Die Gemeinden Vreden, Haan, Beelen, Wachtendonk, Altena, Heilgenhaus, Weeze und Kranenburg, die kreisfreie Stadt Mönchengladbach und die Städte Haan, Mettmann, Erkrath und Herten haben ihre Flächeneffizienz um mehr als 4,5 EW/ha SuV gesenkt. Allerdings aus ganz unterschiedlichen Gründen:
schlechtere Flächeneffizienz trotz höherer Einwohnerzahl
in Kranenburg, Weeze, Vreden, Beelen und Wachtendonk sank die Flächeneffizienz trotz wachsender Einwohnerzahl. Dort wurden neue Baugebiete realisiert, in denen die Einwohner pro Kopf mehr Fläche verbrauchen als die Einwohner in den älteren Baugebieten. Dabei war die Flächeneffizienz in diesen Gemeinden ohnehin schon schlecht:
Ort
| Flächeneffizienz 2005
| Abnahme der Effizienz 1995 - 2005 | Flächenverbrauch
|
Kranenburg
| 10 EW/ha SuV
| -8,7
| + 113 %
|
Weeze
| 6,6 EW/ha SuV
| -8,4 | +155 %
|
Wachtendonk
| 8,2 EW/ha SuV
| -6,9
| + 99 %
|
Beelen | 12,8 EW/ha SuV
| -6,3
| + 64 %
|
Vreden
| 11,8 EW/ha SuV
| -5,2
| + 46 %
|
NRW | 24,3 EW/ha SuV
| -1,8 | + 8 %
|
Auch in anderen Regionen wurde verschwenderisch mit Fläche umgegangen. So haben die Gemeinden folgender Kreise die Flächeneffizienz ihres Kreises gesenkt:
Bei 20 000 zusätzlichen Einwohnern haben die Gemeinden der Kreise Kleve ihre Flächeneffizienz um 2,7 EW/ha SuV gesenkt. Ähnlich die Gemeinden des Kreises Paderborn ( um 1,8 EW/ha SuV) und Rhein-Erft-Kreis ( um 1,7 EW/ha SuV).
- Bei 10 000 bis 16 000 zusätzlichen Einwohnern haben die Gemeinden der Kreise Rhein-Neuss-Kreis (-2,4 EW/ha SuV), Wesel (-1,6 EW/ha SuV) und Warendorf (-1,6 EW/ha SuV) ihre Flächeneffizienz um den genannten Wert gesenkt.
Dass auch eine andere Strategie möglich ist, zeigt der Kreis Steinfurt: Dort wurden 30 000 zusätzliche Einwohner so untergebracht, dass die Siedlungsdichte um 0,15 stieg.
Verdichtete Städte: Senkung der Flächeneffizienz durch Abwanderung
In den Kernstädten und städtisch geprägten Kommunen sank die Flächeneffizienz vor allem aufgrund der Einwohnerverluste - Einwohner die diese Städte an ihr Umland verloren, wo sie mehr Fläche verbrauchen als die Stadtbewohner. Ihre Herkunftsstädte selbst, haben nur relativ wenig Fläche verbraucht.
Ort
| Flächeneffizienz 2005
| Abnahme der Effizienz | Flächenverbrauch | Bevölkerung |
Altena
| 27 EW/ha SuV
| -6,9
| + 6 %
| -3.600 EW
|
Erkrath
| 41 EW/ha SuV
| -4,9 | + 7 %
| -2.100 EW |
Herten | 30 EW/ha SuV
| -4,5 | + 8 %
| -4.400 EW |
NRW | 24 EW/ha SuV
| -1,8
| + 8 %
| +165.000 EW
|
hier kommen noch Kreise mit ähnlichen Daten
Abwanderung und Flächenverbrauch
Schließlich gibt es eine Dritte Gruppe Städte, die ihre Flächeneffizienz durch Abwanderung und hohen Flächenverbrauch verschlechtert haben. Dies sind: Heiligenhaus, Haan und Mönchengladbach.
Ort
| Siedlungsdichte | Effizienzabnahme
| Bevölkerung
| Flächenzuwachs
|
Heiligenhaus
| 31 EW/ha SuV | -7,2 | -1.700 EW
| + 15 %
|
Haan | 26 EW/ha SuV
| -6,2
| -560 EW
| + 30 %
|
Mönchengladbach
| 31 EW/ha SuV
| -5,9
| -5.300 EW
| + 16 %
|
Ganz ähnlich ist die Situation bei Mettmann: Dort wurde die relativ gute Flächeneffizienz um 4,7 auf 31 EW/ha SuV verschlechtert durch lediglich 890 zusätzliche Einwohner bei 17,5 % SuV-Wachstum.