müllverbrennungsanlage erst einmal gestoppt. mehr

BUND fordert Stopp der Begünstigungen für Braunkohle

Änderung des Wasserentnahmeentgeltgesetzes / RWE soll für Sümpfungswasser zahlen / Privilegien für Kraftwerksbetreiber streichen

 

07.04.2011 - Auf der Anhörung des Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags zum Gesetzentwurf zur Änderung des Wasserentnahmeentgeltgesetzes am 7. April fordert der BUND den Stopp der Begünstigungen für die Braunkohlenförderung und -nutzung. Zwar begrüßt der Umweltverband die Pläne der Landesregierung, die von Schwarz-Gelb beschlossene Befristung des Wasserentnahmeentgeltgesetzes aufzuheben und die Sätze zu erhöhen. Allerdings müssten endlich auch die Begünstigungen für Kraftwerksbetreiber und die Ausnahmetatbestände für die Grundwasserzerstörung durch die Braunkohlentagebaue gestrichen werden. mehr

Luftreinhalteplan „Tagebau Hambach“ kommt

Weiter zu hohe Feinstaubbelastung / Aktionsplan nicht ausreichend

 

04.02.2011 - Die Feinstaubbelastung im Umfeld des Braunkohlentagebaus Hambach ist weiterhin zu hoch. Deshalb muss ein Luftreinhalteplan aufgestellt werden. Das ist das Ergebnis der heutigen Projektgruppensitzung bei der Bezirksregierung Köln. Da die Tagebaue als dominierende Feinstaubquelle gelten, fordert der BUND die Aufstellung eines Luftreinhalteplanes für das gesamte Rheinische Braunkohlenrevier. mehr

RWE sprengt Holzer Wasserturm - ein Wahrzeichen verschwindet

Tagebau Garzweiler zerstört Heimat

 22.01.2011 - Mit der Sprengung des Holzer Wasserturms verschwand jetzt ein weiteres Stück Heimat. 17 Kilogramm Gesteinssprengstoff löschten innerhalb von Sekunden das mehr als 100 Jahre alte Wahrzeichen aus, um den weiteren Weg für den Braunkohlentagebau Garzweiler freizumachen. Etwa 700 Zuschauer - viele von ihnen mit Tränen in den Augen - wohnten dem Ereignis bei. Mit der Sprengung wird auch ein Schlussstrich unter die Umsiedlung von Holz gezogen, wo mehr als 500 Menschen von den Braunkohlebaggern vertrieben wurden.

Abfallverbrennung in Braunkohlekraftwerken: BUND kritisiert „Ökodumping“

Umstrittene Abfallmitverbrennung im IKW Berrenrath (Hürth)

21.01.2011 - Der BUND spricht sich gegen die von der RWE Power AG beantragte Abfallmitverbrennung im Industriekraftwerk Berrenrath bei Hürth aus. In einer Stellungnahme an die Bezirksregierung Arnsberg als Genehmigungsbehörde kritisiert der BUND das Vorhaben. Der BUND kritisiert den schleichenden Ausbau des Kraftwerks Berrenrath zu einer Sondermüllverbrennungsanlage und befürchtet Ökodumping. mehr

Position der Tagebaubetroffenen gestärkt

Entschädigung für Umsiedler wird in einer Revierweiten Regelung zwischen RWE und Land NRW vertraglich geregelt

15.09.2010 - Zwischen RWE Power und dem Land Nordrhein Westfalen - vertreten durch die Bezirksregierung Köln - wurde heute zur sog. "Revierweite Regelung zu Umsiedlungen im Rheinischen Braunkohlenrevier" ein Vertrag unterzeichnet. Mit den anstehenden Umsiedlungen im Tagebau Hambach - Manheim und Morschenich - sowie dem anstehenden 2. Umsiedlungsabschnitt im Stadtgebiet Erkelenz steht man an der Schnittstelle zur Umsiedlung von mehr als 1.000 Anwesen. Als Ergebnis der von der Bezirksregierung Köln geforderten Überprüfung der Entschädigungspraxis werden nun erstmals revierweite Rahmenbedingungen festgelegt. Dazu wurde die Verbesserung einiger Pauschalen festgelegt.

"Revierweite Regelung zu Umsiedlungen im Rheinischen Braunkohlenrevier"

Darüber hinaus nahm mit dem 1. September die neue Schlichtungsstelle für Bergschäden in Köln ihre Arbeit auf. Endlich können sich so, wie schon seit Jahren die Bergbaubetroffenen im Ruhrgebiet, nun auch die Bergschadensbetroffenen aus dem rheinischen Braunkohlenrevier an eine unabhängige Stelle wenden, falls sie mit der Entscheidung von RWE Power nicht einverstanden sind. Initiator dieser Schlichtungsstelle war das Netzwerk Bergbaugeschädigter e.V., welches seit April 2009 die Forderung nach Eintritt von RWE Power in die Schlichtungsstelle in Essen erhoben hat.

