Zurzeit wird in Ostwestfalen eine sehr emotionale Debatte darüber geführt, was aus dem Truppenübungsplatz Senne nach dem angekündigten Abzug der Britischen Rheinarmee werden soll: Nationalpark, Biosphärenreservat oder eher nur ein Naturpark? Der gesamte Truppenübungsplatz wurde 2005 unwiderruflich zum europäischen Natur- und Vogelschutzgebiet erklärt und muss daher von einer Besiedlung freigehalten werden.
Nur droht die Bundeswehr, diesen Naturschutz auszuhebeln und nach Abzug der Briten die Senne als Truppenübungsplatz zu übernehmen.
Eine solche Fortsetzung der Militärgeschichte in der Senne würde dem wertvollen Ökosystem weiteren Schaden zufügen: Militärisches Üben in einem wertvollen Landschaftsraum ist allzu oft mit einem schleichenden Prozess der Naturzerstörung verbunden. Dies lässt sich gerade am Truppenübungsplatz Senne an vielen Beispielen belegen.
Dass die Fortsetzung der militärischen Nutzung der Senne kein Hirngespinst ist, sondern eine reale Gefahr bedeutet, wird in einem Antrag der CDU-Landtagsfraktion in Düsseldorf vom Januar 2011 deutlich:
"Die Landesregierung wird - im Falle des Abzugs der britischen Streitkräfte - aufgefordert, sich beim Bund für eine Weiternutzung der derzeit von britischen Streitkräften genutzten Flächen durch die Bundeswehr einzusetzen."
Und auch der grüne Umweltminister Johannes Remmel erklärte unlängst in Paderborn bei einer öffentlichen Veranstaltung, er könne eine Nutzung der Senne durch die Bundeswehr nicht ausschließen, wenn das Verteidigungsministerium diese fordere.
Stimmen Sie daher jetzt dafür, dass der auf Grund seines Artenreichtums wertvollste Landschaftsteil Nordrhein-Westfalens nach Abzug der Briten nicht weiter militärisch genutzt wird. Unterschreiben Sie den Appell!
Wir sammeln Ihre Unterschriften und werden sie gemeinsam mit unseren Aktionspartnern dem Bundesverteidigungsminister in Berlin übergeben.
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