Wildkatzenschutz in NRW

Foto: Demmerle

Die einst zusammenhängenden Wälder sind heute durch Landwirtschaft, Siedlungen und Straßen voneinander getrennt. Waldbewohner wie die Wildkatze leben daher nur noch voneinander isoliert in den restlichen größeren Waldgebieten. Diese verbliebenen Lebensräume sind jedoch für sich allein genommen meist zu klein, um langfristig das Überleben der Wildkatze zu sichern. Bestehende Vernetzungskorridore müssen daher erhalten und zusätzliche neue Korridore geschaffen werden, um den Austausch zwischen bisher isolierten Regionen zu ermöglichen und neue Gebiete zu erschließen. Hierzu dient der bundesweite Wildkatzenwegeplan

Für Nordrhein-Westfalen ist ein langfristiges Ziel, die Wildkatzenvorkommen der Eifel über die Populationen im Rothaargebirge über Eggegebirge bis nach Niedersachsen zu verbinden.

Projekt Wildkatzensprung

Der BUND NRW wird mit Unterstützung des NRW-Umweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz die Waldgebiete um den Nationalpark Eifel für die Wildkatze optimieren. Die Eifel beherbergt eines der größten Wildkatzenvorkommen Deutschlands. Diese bedeutende Wildkatzenpopulation soll gestärkt und weiter vergrößert werden. Ziel ist, dass die Wildkatzen bald auch in die umliegenden Wälder einwandern und sie wieder besiedeln.

Der zweite Projektteil umfasst die Erstellung einer bundesweiten Gendatenbank Die Gendatenbank wird gemeinsam mit dem Senckenberg-Institut in Frankfurt entwickelt. Um festzustellen, ob und wie viele Wildkatzen in dem Bereich Kottenforst/Ville östlich von Bonn leben, wurde dieser Bereich im Winter 2011/2012 beprobt. Es konnten so 11 Wildkatzenindividuen nachgwiesen werden. mehr

Studie zu den rechtsrheinischen Wildkatzenbeständen

Gemeinsam mit dem Landesamt für Naturschutz (LANUV) hat der BUND NRW aus detaillierten Landnutzungsdaten sowie Wildkatzenmeldungen aus dem rechtsrheinischen Teil Nordrhein-Westfalens die erste umfassende Bestandsbewertung mit Kern- und Pufferzonen vorgelegt. Im Ergebnis gibt es aktuell drei rechtsrheinische Wildkatzenpopulationen. mehr

Rettungsnetz für NRW

Zuvor hatte der BUND NRW auf Basis von topografischen Daten und den Ansprüchen der Wildkatzen an ihren Lebensraum einen Wildkatzenwegeplan für Nordrhein-Westfalen erstellt. Darin werden die bisherigen Lebensräume der Wildkatze, mögliche neue Ansiedlungsgebiete, die am besten geeigneten Verbindungskorridore sowie die Konfliktpunkte mit Straßen verzeichnet. mehr



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"Wildkatzen - Versteckte Bewohner unserer Wälder"

Sie leben zurückgezogen und versteckt – vor allem in naturnahen Laub- und Mischwäldern. Meist schlafen sie tagsüber und jagen nachts. Deshalb bekommt sie kaum jemand zu Gesicht. Aber in unseren Wäldern gibt es sie noch: die Europäischen Wildkatzen. In NRW tauchen sie wieder vermehrt auf: linksrheinisch, in der Eifel und – neuerdings – im Kottenforst bei Bonn.

Videobeitrag zum BUND-Wildkatzenprojekt

Wildkatzen brauchen unsere Hilfe

Hintergründe zum Projekt Wildkatzensprung (Juni 2012, 0,4 MB)

Die Wildkatze kehrt zurück

Der BUNDhintergrund "Die Wildkatze kehrt zurück" (Februar 2011; 0,5 MB) beschäftigt sich mit  Populationsstatus, Wanderwegen und Ausbreitungskorridoren der Wildkatze in den rechtsrheinischen Gebieten von NRW.

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