29. Oktober 2009
Weiter Diskussion um „Parkautobahn“ A 42
Expertenrunde des Umweltministeriums tagt / BUND stellt Forderungen
Anlässlich der bevorstehenden Sitzung der Expertenrunde des NRW-Umweltministeriums zur „Parkautobahn“ am kommenden Montag in Essen hat der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erneut Korrekturen an dieser „millionenteuren Fehlplanung“ gefordert.
Horst Meister, Mitglied im BUND-Landesvorstand: „Es kann nicht angehen, dass weiterhin Steuergelder oder sogar Naturschutzmittel für großflächige Rodungen zugunsten einer Disneyland-Planung verschwendet werden. Der BUND ist bereit, sich konstruktiv einzubringen, wenn die weiteren Planungen zur Umgestaltung der A 42 naturschutzfachlichen Vorgaben genügen. Wir erwarten eine entsprechende Zusicherung des Umweltministeriums.“
Im Vorfeld der Expertenrunde hatten der BUND und weitere Naturschutzverbände dem NRW-Umweltministerium einen Forderungskatalog zur „Parkautobahn“ übersandt. Neben einem Tempolimit von 80 km auf der gesamten Strecke fordern die Umweltschützer unter anderem den Verzicht auf die so genannten „Ohrenparks“ und „Parktankstellen“ sowie eine Aufwertung der Bepflanzung entlang der Autobahn. Auf großflächige Rodungen müsse zugunsten eines schonenden Umbaus der Gehölze nach ökologischen Kriterien verzichtet werden. „Davon profitiert nicht nur die Natur, auch die lärm- und feinstaubgeplagten Anwohner im Umfeld der Autobahn würden dadurch entlastet“, sagt der BUND-Experte Meister.
Der BUND hatte seit Beginn dieses Jahres immer wieder auf viele planerische Fehlentwicklungen bei diesem Projekt hingewiesen. Die NRW- Landesregierung plant aus Anlass der "Kulturhauptstadt RUHR.2010", die Autobahntrasse A 42 in den kommenden Jahren umzugestalten. Dabei sollen vor allem Auf- und Abfahrten landschafts-architektonisch gestylt, die Autobahnkreuze umgestaltet („Ohrenparks“) und die Randstreifen gezielt durch gestaltete Baumreihen aufgelockert werden. In mehreren so genannten "Parktankstellen" soll auf einige landschaftliche Highlights der Region hingewiesen werden. Die Kosten für diese Umgestaltungen werden mit 42 Millionen Euro beziffert.