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Weichenstellung für ein zukünftsfähiges Nordrhein-Westfalen

BUND-Bewertung des rot-grüen Koalitionsvertrags

Auch wenn einige Bereiche noch nicht hinreichend präzise formuliert wurden, beinhaltet der Koalitionsvertrag wichtige Weichenstellungen für einen Politikwechsel, der nicht nur die unter Schwarz-Gelb erlittenen verheerenden Rückschritte korrigiert, sondern auch den Weg frei macht, für eine grundlegende Ökologisierung des Landes. Verglichen mit den früheren rot-grünen Koalitionen wird deutlich, dass die SPD offenbar bereit ist, sich von anachronistischen Relikten des Kohlelandes NRW zu verabschieden und den längst überfälligen Weg in Richtung eines zukunftsfähigen Nordrhein-Westfalens zu beschreiten.

Unterm Strich wird durch diesen Koalitionsvertrag gründlich mit der „Privat vor Staat“-Ideologie der schwarz-gelben Vorgängerregierung aufgeräumt. Wesentliche Forderungen des BUND wurden umgestzt. Umwelt- und Naturschutz, Bürgerbeteiligung, Rechtsstaatlichkeit und Transparenz bei Großvorhaben werden nicht länger als Investitionshemmnis betrachtet, sondern als Chance zur Schaffung einer zukunftsfähigen Wirtschaftsstruktur, die Ressourcen schont und die natürlichen Lebensgrundlagen erhält. 

 

 

Die Bewertung ausgewählter Felder der Umweltpolitik im Einzelnen

 

Landtagswahl 2010 - Wählen Sie die Zukunft!

Es heißt: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Dabei ist es ganz einfach. Die schwarz-gelbe Bilanz des fünfjährigen Regierungshandelns ist aus Sicht des Umweltschutzes mehr als ernüchternd. Die Landtagswahl am 9. Mai 2010 bietet die Chance, zwischen Zukunft und Vergangenheit zu wählen. Soll auf den Bau neuer Kohlekraftwerke oder auf eine klimafreundliche Energieversorgung gesetzt werden? Sollen erneuerbare Energien ausgebaut, Energieeffizienz gefördert und das Energiesparen belohnt werden? Sollen der Flächenfraß gestoppt und der Biotopverbund gestärkt werden? Wollen wir Massentierhaltung und Gentechnik oder eine ökologische Landwirtschaft? Viele Entscheidungen über den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen stehen am 9. Mai zur Wahl. 

Der BUND hat zehn Kernforderungen formuliert, die wesentlich sind, um den Natur-, Umwelt- und Klimaschutz in NRW voran zu treiben:

  1. Für eine sichere und klimafreundliche Energieversorgung
  2. Für eine umwelt- und tierschutzgerechte Landwirtschaft
  3. Für den Schutz der biologischen Vielfalt
  4. Für den Stopp des Flächenverbrauchs
  5. Für bessere Mobilität mit weniger Verkehr
  6. Für mehr Gewässerschutz und naturnahe Auen
  7. Für den Schutz unserer Wälder
  8. Für saubere Luft und gesunde Lebensbedingungen
  9. Für mehr Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher
  10. Für zukunftsfähige Arbeitsplätze 

[Mehr Infos dazu ...hier]

 

BUND stellt Ökozeugnisse für DirektkandidatInnen aus – 139 LandtagsbewerberInnen mit Note 1

Der BUND hat fünf Tage vor der Landtagswahl den Direktkandidatinnen und –kandidaten der großen Parteien Ökozeugnisse ausgestellt. Von 425 Kandidaten, die sich an einem entsprechenden Kandidatencheck beteiligt hätten, sei ein Drittel in zentralen Fragen der Umweltpolitik vollständig auf der Höhe der Zeit, sagte Paul Kröfges, BUND-Landesvorsitzender. 139 Direktkandidaten hätten gegen neue Kohlenkraftwerke, für den Stopp des Flughafenausbaus, für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik und für den Stopp des Flächenverbrauchs votiert. Dazu hatten sie auch eine zusätzliche regionale Wahlkreisfrage im Sinne des BUND beantwortet. mehr

„Fünf Jahre Stillstand oder Rückschritt im Natur- und Umweltschutz“

Naturschutzverbände fordern radikale Kehrtwende

 

29.04.2010 - Eine „radikale Kehrtwende in der Natur- und Umweltschutzpolitik“ forderten die NRW-Landesverbände des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) sowie des Naturschutzbund Deutschland heute in Düsseldorf. Nach „fünf Jahren Rückschritt in allen Feldern des Natur- und Umweltschutzes“ setzen die Verbände auf einen Politikwechsel. Gemeinsam repräsentieren BUND, LNU und  über 400.000 Mitglieder in Nordrhein-Westfalen. mehr

Öko-Kandidatencheck zur Landtagswahl

BUND überprüft Umweltprofil der Spitzenkandidaten. Mehrzahl der Direktkandidaten gegen Gentechnik und für den Stopp des Flächenverbrauchs. Umstrittene Kohlekraftwerke.