Pressemitteilung des Netzwerks Bergbaugeschädigter e.V.

Klimacamp 2010 – internationale Zeltstadt am Rande des Tagebaus

Das Klimacamp 2010 vom 21.-29. August der BUNDjugend NRW, der Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, steht vor der Tür. Rund 2 km von der Abbruchkante des Braunkohletagebaus Garzweiler entfernt versammeln sich dort, wo Klimawandel gemacht wird, über 100 junge Menschen und errichten ein Dorf aus Zelten.

Neun Tage lang setzen sie sich bei Workshops, Vorträgen und Diskussionen mit den Themen Braunkohle, Klimawandel und „Anders leben“ auseinander und lernen Lösungsmöglichkeiten kennen. Zugleich bietet das Camp viel Raum für friedliche Protestaktionen, zum Beispiel einer Fahrraddemo um den Braunkohletagebau. Nicht zuletzt dient die Veranstaltung auch als Plattform für die Vernetzung klimapolitisch engagierter Menschen verschiedenster Hintergründe und Herkünfte: langjährig Aktive wie interessierte Neulinge, politisch Bewegte aus Parteien und Verbänden wie vom Klimawandel beunruhigte Jugendliche, direkt Betroffene vom Niederrhein wie Interessierte aus ganz Deutschland, Europa und aller Welt. Vielschichtig und vielversprechend ist also nicht nur das Programm, sondern auch die internationalen Kontakte und multikulturellen Erfahrungen, die jedeR beim Klimacamp gewinnen kann.

Organisiert wird das Klimacamp von rund 20 Aktiven in einem offenen Planungsteam um die BUNDjugend NRW. Das Partizipationsprojekt wird vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW gefördert. Darüber hinaus erhält die Kampagne Unterstützung durch die Bewegungsstiftung Verden. Die Teilnahme am kompletten Camp kostet 90 € inklusive vegetarischer Bio-Vollverpflegung. Weitere Infos und Anmeldungen unter www.klimacamp2010.de oder direkt bei der BUNDjugend NRW, Tel. 02921-33640, e-mail: info@klimacamp2010.de

 

"Weichenstellung für eine zukunftsfähige Energiepolitik"

BUND zum Energiekapitel des Koalitionsvertrages / Rücknahme der "Lex
E.on" wird begrüßt / Vereinbarungen zur Braunkohle ambivalent

06.07.2010 - Als "Weichenstellung für eine zukunftsfähige Energiepolitik" wertete der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den heute vorgestellten Entwurf des Koalitionsvertrages. "Auch wenn sich die SPD mit der Abkehr von der klimaschädlichen Kohle teilweise sichtbar schwer tut, wird jetzt der Weg für die energiewirtschaftliche Erneuerung Nordrhein-Westfalens frei. Das schafft neue Arbeitsplätze und stärkt den Wirtschaftsstandort NRW", sagte Paul Kröfges, Landesvorsitzender des BUND. mehr

Das Märchen von der subventionsfreien Braunkohle

Neue Studie belegt Milliarden-Begünstigungen

01.06.2010: Eine neue FÖS-Studie im Auftrag von Greenpeace räumt endgültig mit dem Märchen der vermeintlich subventionsfreien Braunkohle auf. Danach wurden der Braunkohle im Zeitraum 1950 bis 2008 staatliche Förderungen von real 101,4 Milliarden Euro zuteil. Neben direkten Finanzhilfen und Steuerbegünstigungen in Höhe von 51,6 Mrd. € profitierte die Braunkohlen-Branche danach zudem von budgetunabhängigen staatlichen Regelungen (Förderwert des Emissionshandels, unvollst. Wettbewerb) in Höhe von 39,6 Mrd. € und weiteren braunkohlebezogenen staatlichen Ausgaben (Sanierungskosten, Umsiedlungs- und Infrastrukturmaßnahmen), die sich auf weitere 10,2 Mrd. € belaufen.

Download: Staatliche Förderungen der Stein- und Braunkohle im Zeitraum 1950 bis 2008. FÖS-Studie im Auftrag von Greenpeace. Berlin, 1. Juni 2010

Effektiver Klimaschutz für NRW - Klimaschutzgesetz jetzt!

Jetzt Appell unterzeichnen!

NRW ist bundesweites Schlusslicht beim Klimaschutz. Doch statt aktiv zu werden, macht die Landesregierung bisher Politik für die Energiekonzerne: Im Dezember strich die CDU-FDP-Mehrheit Klimaschutz-Vorgaben ersatzlos aus dem Gesetz - nur um das gerichtlich gestoppte Eon-Kohlekraftwerk zu retten. Eine neue Regierung muss nach der Wahl handeln: NRW braucht das Klimaschutzgesetz!

