Braunkohle im Rheinland

Verheizte Heimat - zerstörte Landschaft - ruiniertes Klima

Es gibt hierzulande keinen größeren Eingriff in Natur und Landschaft, in das Grundwasser und in die sozialen Strukturen als die Braunkohlentagebaue. Für die Förderung dieses fossilen Energieträgers werden ganze Landstriche großflächig verwüstet und tausende Menschen vertrieben. Braunkohle ist zudem der klimaschädlichste aller Energieträger: In den RWE-Kraftwerken des Rheinischen Braunkohlenreviers werden etwa 10 Prozent der gesamtdeutschen Treibhausgasemissionen verursacht. In keiner Region Europas wird soviel klimaschädliches CO2 in die Luft geblasen wie im Städtedreieck zwischen Aachen, Mönchengladbach und Köln. Seit vielen Jahren kämpft der BUND gegen die Braunkohlenförderung und -Nutzung und für die Energiewende.

Aktionsbündnis "Zukunft statt Braunkohle" neu gestartet

Netzwerk der Braunkohle-Gegner*innen

29.07.2015 | Das Aktionsbündnis „Zukunft statt Braunkohle“ ist wieder am Start. Nach einer kleinen Pause haben wir uns und unseren Webauftritt runderneuert. Wir freuen uns auf neue Mitglieder und Unterstützer*innen. Alle Verbände und Bürgerinitiativen, die mit uns friedlich für die Energiewende und gegen die Braunkohle streiten wollen, sind willkommen. Unter www.zukunft-statt-braunkohle.de finden Sie alle Termine von Aktionen, Demos und anderen braunkohlen-kritischen Veranstaltungen.

Weltweite Online-Menschenkette für den Klimaschutz

Jetzt einreihen und verbreiten

Reihen Sie sich ein in die weltweite Online-Menschenkette "Klimaschutz jetzt – we are the energy revolution!". Seien Sie Teil einer großen und starken Bewegung für den Klimaschutz. Denn der Schutz unseres Klimas wird nicht allein an den Verhandlungstischen in Paris entschieden. Verbreiten Sie die Aktion über Ihre Verteiler und binden Sie sie auf Ihrer Internetseite ein.

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Verbände und NGOs solidarisieren sich mit friedlichen Protesten gegen Kohlekraft

„'Ende Gelände' ist aufrüttelndes Signal zum Ausstieg aus der Kohle“

Etliche Nichtregierungsorganisationen, darunter sind der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Campact, Attac, die NaturFreunde Deutschlands und weitere mehr, erklären sich solidarisch mit friedlichen Protesten gegen die Kohle. mehr

Kohlestreit: BUND kritisiert „Klimaschutz-Placebo“

Umweltverband fordert Kohleausstiegsgesetz  und Umsiedlungsstopp

01.07.2015 | Im politischen Streit um das Abschalten von Kohlekraftwerken fordert der BUND NRW einen schnellstmöglichen Ausstieg aus der Braunkohle. Das jetzt diskutierte Abschalten von fünf RWE-Kraftwerksblöcken sei nichts weiter als ein Klimaschutz-Placebo. Um die Klimaschutzziele in Bund und Land erreichen zu können, müssten alle alten Braunkohlenkraftwerksblöcke sukzessive vom Netz gehen.  mehr 

"Eckpunkte für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende" - Politische Vereinbarungen von CDU, CSU und SPD vom 1. Juli 2015

RWE will (fast) alles

Horrorszenario für Holzweiler

14.06.2015 | Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Auf dem dritten Expertengespräch in der Staatskanzlei am 18. Juni 2015 zum Thema „Kommunale Planungen und weitere Planverfahren“ hat RWE seinen Vorstellungen von der "Verkleinerung" des Tagebaus Garzweiler II erläutert. Danach soll Holzweiler zu einer Halbinsel im Tagebau werden - ein Horrorszenario. Der BUND fordert hingegen grundsätzlich einen Stopp des Tagebaus an der A 61. Um ein Mindestmaß an Lebensqualität in Holzweiler zu erhalten, ist u.E. ein Abstand von der Tagebaukante von 1.000 Meter unerlässlich. Jeder Meter Landgewinn bringt weniger Lärm- und Feinstaubimmissionen. mehr zur Leitentscheidung

6.000 Menschen demonstrierten im rheinischen Revier mit Anti-Kohle-Kette für konsequenten Klimaschutz

"Bis hierhin und nicht weiter!"

