Verlust von Lebensräumen


Flächenverbrauch durch Einfamilienhäuser gar nicht so schlimm?

Der Argumentation gegen Flächenverbrauch wird gerne entgegen gehalten, dass der Flächenverbrauch ja gar nicht so schlimm sei. Einfamilienhäuser mit Gärten hätten einen höheren ökologischen Wert als Ackerfläche, so wird immer wieder betont.

Der im Vergleich zu konventionell bewirtschafteter Ackerfläche  höhere ökologische Wert der Hausgärten basiert auf ihrer größeren biologischen Vielfalt. Diese resultiert aus der kleinteiligen Struktur der Gärten und aus exotischen Pflanzen. Diese bieten einheimischen Tieren aber keinen Lebensraum oder sind sogar gefährlich, etwa der Riesenbärenklau. Biodiversität ist nicht immer gut.

Wie sieht es mit der Tierwelt aus? Man kann doch im eigenen Garten so viele Vögel beobachten und manchmal ist auch ein Igel zu Gast! Diese Tiere sind Kulturfolger. Sie suchen menschliche Nähe aufgrund des besseren Nahrungsangebotes. Anders geht es den Kulturflüchtern, zu denen viele seltene Arten (Biber, Kranich, Auerhuhn, Rebhuhn, Fasane, Schwarzstorch, viele Greifvögel und Großwild) gehören. Sie brauchen Ruhe für ihre Nahrungssuche und die Aufzucht der Jungen. Ohne gering gestörte Streifräume, in denen genügend Nahrung, Unterschlupf und Aufzuchtplätze vorhanden sind, sterben deren Populationen. Diesen Arten nutzt ein Hausgarten – und sei er noch so ökologisch bewirtschaftet – nichts.

Darum bleibt der Flächenverbrauch das größte Problem für den Artenschutz.



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Förderhinweis

Auf diesen Unterseiten zum Freiraumschutz sind auch Ergebnisse aus dem Projekt "Zukunftsfähige Flächennutzung in Nordrhein-Westfalen" eingeflossen, das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen gefördert wurde.

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