13.04.2010 - Der Nordrhein-Westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die 640  Direktkandidaten der aussichtsreich für den Landtag kandidierenden Parteien  zu umweltpolitischen Kernthemen befragt. Rund zwei Drittel (406) haben bislang am BUND-Kandidatencheck teilgenommen, darunter Prominente wie Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, die SPD-Chefin Hannelore Kraft, Grünen-Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann, FDP-Spitzenkandidat Dr. Andreas Pinkwart und der Landessprecher der Partei DIE LINKE Wolfgang Zimmermann. mehr

Landtagswahl 2010: BUND nimmt Direkt-KandidatInnen unter die Lupe

Online-Kandidatencheck zur Landtagswahl gestartet

 

12.03.2010 -  Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heute einen landesweiten KandidatInnencheck zur Landtagswahl 2010 im Internet veröffentlicht. Vier umweltpolitische Kernfragen stellte der Umweltverband allen DirektkandidatInnen der fünf großen Parteien: Sind Sie für oder gegen einen Neubau von Kohlekraftwerken in NRW? Lehnen sie Gentechnik in der Landwirtschaft ab oder befürworten sie diese? Sind Sie für oder gegen den Flughafenausbau in NRW? Unterstützen Sie die BUND-Forderung nach einem Stopp des Flächenverbrauchs? Zusätzlich können die KandidatInnen eine Frage zu einem regionalen Brennpunkt beantworten. Die Antworten sind ab sofort auf www.bund-nrw.de/nc/kandidatinnencheck zu finden.

 

Paul Kröfges, BUND-Landesvorsitzender: „Der KandidatInnencheck gibt allen umweltpolitisch interessierten Wählerinnen und Wählern die Möglichkeit, sich ohne großen Aufwand über das umweltpolitische Profil ihrer jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten zu informieren und ihnen ihre Meinungen dazu mitzuteilen.“

 

Knapp 583 (von 640 möglichen) DirektkandidatInnen haben Union, SPD, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen bereits nominiert. Etwa 46 % von ihnen hat schon jetzt am Wahlcheck teilgenommen – unter den 267 TeilnehmerInnen sind auch prominente wie Umweltminister Eckhard Uhlenberg, die SPD-Chefin Hannelore Kraft, FDP-Fraktionschef Gerhard Papke und Grünen-Vorsitzende Daniela Schneckenburger.

 

Am häufigsten haben bislang mit jeweils etwa 52 Prozent der Nominierten die KandidatInnen der Grünen und der FDP geantwortet. Bislang geringere Bereitschaft, den Wählerinnen und Wählern Auskunft zu geben, zeigen die KandidatInnen der Union. Bei ihnen stellten sich bislang 34 Prozent dem BUND-Test.

 

Bei den Antworten zeichnen sich deutliche, auch parteiübergreifende Mehrheiten ab: Zwei Drittel der DirektkandidatInnen sind für eine gentechnikfreie Landwirtschaft. Nur etwa ein Fünftel der Befragten sind gegen die Reduktion des Flächenverbrauchs in NRW auf null. Bei den Fragen nach dem Bau neuer Kohlekraftwerke und dem Flughafenausbau ergibt sich dagegen kein einheitliches Mehrheitsbild – diese Themen bleiben also weiterhin heftig umstritten.

 

In 90 der insgesamt 128 Wahlkreise befragte der BUND die Kandidaten auch zu örtlichen Umwelt-Themen. Alle hatten die Möglichkeit, ihre Antwort zu erläutern. Mit den Ergebnissen können sich die Wählerinnen und Wähler von der Weser bis in die Eifel jetzt ein genaueres Bild vom umweltpolitischen Profil der Kandidaten in ihrer Region machen.

 

Hinweis: Unter www.bund-nrw.de/nc/kandidatinnencheck können KandidatInnen nach Namen, Wahlkreis oder Wohnort gesucht werden.

 

Wahlen in NRW



Alle 640 Direkt-KandidatInnen unter der umweltpolitischen Lupe. Der KandidatInnencheck informiert Sie, wo Sie Umweltschutz in NRW wählen können.

 

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