25.04.2015 | 6.000 Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland, aus Polen, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Norwegen und weiteren Ländern haben heute im rReinischen Kohlerevier mit einer 7,5 Kilometer langen Menschenkette für einen schrittweisen Kohleausstieg und konsequenten Klimaschutz demonstriert. Die Demonstrant*innen setzten mit einer geschlossenen Anti-Kohle-Kette den Baggern des Braunkohletagebaus Garzweiler eine symbolische Grenze. Die Kette sei ein deutliches Zeichen, dass ein großer Teil der Bevölkerung den schrittweisen und sozialverträglichen Ausstieg aus der Kohle befürworte, um das nationale Klimaziel von mindestens 40 Prozent weniger CO2 bis 2020 zu erreichen. mehr

Großdemonstration für Klimaschutz und Kohleausstieg am Tagebau Garzweiler

Tausende Teilnehmer erwartet / Kritik an Panikmache der Kohlelobby

Berlin/Düsseldorf/Erkelenz, 20.04.2015: Entschiedenen Widerstand gegen die ungebremste Braunkohleverstromung hat ein breites Bündnis von Klimaschützern für den kommenden Samstag angekündigt. Am 25. April 2015 werden Bürger aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland mit einer 7,5 Kilometer langen Menschenkette für den Stopp der Tagebaue und für den von der Bundesregierung geplanten Klimabeitrag demonstrieren. Initiiert wurde die Menschenkette am Tagebau Garzweiler vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der BUND-Jugend, Campact, GREENPEACE, der Klima-Allianz Deutschland, dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) sowie der Bürgerinitiative „Stop Rheinbraun”. Zahlreiche weitere Organisationen und Parteien unterstützen die Demonstration. mehr

„NRW-Klimaschutzziele nur durch vorzeitigen Braunkohleausstieg erreichbar“

Forderung nach Garzweiler-Stopp vor A 61

24.03.2015 |Zwischen 1,4 und  2,5 Milliarden Tonnen Braunkohle dürfen im Rheinischen Revier nicht gefördert und verstromt werden, wenn Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen will. Das ist das Ergebnis eines vom BUND NRW beim Öko-Institut e.V. in Auftrag gegebenen Gutachtens, das heute vor der Landespressekonferenz in Düsseldorf vorgestellt wurde. mehr

Statt Tagebau: „Garzweiler Zukunftsbäume“ für Erkelenz-Holzweiler

Symbolische Pflanzaktion mit Bürgermeister / BUND fordert weitere Verkleinerung des Tagebaus

20.03.2015 | Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Erkelenz Peter Jansen und dem ehemaligen Grünen-Fraktionschef Reiner Priggen haben BUND-Aktive heute in Holzweiler sechs „Garzweiler Zukunftsbäume“ gepflanzt.  "Die Obstbäume sind für uns ein Symbol für eine Zukunft ohne Braunkohle“, sagte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht. „Wir verknüpfen damit die Hoffnung, dass nicht nur Holzweiler vom Tagebau Garzweiler verschont bleibt.“ mehr

BUND mit neuer Klage gegen Braunkohlentagebau Hambach

„Rahmenbetriebsplanzulassung ist klar rechtswidrig“

02.03.2015 | Der BUND unternimmt einen neuen Anlauf zum juristischen Stopp des Braunkohlentagebaus Hambach bei Köln. Der Umweltverband legte heute beim Verwaltungsgericht Köln Klage gegen die Zulassung des dritten Rahmenbetriebsplanes zur Fortführung des Tagebaus von 2020 bis 2030 ein. Die bergrechtliche Genehmigung wurde nach BUND-Auffassung rechtswidrig erteilt. mehr

BUND zum Jahrestag des „Garzweiler-Urteils“: „Bergrecht endlich novellieren“

Kritik an Zulassung des Rahmenbetriebsplans für den Tagebau Hambach

16.12.2014 | Zum ersten Jahrestag des „Garzweiler-Urteils“ am 17. Dezember 2014 fordert der BUND eine umfassende Reform des Bergrechts. Der Umweltverband legte ein 10-Punkte-Papier mit wesentlichen Kernpunkten vor. Dazu gehören der Ausschluss der bergbaulichen Inanspruchnahme besiedelter Gebiete für Braunkohlentagebaue und das Verbot bestimmter umweltgefährdender Bergbautätigkeiten wie des Frackings. mehr