Für ein effektives und wirksames Klimaschutzgesetz für NRW!

Mehr Infos zur Kampagne

 

BUND verklagt Laschet-Behörde

CDU-Minister zensiert Jugendarbeit / Garzweiler-Klimacamp der BUNDjugend wird stattfinden

26.04.2010 - Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat beim Verwaltungsgericht Düsseldorf Klage gegen den Landschaftsverband Rheinland als zuständige Stelle des Familienministeriums eingereicht. Hintergrund ist der von Familienminister Laschet veranlasste Widerruf der finanziellen Förderung des Klimacamps 2010 seiner Jugendorganisation, der BUNDjugend, am Rande des Tagebaus Garzweiler. Mit der Klage wehrt sich der BUND gegen die „unsinnige Unterstellung Laschets“, das Klimacamp 2010 sei eine Kampagne von Bündnis 90 /Die Grünen und der Verband missbrauche Mittel für Jugendarbeit zur Parteipolitik. mehr

BUND fordert Überprüfung der Braunkohlenpläne

Nach Erdrutsch im Tagbau Inden sind Konsequenzen überfällig

19.03.2010 - Nach dem  Erdrutsch im Tagebau Inden erneuerte der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) seine Forderung nach Überprüfung aller Braunkohlenpläne im Rheinischen Revier. Die gebetsmühlenartig wiederholten Entwarnungen von RWE und Landesregierung, es bestünde keine Gefahr für die Tagebauanrainer, sei unverantwortlich. mehr

Klimaschutz und Braunkohle - aktuelle Entwicklungen im Rheinland

Tagung in Kooperation mit der Natur- und Umweltzschutzakademie NRW

Düsseldorf, Samstag, 05.12.2009, 10.00 bis 16.00 Uhr 

Nordrhein-Westfalen kommt eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz zu: 45 % aller vom Emissionshandel erfassten Treibhausgase stammen aus NRW. Größte CO2-Quelle sind dabei die Kraftwerke im Rheinischen Braunkohlenrevier. Die Veranstaltung beleuchtet und diskutiert aktuelle Planungsprozesse vor dem Hintergrund der ökologischen Erfordernisse.

Alle Vorträge der Veranstaltung finden Sie ...hier

 

 

Ältere Kurzmeldungen finden Sie ...hier



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Der Braunkohlewahnsinn

Die Stromproduktion aus Braunkohle war 2013 so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr - gleichzeitig ist sie für gut ein Viertel der deutschen CO2-Emissionen verantwortlich. Daran wird sich vorerst wenig ändern. Die RWE plant mit "Garzweiler 2" sogar eine Ausweitung des Tagebaus. [mehr zu: Der Braunkohlewahnsinn]

13.3.2014 | 22.00 Uhr
SWR Fernsehen

Ansprechpartner

BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen

Zu Fragen rund um die Braunkohle steht Ihnen BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen, T. 0211 / 30 200 5-22, dirk.jansen@bund.net, gerne zur Verfügung.

Kohleinhalt Tagebaue (ab 2013)

CO2-Emissionen der vier RWE-Großkraftwerke

Braunkohle – was geht uns das an?

Rund 50 Interessierte sind in die Räume der Grenzlandjugend gekommen, um sich über die Folgen und Risiken des Braunkohletagebaus zu informieren. Informationen gab es reichlich, denn die Roetgener Grünen als Veranstalter hatten mit Dirk Jansen, Antje Grothus und Gudrun Zentis drei kompetente Referenten eingeladen. mehr [Wochenspiegel]

Veranstaltungstipp: Aktuelle Planungen zu BoAplus

15. Januar 2013, 19.00 Uhr

Rathaus Pulheim, Ratssaal

Vortrag von Dirk Jansen (BUND NRW) zum aktuellen Stand der Entwicklung im Rheinischen Braunkohlenrevier mit anschließender Diskussion.

Download Flyer

Download des Vortrages von Dirk Jansen

 

Die Dörfer am Rand der drei großen Braunkohle Tagebaue im rheinischen Revier haben mit ganz besonderen Problemen zu kämpfen.Das gelbe Band soll ein Zeichen der Verbundenheit der Grubenranddörfer im Braunkohlerevier setzen. http://www.das-gelbe-band.com/

3. Rahmenbetriebsplan zur Fortführung des Tagebaus bis 2030

Alle aktuellen Infos ...hier

Der BUNDhintergrund CCS: ökologisches Feigenblatt der Energiewirtschaft zeigt auf, dass CCS im Kraftwerksbereich kein Beitrag zu Lösung des Klimaproblems ist. [Stand: Juni 2009]

Klimakiller RWE

Mit dem Ausstoß von etwa 150 Millionen Tonnen Kohlendioxid ist das RWE Europas größter CO2-Verursacher.

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