Legionellen im Kraftwerk Weisweiler

BUND gegen Wiederinbetriebnahme | Großversuch mit unbekannten Risiken

10.12.2014 | Der BUND hat heute die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken aufgefordert, den von Legionellen betroffenen Kraftwerksblock in Weisweiler bis zur dauerhaften Beseitigung des Problems stillzulegen und nötigenfalls die Betriebsgenehmigung zu entziehen.  Obwohl die bisher eingesetzten Biozide keine ausreichende Wirkung zeigten, soll am bisherigen untauglichen Verfahren festgehalten und der Block hochgefahren werden. Wir haben erhebliche Zweifel, ob so die Arbeitnehmer im Kraftwerk und die Bevölkerung hinreichend vor den gesundheitlichen Risiken geschützt werden können. Dies auch vor dem Hintergrund, dass völlig unklar ist, welche gesundheitlichen Folgen die im Kühlwasser eingesetzten Biozide und deren Abbauprodukte, die über die Wasserdampfaerosole in die Umgebungsluft ausgetragen werden, in der Nachbarschaft entfalten. Regierungspräsidentin Walsken lässt es mit der schnellen Inbetriebnahme zu, dass RWE einen Großversuch mit unbekannten Folgen durchführt. Wir hoffen, dass ggf. der NRW-Umweltminister einschreitet und das unverantwortliche Handeln der Kölner Aufsichtsbehörde korrigiert. ...das Schreiben an die Kölner Regierungspräsidentin

Neuerscheinung

Dirk Jansen/Dorothea Schubert:

Zukunft statt Braunkohle. 30 Jahre Widerstand gegen Garzweiler II.

192 Seiten, Format 21x30 cm, kartoniert, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, ISBN 978-3-929503-00-5, Preis: 25,00 Euro (inkl. Porto und Verpackung), Eigenverlag.

Die Schrift bereitet nicht nur die Geschichte des Widerstands gegen den Braunkohlentagebau Garzweiler II akribisch auf, sie liefert auch sämtliches Basiswissen beispielsweise zur Geologie und zur Bergbaugeschichte dieser Region. Und sie dokumentiert, über welche politischen Irrwege und Trampelpfade dieser Tagebau entstanden ist. Denn Garzweiler II taugt wie kein anderes Vorhaben auch als Lehrstück dafür, wie ein Konzern im Verbund mit der Politik ein Projekt gegen Mensch und Umwelt durchdrückt. Es ist damit auch ein Lehrstück über enttäuschte Hoffnungen, die Korrumpierung von Politik und die Schwierigkeiten des politischen Kompromisses.

Das Buch kann telefonisch unter 0211 / 30 200 5-0 oder per Mail über bund.nrw@bund.net bestellt werden (bitte nicht vergessen, die Lieferanschrift anzugeben). Für die Bestellung per Mail, Fax oder Post bitte das Bestellformular benutzen.

Ewigkeitslasten-Fonds für Braunkohle ist überfällig

"Mindestens 5 Milliarden Euro"

27.11.2014 |Die Bewältigung der Folgen des Braunkohlenbergbaus wird die nachfolgenden Generationen noch lange nach Tagebauende beschäftigen. Doch RWE Power hat dafür kaum Rückstellungen gebildet. Der BUND fordert daher, den Verursacher endlich in die Pflicht zu nehmen. Wir erwarten, dass die Landesregierung endlich eine ökologische Gesamtbilanz des Braunkohlen-Bergbaus vorlegt, die Ewigkeitskosten seriös abschätzt und einen Ewigkeitslasten-Fonds einrichtet.  Dieser kann - analog zum Steinkohlenbergbau -  von einer Stiftung verwaltet werden. RWE muss dafür mindestens 5 Milliarden Euro bereitstellen. mehr

 

 

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Ansprechpartner

BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen

Zu Fragen rund um die Braunkohle steht Ihnen BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen, T. 0211 / 30 200 5-22, dirk.jansen@bund.net, gerne zur Verfügung.

Daten und Fakten über einen globalen Brennstoff

Braunkohlenförderung und CO2-Emissionen seit 1990

Kohleinhalt Tagebaue (ab 2013)

CO2-Emissionen der vier RWE-Großkraftwerke 2005-2014

Feinstaub- und Quecksilberemissionen der RWE-Kraftwerke

- das Beispiel Garzweiler II, 3/2015

3. Rahmenbetriebsplan zur Fortführung des Tagebaus bis 2030

Alle aktuellen Infos ...hier

Der BUNDhintergrund CCS: ökologisches Feigenblatt der Energiewirtschaft zeigt auf, dass CCS im Kraftwerksbereich kein Beitrag zu Lösung des Klimaproblems ist. [Stand: Juni 2009]

Klimakiller RWE

Mit dem Ausstoß von etwa 130 Millionen Tonnen Kohlendioxid ist das RWE Europas größter CO2-Verursacher.

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